Unternimmt Bischof Robert Barron rechtliche Schritte gegen den US-Vatikanexperten Christopher Hale? Wie Hale am Wochenende auf seinem Blog "Letters from Leo" schrieb, forderte eine Washingtoner Anwaltskanzlei, die Barrons Medienunternehmen "Word on Fire" vertritt, die Korrektur eines seiner Artikel über den Bischof. Darin habe Hale behauptet, die YouTube-Aufrufe Barrons seien "im vergangenen Jahr seiner MAGA-Konversion stark zurückgegangen".
Die Kanzlei entgegnet in ihrem Schreiben, die internen Zahlen von "Word on Fire" zeigten stattdessen, dass sich die Zuschauerzahlen des Kanals im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt hätten – von einem Abonnentenwachstum von 85 Prozent ist die Rede. Sollte Hale die beanstandeten Angaben nicht korrigieren, müsse er mit rechtlichen Schritten rechnen. Hale kommentierte dies mit den Worten: "Bischof Barron ist mittlerweile mehr daran interessiert, seine Statistiken zu verteidigen, als den Papst und die Kirche gegen diese Regierung zu verteidigen."
Beobachter attestieren dem Bischof von Winona-Rochester im US-Bundesstaat Minnesota immer wieder eine Nähe zu US-Präsident Donald Trump. Vor kurzem erst veröffentlichte Barron ein Video-Interview mit US-Vizepräsident JD Vance auf seinen Kanälen. 2024 hatte Barrons "Word on Fire" dem Magazin "Commonweal" zweimal eine Unterlassungserklärung geschickt. Grund dafür war ein Artikel des italienischen Theologen und Kirchenhistorikers Massimo Faggioli, der den Bischof und seine Medienorganisation mit Trump in Verbindung gebracht hatte. (mtr)