Keine priesterlichen Dienste im Bistum mehr erlaubt

Priester wegen Nähe zur Piusbruderschaft sanktioniert

Priester wegen Nähe zur Piusbruderschaft sanktioniert
Bild: KNA

Der Bischof von Knoxville hat einem Priester den Dienst in seiner Diözese wegen seiner Unterstützung der Piusbruderschaft untersagt. Bischof Mark Beckman hat dem Priester David Mary Engo alle zuvor erteilten Erlaubnisse entzogen und ihm den öffentlichen priesterlichen Dienst in der Diözese verboten, teilte das Bistum Anfang Oktober mit. "Der Diözese Knoxville sind pastorale Aktivitäten bekannt geworden, die mit der Priesterbruderschaft St. Pius X. (SSPX) in Verbindung stehen und diese unterstützen und die von Rev. David Mary Engo und anderen Laien innerhalb des Diözesangebiets organisiert werden", so die Mitteilung.

Bei dem Geistlichen handelt es sich um den Gründer einer franziskanischen Gemeinschaft diözesanen Rechts des Bistums Fort Wayne-South Bend. In Knoxville war er zuletzt unter anderem als Seelsorger eines Frauenordens eingesetzt. Weitere Details zu dem Vorgang nannte die Diözese nicht. Die Mitteilung betont aber, dass der Bischof von Knoxville zu keiner Zeit irgendwelche Aktivitäten der Piusbruderschaft geduldet, unterstützt oder genehmigt habe. "Die Gläubigen werden daher nachdrücklich aufgefordert, weder an Messen, Sakramentenspendungen, Exerzitien, Konferenzen noch an anderen religiösen Veranstaltungen teilzunehmen, die von Pater David Mary organisiert oder geleitet werden oder im Zusammenhang mit diesem nicht genehmigten Dienst stehen, und weder seine Seelsorge noch die Gründung oder Aufrechterhaltung eines Apostolats der Piusbruderschaft innerhalb der Diözese materiell oder organisatorisch zu unterstützen."

Ähnlicher Fall in St. Paul und Minneapolis

Beckman hatte im vergangenen Jahr verfügt, dass ab dem 1. Januar 2026 in seiner Diözese keine Messen nach dem Messbuch von 1962 mehr gefeiert werden dürfen. Stattdessen soll dort nach dem aktuellen Messbuch auf Latein zelebriert werden "unter Einbeziehung aller traditionellen Elemente, die gemäß den Rubriken zulässig sind". Dies geschehe, "um die Übereinstimmung mit den von der Kirche genehmigten liturgischen Büchern zu gewährleisten und gleichzeitig die Schönheit und Ehrfurcht zu bewahren", die den dort Feiernden am Herzen liegen.

Nicht bekannt ist, ob Engo auch formal der Piusbruderschaft beigetreten ist. Ende September wurde bekannt, dass der Erzbischof von St. Paul und Minneapolis, Bernard Hebda, ein kanonisches Verfahren gegen einen Priester seiner Erzdiözese begonnen hat, der sich der Piusbruderschaft angeschlossen hat. Der Erzbischof informierte die Pfarrei mit einem Brief, dass ihr 2024 geweihter ehemaliger Kaplan nach einer Auszeit der Piusbruderschaft beigetreten sei und davon trotz Ermahnung keinen Abstand nehmen wolle.

Nach der unerlaubten Weihe von vier Bischöfen der Piusbruderschaft im Juli stellte das Glaubensdikasterium die Exkommunikation der neugeweihten Bischöfe und der Weihespender aufgrund eines schismatischen Akts fest. Zugleich erklärte es, dass bereits die Mitgliedschaft in der Gemeinschaft einen schismatischen Akt darstelle. (fxn)

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