LESEHORE
V: O Gott, komm mir zu Hilfe.
R: Herr, eile, mir zu helfen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.
Hymnus
Du Gott des Lichts, dem Vater gleich,
du Licht, dem unser Licht entspringt,
du ew’ger Tag: hör unser Flehn,
das aus der Nacht zum Himmel dringt.
Entreiße uns der Finsternis
und aller Angst der Erdennacht,
streif ab von uns die Müdigkeit,
die uns zum Guten träge macht.
Du, Christus, bist das Licht der Welt,
der Gott, dem gläubig wir vertraun,
auf den im Dunkel dieser Zeit
wir alle unsre Hoffnung baun.
Aus ganzem Herzen preisen wir
dich, Christus, Herr der Herrlichkeit,
der mit dem Vater und dem Geist
uns liebt in alle Ewigkeit. Amen.
Hymnus
1. Antiphon
Ein einziger Tag in deinem Heiligtum ist besser als tausend andere.
Psalm 84
Wie liebenswert ist deine Wohnung, Herr der Heerscharen! †
Meine Seele verzehrt sich in Sehnsucht ∗
nach dem Tempel des Herrn.
Mein Herz und mein Leib jauchzen ihm zu, ∗
ihm, dem lebendigen Gott.
Auch der Sperling findet ein Haus †
und die Schwalbe ein Nest für ihre Jungen – ∗
deine Altäre, Herr der Heerscharen, mein Gott und mein König.
Wohl denen, die wohnen in deinem Haus, ∗
die dich allezeit loben.
Wohl den Menschen, die Kraft finden in dir, ∗
wenn sie sich zur Wallfahrt rüsten.
Ziehen sie durch das trostlose Tal, †
wird es für sie zum Quellgrund, ∗
und Frühregen hüllt es in Segen.
Sie schreiten dahin mit wachsender Kraft; ∗
dann schauen sie Gott auf dem Zion.
Herr der Heerscharen, höre mein Beten, ∗
vernimm es, Gott Jakobs!
Gott, sieh her auf unsern Schild, ∗
schau auf das Antlitz deines Gesalbten!
Denn ein einziger Tag in den Vorhöfen deines Heiligtums ∗
ist besser als tausend andere.
Lieber an der Schwelle stehen im Haus meines Gottes ∗
als wohnen in den Zelten der Frevler.
Denn Gott der Herr ist Sonne und Schild. ∗
Er schenkt Gnade und Herrlichkeit;
der Herr versagt denen, die rechtschaffen sind, keine Gabe. ∗
Herr der Heerscharen, wohl dem, der dir vertraut!
Ant.
Ein einziger Tag in deinem Heiligtum ist besser als tausend andere.
2. Antiphon
Licht erstrahlt den Gerechten, Freude den Menschen mit redlichem Herzen.
Psalm 97
Der Herr ist König. Die Erde frohlocke! ∗
Freuen sollen sich die vielen Inseln.
Rings um ihn her sind Wolken und Dunkel, ∗
Gerechtigkeit und Recht sind die Stützen seines Throns.
Verzehrendes Feuer läuft vor ihm her ∗
und frisst seine Gegner ringsum.
Seine Blitze erhellen den Erdkreis; ∗
die Erde sieht es und bebt.
Berge schmelzen wie Wachs vor dem Herrn, ∗
vor dem Antlitz des Herrschers aller Welt.
Seine Gerechtigkeit verkünden die Himmel, ∗
seine Herrlichkeit schauen alle Völker.
Alle, die Bildern dienen, werden zuschanden, †
alle, die sich der Götzen rühmen. ∗
Vor ihm werfen sich alle Götter nieder.
Zion hört es und freut sich, ∗
Judas Töchter jubeln, Herr, über deine Gerichte.
Denn du, Herr, bist der Höchste über der ganzen Erde, ∗
hoch erhaben über alle Götter.
Ihr, die ihr den Herrn liebt, hasst das Böse! †
Er behütet das Leben seiner Frommen, ∗
er entreißt sie der Hand der Frevler.
Ein Licht erstrahlt den Gerechten ∗
und Freude den Menschen mit redlichem Herzen.
Ihr Gerechten, freut euch am Herrn ∗
und lobt seinen heiligen Namen!
Ant.
Licht erstrahlt den Gerechten, Freude den Menschen mit redlichem Herzen.
3. Antiphon
Rühmt den Herrn, unsern Gott, werft euch nieder an seinem heiligen Berg.
Psalm 99
Der Herr ist König: Es zittern die Völker. ∗
Er thront auf den Kerubim: Es wankt die Erde.
Groß ist der Herr auf Zion, ∗
über alle Völker erhaben.
