Studierendenwohnheim, Bildungscampus und Katholische Akademie: Das Erzbistum Freiburg investiert in der Bistumsstadt aktuell rund 90 Millionen Euro in drei große Bauprojekte im Bildungsbereich. Bildung sei ein Kernbereich kirchlichen Handelns, sagte Erzbischof Stephan Burger. "Bildung ist weit mehr als reines Wissen. Es geht um den ganzen Menschen, um seine Verantwortung und um die großen Sinnfragen unseres Lebens."
Da die Kirchensteuereinnahmen laut Prognosen in den kommenden Jahren zurückgehen, dürfte es künftig deutlich schwieriger werden, solche Großprojekte zu finanzieren, heißt es aus Kirchenkreisen.
Mit 45,6 Millionen Euro aus Kirchensteuermitteln sind der Umbau und die Neugestaltung des Studierendenwohnheims Sankt Alban im Freiburger Osten das größte Projekt. Der Wohnheim-Komplex aus den 1960er Jahren wird zu modernen Studierendenwohnungen umgestaltet, zugleich entsteht ein neues Eltern-Kind-Haus sowie ein Haus für fortgeschrittene Studierende. Zu dem neuen Wohnheimcampus gehört auch die katholische Hochschulgemeinde. Nach Angaben der Planer ist der Bau im Zeitplan und soll bis Ende 2028 fertig sein.
Bildungscampus in der Wiehre
Zweites Großprojekt ist der Neubau des Bildungscampus im Stadtteil Wiehre. In der Nachbarschaft der katholischen Sankt-Ursula-Schule entsteht ein markantes Gebäude, das die katholische Schule für Erwachsene, das Bildungswerk des Erzbistums und weitere kirchliche Initiativen unter einem Dach zusammenführt. In der Schule des Zweiten Bildungswegs können Erwachsene den Realschulabschluss, die Fachhochschulreife oder das Abitur machen.
Der fünfgeschossige Bau öffnet sich mit einem Forum und einem Café zur Stadt. Der energieeffiziente Neubau mit Fassadenbegrünung, Grundwasserkühlung und PV-Anlage soll zum Schuljahr 2028/29 fertig sein.
Barrierefreie Akademie
Mitten im Rohbau steckt drittens die Generalsanierung der Katholischen Akademie Freiburg. Die katholische Akademie ist eine überregional bekanntes Forum für die Debatte über gesellschaftliche, theologische, sozialpolitische, ethische und Umweltfragen. Das markante Gebäude am Fuß des Freiburger Schlossbergs aus den 1970er Jahre wird an die aktuellen Anforderungen zu Energieeffizienz, Brandschutz und Barrierefreiheit angepasst.
Hierfür setzt die Kirche bis Ende 2027 elf Millionen Euro Kirchensteuermittel ein. Auch während des Umbaus laufen die Veranstaltungen weiter - auch in Zusammenarbeit mit der Universität und dem Theater. (KNA)