"Meistens gehe ich laufen"

Marathon-Kardinal: Schwere Entscheidung zwischen Laufen und Kapelle

Kardinal Jean-Paul Vesco bei einem Gottesdienst in Rom
Bild: KNA/Alessia Giuliani/CPP

Kardinal Jean-Paul Vesco fällt die allmorgendliche Entscheidung zwischen Laufen und Kapelle manchmal schwer. "Und meistens gehe ich laufen", erzählt der Erzbischof von Algier im Interview mit der Tageszeitung "Messaggero" am Sonntag. Doch bete er ohnehin immer, wenn er laufe. Der gebürtige Franzose ist passionierter Langstreckenläufer. Im März dieses Jahres nahm er als erster Kardinal am Rom-Marathon teil. Für die gut 42 Kilometer benötigte der 64-Jährige rund vier Stunden.

Er laufe seit seiner Kindheit und wolle es noch möglichst lange tun, sagt der Dominikaner. Bewegung beruhige den Geist. Oft seien es genau diese Momente, in denen ein Freiraum entstehe. "Laufen bedeutet, die Weite zu suchen. Und diese Weite ist auf der Erde, aber gleichzeitig eröffnet sie große Weiten im Geist." (KNA)

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