Preisen sollen sie deinen großen, majestätischen Namen. ∗
Denn er ist heilig.
Stark ist der König, er liebt das Recht. †
Du hast die Weltordnung fest begründet, ∗
hast Recht und Gerechtigkeit in Jakob geschaffen.
Rühmt den Herrn, unsern Gott; †
werft euch am Schemel seiner Füße nieder! ∗
Denn er ist heilig.
Mose und Aaron sind unter seinen Priestern, †
Samuel unter denen, die seinen Namen anrufen; ∗
sie riefen zum Herrn, und er hat sie erhört.
Aus der Wolkensäule sprach er zu ihnen; †
seine Gebote hielten sie, ∗
die Satzung, die er ihnen gab.
Herr, unser Gott, du hast sie erhört; †
du warst ihnen ein verzeihender Gott, ∗
aber du hast ihre Frevel vergolten.
Rühmt den Herrn, unsern Gott, †
werft euch nieder an seinem heiligen Berge! ∗
Denn heilig ist der Herr, unser Gott.
Ant.
Rühmt den Herrn, unsern Gott, werft euch nieder an seinem heiligen Berg.
Versikel
V: Aus der Wolkensäule sprach er zu ihnen.
R: Und sie bewahrten seine Worte.
Erste Lesung (3,7–4,6)
Die Herrlichkeit des Neuen Bundes strahlt aus von Christus
Wenn schon der Dienst, der zum Tod führt und dessen Buchstaben in Stein gemeißelt waren, so herrlich war, dass die Israeliten das Gesicht des Mose nicht anschauen konnten, weil es eine Herrlichkeit ausstrahlte, die doch vergänglich war, wie sollte da der Dienst des Geistes nicht viel herrlicher sein? Wenn schon der Dienst, der zur Verurteilung führt, herrlich war, so wird der Dienst, der zur Gerechtigkeit führt, noch viel herrlicher sein.
Eigentlich kann von Herrlichkeit in jenem Fall gar nicht die Rede sein, wo das Verherrlichte vor der noch größeren Herrlichkeit verblasst. Wenn nämlich schon das Vergängliche in Herrlichkeit erschien: die Herrlichkeit des Bleibenden wird es überstrahlen.
Weil wir eine solche Hoffnung haben, treten wir mit großem Freimut auf, nicht wie Mose, der über sein Gesicht eine Hülle legte, damit die Israeliten das Verblassen des Glanzes nicht sahen. Doch ihr Denken wurde verhärtet. Bis zum heutigen Tag liegt die gleiche Hülle auf dem Alten Bund, wenn daraus vorgelesen wird, und es bleibt verhüllt, dass er in Christus ein Ende genommen hat. Bis heute liegt die Hülle auf ihrem Herzen, wenn Mose vorgelesen wird. Sobald sich aber einer dem Herrn zuwendet, wird die Hülle entfernt. Der Herr aber ist der Geist, und wo der Geist des Herrn wirkt, da ist Freiheit. Wir alle spiegeln mit enthülltem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn wider und werden so in sein eigenes Bild verwandelt, von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, durch den Geist des Herrn.
Daher erlahmt unser Eifer nicht in dem Dienst, der uns durch Gottes Erbarmen übertragen wurde. Wir haben uns von aller schimpflichen Arglist losgesagt; wir handeln nicht hinterhältig und verfälschen das Wort Gottes nicht, sondern lehren offen die Wahrheit. So empfehlen wir uns vor dem Angesicht Gottes jedem menschlichen Gewissen.
Wenn unser Evangelium dennoch verhüllt ist, ist es nur denen verhüllt, die verloren gehen; denn der Gott dieser Weltzeit hat das Denken der Ungläubigen verblendet. So strahlt ihnen der Glanz der Heilsbotschaft nicht auf, der Botschaft nämlich von der Herrlichkeit Christi, der Gottes Ebenbild ist.
Denn wir verkündigen nicht uns selbst, sondern Christus Jesus als den Herrn, uns aber als eure Knechte um Jesu willen. Gott, der sprach: Aus Finsternis soll Licht aufleuchten!, er ist in unseren Herzen aufgeleuchtet, damit wir erleuchtet werden zur Erkenntnis des göttlichen Glanzes auf dem Antlitz Christi.
Aus dem zweiten Brief an die Korinther.
