Kommt Papst Leo XIV. bald nach Deutschland? Entsprechende Erwartungen hatte das Kirchenoberhaupt bei der "Fliegenden Pressekonferenz" auf der Rückreise von Frankreich nach Rom geweckt. "Das hängt vom Programm des Papstes ab", ordnete Botschafter des Papstes in Deutschland, Erzbischof Hubertus van Megen, die Andeutungen im Interview mit der Mediengruppe Bayern ein. Das Kirchenoberhaupt werde überall eingeladen, es müsse selbst Prioritäten setzen.
Er hoffe aber, "dass in den nächsten Monaten etwas mehr Klarheit entsteht und man weiß, ob ein Besuch relativ schnell möglich sein wird oder ob es noch eine Zeit dauert", erklärte der Apostolische Nuntius. Wenn Leo nach Deutschland käme, wäre das nicht nur gut für die Kirche, sondern für die ganze Gesellschaft. "Man hat in Frankreich gesehen, wie Kirche und Glaube, aber auch der Papst, aufgenommen wurden. Das war für mich eine völlige Überraschung", so der Erzbischof. Er hätte nicht erwartet, dass Hunderttausende Menschen sich auf die Straße begeben, um dem Papst zu begegnen und seine Botschaft zu hören.
Ein Schub in eine gute Richtung
Wenn sich eine Erfahrung wie in Frankreich auch in Deutschland machen ließe, würde das jeden freuen, zeigte sich van Megen überzeugt. "Es wäre ein Schub in eine gute Richtung für uns alle. Seien wir ehrlich: Wir leben in einer komplizierten, schwierigen Zeit. Wenn da jemand wie Papst Leo käme: Er hat den Charakter und die Gabe dazu, uns zu ermutigen und vielleicht auch ein Licht in manchmal dunkle Zeiten zu bringen.
Der Nuntius äußerte sich am Rande der Amtseinführung des neuen Eichstätter Bischofs Christian Würtz. (KNA)