Videospielproduzent Andy Anderson will mit "Gate Zero" das "erste großartige Bibel-Videospiel" auf den Markt bringen und damit die Menschen neugierig auf die Geschichte Jesu machen. Im am Donnerstag veröffentlichten "domradio.de"-Interview sagte er bei der Kölner Messe Gamescom: "Wenn man die Bibel noch nicht liest und glaubt, hoffe ich, dass man neugierig wird, mehr zu erfahren."
Das für Frühjahr 2027 angekündigte Spiel habe einen missionarischen Charakter und wolle den Menschen die Lebensgeschichte Jesu auf unterhaltsame und einladende Weise näherbringen. Man müsse die Menschen dort abholen, wo sie sind, sagt Anderson. Und die spielten eben Videospiele: "Es ist eine größere Branche als Fernsehen, Radio und Kino zusammen. Menschen nutzen mehr Videospiele als jede andere Form der Unterhaltung." So sei das eine Möglichkeit, viele Menschen zu erreichen, denen man sonst vielleicht nicht begegnen würde.
Der leitende Produzent von Templar Media betont, das Entwicklungsteam versuche, historisch sehr genau zu sein, und arbeite mit Historikern und Archäologen zusammen. "Es wird nicht so sehr darum gehen, Bibelstellen auswendig zu lernen oder so etwas. Wenn Jesus zum Beispiel im Spiel spricht, stammt das direkt aus der Bibel, wir verwenden dafür Bibelstellen. Das wird den Leuten sehr im Gedächtnis bleiben", erklärt Anderson. Er glaube, das werde die Spielenden auf einer emotionalen Ebene noch direkter ansprechen, als wenn sie die Bibel lesen.
Die Wahrheit bewahren
"Gate Zero" ist ein Action-Abenteuer, das laut der Internetseite zum Spiel "spannende Kämpfe, fesselnde Erkundungen, eine vom Spieler gesteuerte Handlung und biblische Geschichte miteinander verbindet, auf einer Reise ins Judäa und Galiläa des ersten Jahrhunderts". Doch der Spieler nimmt nicht etwa die Rolle einer historischen Figur ein – im Gegenteil. Als "Max" aus dem Jahr 2072 spielt der Gamer einen jungen Mann aus der Zukunft, der durch eine Zeitmaschine in der Zeit Jesu landet.
Die Geschichte: In Max' Gegenwart kontrolliert das autoritäre Regime UniFi jede Information und manipuliert alles, was seine Version der Wahrheit infrage stellt – darunter auch die Geschichte Jesu. Auf seiner Suche nach einem Weg nach Hause versucht Max, gegen UniFis Falschinformationen die Wahrheit der Geschichte zu bewahren, bevor sie für immer verloren geht. (KNA)