Der Außenbeauftragte des Vatikans, Erzbischof Paul Richard Gallagher, reist Ende August für vier Tage nach Moskau. Als Gesandter des Papstes werde er vom 25. bis 28. August Gespräche in Russland führen, bestätigte der Generalvikar des Erzbistums Moskau, Kyrill Gorbunow, am Freitag der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Mehr Informationen habe man von der Apostolischen Nuntiatur noch nicht bekommen.
"Dieser Besuch ist für uns ein wichtiges Zeichen der Verbundenheit mit dem Heiligen Vater, Papst Leo XIV., sowie seiner Aufmerksamkeit für die Situation in Russland", so Gorbunow. Das Erzbistum freue sich sehr darauf, Gallagher "erneut als unseren Gast begrüßen zu dürfen". Der vatikanische Außenminister reiste zuletzt im November 2021 nach Moskau. Im April 2025 hatte sich Gallagher im Vatikan mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow getroffen und im Juli die Ukraine besucht. Damals empfing ihn auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in Kiew.
Der Vatikan fordert ein Ende des russisch-ukrainischen Krieges. Besonders Kardinal Matteo Zuppi bemüht sich im Auftrag des Papstes um die Rückkehr von Kriegsgefangenen und nach Russland deportierten ukrainischen Kindern und Jugendlichen. Laut Gorbunow hofft die katholische Kirche in Russland, dass die Erfahrung und das Ansehen des Heiligen Stuhls zu einem "gerechten und dauerhaften Frieden" beitrage. Persönliche Begegnungen seien immer von großer Bedeutung, so der Generalvikar mit Blick auf den anstehenden Moskau-Besuch Gallaghers. (KNA)