Das Bistum Trier lädt nach 1959, 1996 und 2012 im Jahr 2033 erstmals wieder zu einer Wallfahrt zum Heiligen Rock ein. Das Zeigen des Gewands könne "ein starkes geistliches Ereignis werden und eine positive Kraft für das Leben in unserem Bistum entfalten", erklärte der Trierer Bischof Stephan Ackermann am Sonntag. Die frühzeitige Ankündigung ermögliche eine strukturierte und intensive Vorbereitung der Wallfahrt und eine Gelegenheit zur Selbstvergewisserung für das christliche Leben im Bistum. Anlass für das Zeigen der Reliquie ist den Angaben zufolge das von Papst Leo XIV. für 2033 angekündigte "Heilige Jahr der Erlösung".
Als Heiliger Rock wird ein Gewand bezeichnet, das Jesus auf dem Weg zur Kreuzigung getragen haben soll. Ob es sich bei dem Trierer Tuch, das zu den bedeutendsten Reliquien der katholischen Christenheit gezählt wird, um das Originalgewand handelt, lässt sich nach Bistumsangaben weder mit historischen noch mit naturwissenschaftlichen Methoden nachweisen. Der Überlieferung zufolge brachte Helena, die Mutter des römischen Kaisers Konstantin, die Tunika aus dem Heiligen Land nach Trier. Der Heilige Rock wird in einem Holzschrein aufbewahrt. Seit dem Jahr 1997 gibt es mit den "Heilig-Rock-Tagen" auch das dazugehörige, jährliche Bistumsfest.
Das Bistum steigt nach eigenen Angaben nun in die Beratungen und Planungen für 2033 ein. Bei der 31-tägigen Heilig-Rock-Wallfahrt 2012 kamen mehr als 500.000 Pilgerinnen und Pilger nach Trier. Zum damaligen Programm gehörten unter anderem Gottesdienste, Konzerte, Tanz und Besinnung. (epd)