"Bringen nicht nur sich selbst in große Gefahr..."

Mann klettert auf Kölner Dom – Metropolitankapitel zeigt ihn an

Mann klettert auf Kölner Dom – Metropolitankapitel zeigt ihn an
Bild: katholisch.de/msp

Erneut ist ein Mann illegal auf den Kölner Dom geklettert. Bereits am 2. August stieg er auf den Südturm von Deutschlands bekanntester Kirche, wie die Polizei der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) am Donnerstag sagte. Nachdem er einen Alarm ausgelöst hatte, umstellten Einsatzkräfte am frühen Morgen die Kathedrale und hielten den 32-Jährigen fest. Sie nahmen seine Personalien auf. Die Polizei ermittelt nun wegen Hausfriedensbruch.

Zuerst hatten Kölner Zeitungen über den Vorfall berichtet. "Kletteraktionen am Kölner Dom sind unverantwortlich", teilte Domsprecher Markus Frädrich der KNA mit. "Diese Kletterer bringen nicht nur sich selbst in große Gefahr. Sie nehmen auch in Kauf, das Bauwerk zu beschädigen oder Passanten im Domumfeld durch abgetretene Steine oder herabfallende Gegenstände (wie Drohnen) zu verletzen." Das Metropolitankapitel zeige Dom-Kletterer konsequent an – auch im aktuellen Fall.

Riskantes Klettern für Soziale Medien

Immer wieder steigen sogenannte Rooftopper ohne Sicherung auf Bauwerke – auch auf den Kölner Dom. Fotos und Videos von den Aktionen veröffentlichen sie in den Sozialen Medien. "Es ist offenkundig, dass der Drang nach Online-Aufmerksamkeit und Klicks Rooftopper zu immer riskanteren und waghalsigeren Kletterpartien antreibt", so Frädrich.

Am Kölner Dom werde jedoch alles getan, um den Zugang zum Domdach zu sichern. "Deshalb kommt es eher selten vor, dass es illegalen Dachkletterern gelingt, sich Zutritt zu verschaffen." Dank der Sicherheitstechnik blieben die Kletteraktionen nicht mehr unentdeckt.

2013 hatten zwei Männer aus Russland geheim den 157 Meter hohen Nordturm des Kölner Doms erklommen. Nachdem sie Fotos veröffentlichten, zeigten die Kirchenverantwortlichen sie wegen Hausfriedensbruchs an. (KNA)