Zweite Lesung
Hier ist gut sein
Dieses Geheimnis offenbarte Jesus seinen Jüngern auf dem Berg Tabor. Als er unter ihnen weilte, sprach er zu ihnen über das Reich Gottes und sein zweites Kommen in Herrlichkeit. Da sie aber vielleicht nicht sicher genug waren über das, was er ihnen bereits vom Reich verkündigt hatte, gedachte er, sie endlich im Innersten des Herzens zu überzeugen. Um sie aus dem Erlebnis der Gegenwart zum Glauben an das Zukünftige zu führen, gewährte er ihnen auf dem Berg Tabor eine wunderbare göttliche Offenbarung als ein in die Zukunft weisendes Bild des Gottesreiches, ganz als sagte er zu ihnen: Damit in der Zwischenzeit in euch kein Unglaube hochkomme, sage ich euch gleich in der Gegenwart: „Amen, das sage ich euch: Von denen, die hier stehen, werden einige den Tod nicht erleiden, bis sie den Menschensohn in seiner königlichen Macht kommen sehen.“
Um zu zeigen, dass in Christus Wollen und Vermögen übereinstimmen, fügt der Evangelist hinzu: „Jesus nahm Petrus, Jakobus und dessen Bruder Johannes beiseite und führte sie auf einen hohen Berg. Und er wurde vor ihren Augen verwandelt: sein Gesicht leuchtete wie die Sonne, und seine Kleider wurden blendend weiß wie das Licht. Da erschienen plötzlich vor ihren Augen Mose und Elija und redeten mit Jesus.“
Das sind die göttlichen Wunder des heutigen Festes, dies ist das heilbringende Mysterium, das für uns auf dem Berg vollendet wurde: dies die Festfeier und der Lobpreis Christi, der uns heute zusammengeführt hat.
Um in die Tiefe dieses Mysteriums zusammen mit den Auserwählten unter den von Gott mit heiligem Geist erfüllten Jüngern einzudringen, wollen wir die göttliche, heilige Stimme vernehmen, die uns gewissermaßen aus der Höhe, vom Gipfel des Berges her eindringlich mahnend zusammenruft.
Dorthin wollen wir eilen – ich wage es zu sagen: wie Jesus, der uns als Führer vorangeht, hier auf dem Berg und im Himmel. Mit ihm leuchten auch wir, erkennbar für geistererfüllte Augen. Unsere Seele ist erneuert, vergöttlicht und seinem Bild gleichgestaltet. So werden wir immer mehr der göttlichen Natur teilhaftig und für die höheren Dinge bereit gemacht.
Auf den Berg wollen wir voll Zuversicht und Freude eilen und in die lichte Wolke eintreten, wie Mose und Elija, wie Jakobus und Johannes. Wie Petrus lass dich ergreifen von der göttlichen Schau und Erscheinung, lass dich verwandeln durch diese wunderbare Verklärung. Erhebe dich über die Welt, verlass diese Erde, verlass das Fleisch, lass die Schöpfung hinter dir und wende dich dem Schöpfer zu, zu dem Petrus, wie außer sich, spricht: „Herr, es ist gut, dass wir hier sind!“
Gewiss, Petrus, es ist wirklich gut, dass wir hier mit Jesus sind und bleiben und in Ewigkeit immer sein werden. Was wäre besser und beglückender, als bei Gott zu weilen, mit ihm gleichgestaltet und im Licht zu sein? Gewiss würde jeder von uns, hätte er Gott im Herzen und wäre er nach seinem göttlichen Bild verwandelt, voll Freude ausrufen: „Es ist gut, dass wir hier sind!“, wo alles Licht, wo alles Glück ist und Seligkeit und Freude, wo alles im Herzen still, heiter und friedlich ist, wo wir Christus, unseren Gott, schauen. Dort nimmt er Wohnung mit dem Vater , und bei seiner Ankunft spricht er: „Heute ist diesem Haus das Heil geschenkt worden“ ; wo bei Christus alle Schätze der ewigen Güter in Fülle sind; wo die Erstlinge und Bilder aller kommenden Zeiten sich wie in einem Spiegel abzeichnen.
Anastasius vom Sinai († nach 700) – Aus einer Predigt über die Verklärung des Herrn.
Te Deum
Dich, Gott, loben wir, dich, Herr, preisen wir.
Dir, dem ewigen Vater, huldigt das Erdenrund.
Dir rufen die Engel alle,
dir Himmel und Mächte insgesamt,
die Kerubim dir und die Serafim
mit niemals endender Stimme zu:
Heilig, heilig, heilig
der Herr, der Gott der Scharen!
Voll sind Himmel und Erde
von deiner hohen Herrlichkeit.
Dich preist der glorreiche Chor der Apostel;
dich der Propheten lobwürdige Zahl;
dich der Märtyrer leuchtendes Heer;
dich preist über das Erdenrund
die heilige Kirche;
dich, den Vater unermessbarer Majestät;
deinen wahren und einzigen Sohn;
und den Heiligen Fürsprecher Geist.
Du König der Herrlichkeit, Christus.
Du bist des Vaters allewiger Sohn.
