Kardinal Woelki fordert mehr ökumenischen Geist

"Hick-Hack" in der Ökumene

Veröffentlicht am 19.06.2016 um 10:46 Uhr – Lesedauer: 3 MINUTEN
Kardinal Rainer Maria Woelki im Interview
Bild: © KNA
Erzbistum Köln

Köln ‐ Kardinal Woelki fordert von den Kirchen mehr ökumenischen Geist. Uneinigkeit schwäche das Glaubenszeugnis, sagt er und kritisiert unter anderem das "Hick-Hack" um das Panorthodoxe Konzil auf Kreta.

  • Teilen:

"Vieles bei uns Christen läuft nicht ganz rund." Dies schwäche das Glaubenszeugnis. Er verwies darauf, dass sich evangelische und katholische Christen den "Altenberger Dom" für Gottesdienste teilten. Woelki rief die Christen dazu auf, sich mit einer Stimme in den gesellschaftlichen Dialog und vor allem in ethische Fragen einzumischen. Zudem sollten sie - wo immer möglich - gemeinsam das Gotteslob anstimmen. "Als Christen verbindet uns viel mehr miteinander als uns voneinander trennt", sagte der Kardinal.

Das seit fünf Jahrzehnten vorbereitete Konzil der Orthodoxie steht unter dem Leitwort "Er rief sie alle zur Einheit" und soll innerorthodoxe Streitfragen sowie das Verhältnis der orthodoxen Kirche zu Christen anderer Konfession und zur Verantwortung in der heutigen Welt behandeln. Aufgrund von kurzfristigen Absagen von vier der 14 eigenständigen orthodoxen Kirchen - darunter auch das Moskauer Patriarchat - ist aber sein "allorthodoxer" Charakter infrage gestellt. (luk/KNA)

HTML-Elemente (z.B. Videos) sind ausgeblendet. Zum Einblenden der Elemente aktivieren Sie hier die entsprechenden Cookies.