Zur Ankündigung der Diözesansynode in seinem Bistum hat der Bischof von Oslo, Fredrik Hansen, den besonderen Charakter des Projekts betont. "Eine Diözesansynode ist keine demokratische Versammlung", sagte er vergangene Woche auf der Bistums-Webseite. "Als Bischof bin ich zudem verpflichtet, alles von der Synode auszuschließen, was der kirchlichen Lehre widerspricht oder Zweifel daran sät. Wir sollen nicht über Glauben und Moral entscheiden."
Bei der Synode gehe es vielmehr darum, "dass wir als Ortskirche im Gebet zusammenkommen, gründliche Abwägungen auf der Grundlage umfassender Fakten vornehmen und zu konkreten Plänen und Dokumenten gelangen, die von mir als Bischof vorgelegt und beschlossen werden", so Hansen weiter. Ziel der Synode sei die Erstellung eines Pastoralplans. " Viele unserer verschiedenen Pläne und Richtlinien sind veraltet, und in den letzten Jahren ist so viel geschehen. Es ist daher an der Zeit für einen gründlichen und längerfristigen Dialog, um das Bistum auf das nächste Jahrzehnt vorzubereiten."
Viele Sprachgruppen
Als größte Herausforderung bezeichnete Hansen die vielen verschiedenen Sprachgruppen in der Diözese. Zudem müsse auch das Gemeindeleben in der Fläche berücksichtigt werden. "Es reicht nicht aus, nur zu betrachten, was im Großraum Oslo geschieht. Genauso wichtig ist es, Anregungen aus Tynset, Flekkefjord und Eid einzuholen."
Angehört werden zunächst die Gremien und Organisationen im Bistum. Gläubige haben etwa bei Kirchenkaffees oder durch einen Online-Fragebogen die Möglichkeit, sich zu beteiligen.
Das Bistum Oslo ist eine Diaspora-Diözese. Lediglich 3,5 Prozent der Menschen im Bistumsgebiet sind katholisch, meist handelt es sich dabei um Einwanderer. Hansen steht der Diözese seit 2025 vor. (cph)