Katholisch.de-Redakteure ziehen persönliche Bilanz

Lang lebe Leipzig!

Lang lebe Leipzig!
Bild: Deutscher Katholikentag

Kardinal Marx und Miss Germany

Auf historischem Boden, im Schatten der bei der friedlichen Revolution in der DDR bekannt gewordenen Nikolaikirche, begrüßte katholisch.de auf dem Katholikentag in Leipzig. Unter dem Leitwort "Im Glauben vereint" präsentierte die Redaktion den Besuchern drei Tage lang das Internetportal sowie interessante Gäste. Unzählige Gespräche mit Nutzern sowie mit Menschen, die katholisch.de bisher nicht kannten, Interviews mit einer bunten Schar von Gesprächspartnern – das Feld reichte von Kardinal Reinhard Marx bis zur amtierenden "Miss Germany" Lena Bröder – und viel Sonnenschein führen nach tollen Tagen zu einem eindeutigen Fazit: Danke, Leipzig! Es hat Spaß gemacht! Steffen Zimmermann

Wie eine Familie

Das Gemeinschaftsgefühl – das war in so gut wie jedem Gespräch auf dem Katholikentag in Leipzig das Thema. Gleich, ob ich mit Helfern, Besuchern oder Mitwirkenden gesprochen habe: Für alle war der empfundene Zusammenhalt, der gemeinsam gelebte Glaube und die gute und fröhliche Atmosphäre eine ganz besondere, erfüllende Erfahrung. Man komme eben mit Gleichgesinnten zusammen und spüre, dass man nicht alleine sei, hieß es dann oft, es sei auf dem Katholikentag eben wie ein Familientreffen. Und oft kommt es später zum großen Wiedersehen: Denn für viele bleibt es nicht bei dem einen Katholiken-, Kirchen- oder Weltjugendtag. Johanna Heckeley

Danke, Leipzig - #kt16

Danke, Leipzig - #kt16

Der 100. Katholikentag in Leipzig ist vorüber. Wofür sind Sie dankbar und was nehmen Sie mit vom Katholikentag? Wir haben nachgefragt und sind begeistert!

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Plötzlich wird es laut

Abends, mitten in Leipzig, auf einer großen Bühne: Kardinal Reinhard Marx steht einer Eucharistiefeier vor. Kurz vor der Wandlung wird es plötzlich laut: "Kein Gott, kein Staat, kein Konkordat", ruft eine Handvoll Demonstranten. Immer wieder kommen solche kleineren Zwischenfälle vor, Protestplakate werden hochgehalten, die Straßenlaternen zugepflastert mit Parolen gegen den Katholikentag. Mal kreativer ("Fürs Mittelalter keine Mittel, Alter!"), mal weniger ("Gott sei Dank gibt's ficken"). Aber die Stimmung in Leipzig wird davon nicht geprägt: Die Leipziger sind interessiert, ein wenig distanziert, aber sie nehmen die Massen der Katholiken doch gut auf. Der Katholikentag in Leipzig findet in einer völlig säkularisierten Umgebung statt: Glaube und kirchliches Engagement sind nicht mehr selbstverständlich. Wir müssen glaubwürdig zeigen, warum und wie unsere Gesellschaft die Kirche braucht. Heute in Leipzig, in zwei Jahren in Münster. Felix Neumann

Linktipp: Katholikentag

Alles Wichtige vom und über den 100. Katholikentag in Leipzig im Überblick.

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Wenn Kirche fetzt

"Kirche in Leipzig, das fetzt total." Dieser spontane Ausspruch eines Gesprächspartners geht mir nicht mehr aus dem Kopf: Hand aufs Herz, liebe Westkatholiken aus den großen Diözesen mit den vielen Gläubigen: Wann haben Sie einen solchen Satz zum letzten Mal gehört? Wann haben Sie zum letzten Mal so über Ihre Kirche gedacht? Bei meinen Gesprächen konnte ich mich eines Eindrucks nicht erwehren: Für die Verzagtheit, die die Kirche gerade in ihrem westdeutschen Stammland bisweilen an den Tag legen, gibt es hier in der Mega-Diaspora kein Verständnis. "Ich habe manchmal den Eindruck, dass die Kirche im Osten schon viel weiter ist. Da ist Dynamik, das ist Drive. Da macht Glauben einfach Spaß", sagt der Gesprächspartner noch. Natürlich mag das nur ein subjektiver Eindruck sein. Doch eins steht fest: Die Zahl der Katholiken in Leipzig wächst. Mein Fazit vom #kt16 lautet daher: Lieber Westen, schaue über den Tellerrand. Lerne vom Osten! Gabriele Höfling