Die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) hat am Freitag die neue Arbeitshilfe "Katholische Kirche in Deutschland – Zahlen und Fakten 2025/2026" veröffentlicht. Die Broschüre bietet den Angaben zufolge "mit aktuellen Daten, Schaubildern und persönlichen Zeugnissen einen umfassenden Einblick in das kirchliche Leben und Wirken in Deutschland". Neben den Entwicklungen bei Mitgliederzahlen, pastoralen Diensten und Finanzen zeige sie anhand konkreter Beispiele, wie Kirche in Seelsorge, Bildung, Kultur und Gesellschaft wirke.
Der Vorsitzende der DBK, Bischof Heiner Wilmer, hebt in seinem Vorwort die vielfältige Präsenz der Kirche hervor: "Kirche ist nicht nur dort, wo Gottesdienst gefeiert wird. Sie ist auch dort, wo Menschen begleitet, gestärkt und getröstet werden. Wo soziale Verantwortung übernommen wird, wo Kultur gefördert, Dialog ermöglicht und Hoffnung weitergegeben wird." Wilmer dankt den vielen Haupt- und Ehrenamtlichen in den Gemeinden und den vielen kirchlichen Einrichtungen, "dass sie Kirche vor Ort erfahrbar machen". Die Arbeitshilfe mache mit Zahlen, Daten und Fakten, aber auch mit persönlichen Stimmen deutlich, dass hinter jeder Statistik ein Mensch, Erfahrungen, Hoffnungen und konkrete Wege des Glaubens stünden.
Broschüre mit drei Schwerpunkten
Die Broschüre umfasst laut DBK drei Schwerpunkte, die sich mit katholischen Schulen, mit Erwachsenen auf dem Weg zur Taufe sowie mit dem Thema Synodalität und Hoffnung nach dem Heiligen Jahr 2025 befassen. Sie zeige, wie Kirche inmitten der Gesellschaft Verantwortung übernehme, Menschen auf ihren Glaubenswegen begleite und als Gemeinschaft unterwegs bleibe. Darüber hinaus richte die Arbeitshilfe den Blick auf die Jugendarbeit, Frauen in der Kirche, die Caritas, die Medienarbeit, das Engagement für Geflüchtete, die Gemeinden anderer Sprachen und Riten, die weltweite Solidarität der kirchlichen Hilfswerke sowie den Schutz vor sexualisierter Gewalt und die Aufarbeitung.
Zugleich würden auch die schwierigen Entwicklungen der Kirche in den Blick genommen. "Wir haben weniger Mitglieder, weniger Gottesdienstbesucherinnen und -besucher, weniger pastorales Personal und veränderte finanzielle Möglichkeiten. All dies dürfen und wollen wir nicht beschönigen, denn eine Kirche, die glaubwürdig sein will, muss ehrlich auf ihre Wirklichkeit blicken", so Wilmer. Zugleich erzählten die Zahlen nicht nur von einem Rückgang: "Sie erzählen auch von Einsatz, Verlässlichkeit und großer Verantwortung." Auch wenn sich die Kirche in Deutschland verändere und kleiner werde, bleibe sie beauftragt, das Evangelium zu verkünden und aus dem Evangelium heraus den Menschen zu dienen. (stz)