Der Berliner Erzbischof Heiner Koch hat mit Entsetzen auf den mutmaßlichen Anschlag auf den Christopher-Street-Day (CSD) in Berlin am Samstagabend reagiert. "Wie schrecklich! Ein so frohes und bewegendes Fest, brutal zu zerstören", erklärte Koch auf Anfrage. In den Sonntagsgottesdiensten werde Fürbitte für die Betroffenen und ein friedliches Miteinander in der Gesellschaft gehalten, kündigte Koch an. "Der Hass darf nicht gewinnen."
Auch der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) hat sich "entsetzt und traurig" über den mutmaßlichen Anschlag auf den Christopher-Street-Day (CSD) in Berlin geäußert. "Wir zünden eine Kerze an und beten für alle, die von der schrecklichen Tat betroffen sind", heißt es in einer ersten auf Sozialen Medien veröffentlichten Reaktion des BDKJ-Bundesverbandes. Der Dachverband der katholischen Jugend war über seinen Diözesanverband und andere Teilverbände auch selbst an der CSD-Parade beteiligt.
Während der Feier im Anschluss an die Parade fuhr am Samstagabend ein Auto in die Menschenmenge am Berliner Tiergarten. Dabei wurde eine Person getötet, mindestens 16 weitere teils schwer verletzt. Die Berliner Polizei geht derzeit von einem gezielten Anschlag aus und fahndet öffentlich nach einem Tatverdächtigen. Der Berliner CSD gehört zu den größten in Deutschland – mehrere hunderttausend Menschen nehmen jedes Jahr an dem Umzug teil. (KNA)