Stellungnahme nach Medienberichten

Bistum Augsburg zu Verius-Fonds: Verluste bereits abgeschrieben

Bistum Augsburg zu Verius-Fonds: Verluste bereits abgeschrieben
Bild: KNA/Julia Steinbrecht

Das Bistum Augsburg hat sich angesichts des Finanzskandals rund um den Verius-Immobilienfonds zu Wort gemeldet. Grund ist, dass nach Recherchen von "Süddeutscher Zeitung", NDR und WDR namhafte Organisationen, darunter die Diözese, durch ihre Anlage viel Geld verloren haben sollen. Die Rede ist von hunderten Millionen Euro. Betroffen sein sollen beispielsweise auch rund 20 Krankenkassen, kassenärztliche Vereinigungen und evangelische Kirchenkreise. Zumeist seien die Investments für die Altersvorsorge getätigt worden.

In einer Stellungnahme gegenüber der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) vom Mittwoch erklärte das Bistum Augsburg: "Die Verluste aus der Verius-Investition sind bereits vollständig abgeschrieben." Eine einzige Anlage, die damals rund ein Prozent des Anlagevolumens der Diözese ausgemacht habe, herauszugreifen, die nicht erfolgreich gewesen sei, während der Gesamterfolg des Portfolios außer Acht bleibe, reiße jedoch Informationen aus ihrem Kontext.

In der Erklärung wird zugleich betont, dass das Bistum mit den von den Kirchensteuerzahlern zur Verfügung gestellten Mitteln grundsätzlich äußerst sorgsam umgehe. Zu dieser Leitlinie habe in Zeiten der Niedrigzinsphase 2020/2021, in der einige Banken für Einlagen sogar Negativzinsen verlangt haben, gehört, auch Wege zu suchen, Kapital durch solche Negativzinsen nicht abschmelzen zu lassen.

Abgestimmt mit Gremien

In Abstimmung mit den zuständigen Gremien sei es damals als erforderlich angesehen worden, neben den weit überwiegenden konservativen Anlagen in kleinem Umfang auch alternative Investments in Betracht zu ziehen, heißt es. Diese seien mit einer höheren Rendite-, aber selbstverständlich eben auch mit einer höheren Risikoerwartung einhergegangen.

Neben der Investition einer "niedrigen siebenstelligen Summe" in den Verius-Fonds wurden damals den Angaben zufolge zwei weitere Sonderinvestments getätigt. Diese haben demnach zum heutigen Stand positive Ergebnisse erbracht. Negative finanzielle Auswirkungen des Einzelinvestments in den Verius-Immobilienfonds seien daher in Relation zum Gesamtportfolio zu betrachten. (KNA)

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