Du hast der Jungfrau Schoß nicht verschmäht,
bist Mensch geworden,
den Menschen zu befreien.
Du hast bezwungen des Todes Stachel
und denen, die glauben,
die Reiche der Himmel aufgetan.
Du sitzest zur Rechten Gottes
in deines Vaters Herrlichkeit.
Als Richter, so glauben wir,
kehrst du einst wieder.
Dich bitten wir denn,
komm deinen Dienern zu Hilfe,
die du erlöst mit kostbarem Blut.
In der ewigen Herrlichkeit
zähle uns deinen Heiligen zu.
Rette dein Volk, o Herr, und segne dein Erbe;
und führe sie und erhebe sie bis in Ewigkeit.
An jedem Tag benedeien wir dich
und loben in Ewigkeit deinen Namen,
ja, in der ewigen Ewigkeit.
In Gnaden wollest du, Herr,
an diesem Tag uns ohne Schuld bewahren.
Erbarme dich unser, o Herr, erbarme dich unser.
Lass über uns dein Erbarmen geschehn,
wie wir gehofft auf dich.
Auf dich, o Herr,
habe ich meine Hoffnung gesetzt.
In Ewigkeit werde ich nicht zuschanden.
ABSCHLUSS
V: Singet Lob und Preis.
R: Dank sei Gott, dem Herrn.
LAUDES
V: O Gott, komm mir zu Hilfe.
R: Herr, eile, mir zu helfen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.
Hymnus
Des ew’gen Glanzes Lichtgestalt,
die unsre Hoffnung sehnend sucht,
macht heute der verklärte Herr
den Seinen strahlend offenbar.
Er führt die Jünger auf den Berg
und zeigt sich in der Herrlichkeit:
Sein Leib die Sonne überstrahlt,
und sein Gewand ist weiß wie Schnee.
Und aus der lichten Wolke dringt
des Vaters Stimme, die bezeugt:
„Seht, dies ist mein geliebter Sohn,
auf dem mein Wohlgefallen ruht.“
Herr, führ uns aus der dunklen Welt
zum Lichte, das du selber bist,
und wandle unsern armen Leib
zum Bilde deiner Herrlichkeit.
Gott Vater, dir sei Preis und Ruhm,
dem Sohne, deinem Ebenbild,
dem Geiste, der euch beide eint,
jetzt, immer und in Ewigkeit. Amen.
Hymnus
1. Antiphon
Heute wurde der Herr auf dem Berge verklärt: Sein Antlitz strahlte wie die Sonne, und seine Kleider wurden weiß wie der Schnee.
Psalm 80
Amen! Komm, Herr Jesus! (Offb ,)
Israel, Gottes Weinstock
Du Hirte Israels, höre, ∗
der du Josef weidest wie eine Herde!
Der du auf den Kerubim thronst, erscheine ∗
vor Efraim, Benjamin und Manasse!
Biete deine gewaltige Macht auf ∗
und komm uns zu Hilfe!
Gott, richte uns wieder auf! ∗
Lass dein Angesicht leuchten, dann ist uns geholfen.
Herr, Gott der Heerscharen, wie lange noch zürnst du, ∗
während dein Volk zu dir betet?
Du hast sie gespeist mit Tränenbrot, ∗
sie überreich getränkt mit Tränen.
Du machst uns zum Spielball der Nachbarn, ∗
und unsere Feinde verspotten uns.
Gott der Heerscharen, richte uns wieder auf! ∗
Lass dein Angesicht leuchten, dann ist uns geholfen.
Du hobst in Ägypten einen Weinstock aus, ∗
du hast Völker vertrieben, ihn aber eingepflanzt.
Du schufst ihm weiten Raum; ∗
er hat Wurzeln geschlagen und das ganze Land erfüllt.
Sein Schatten bedeckte die Berge, ∗
seine Zweige die die Zedern Gottes.
Seine Ranken trieb er hin bis zum Meer ∗
und seine Schösslinge bis zum Eufrat.
Warum rissest du seine Mauern ein? ∗
Alle, die des Weges kommen, plündern ihn aus.
Der Eber aus dem Wald wühlt ihn um, ∗
die Tiere des Feldes fressen ihn ab.
Gott der Heerscharen, wende dich uns wieder zu! ∗
Blick vom Himmel herab und sieh auf uns!
Sorge für diesen Weinstock ∗
und für den Garten, den deine Rechte gepflanzt hat.
Die ihn im Feuer verbrannten wie Kehricht, ∗
sie sollen vergehen vor deinem drohenden Angesicht.
Deine Hand schütze den Mann zu deiner Rechten, ∗
den Menschensohn, den du für dich groß und stark gemacht.
Erhalt uns am Leben! ∗
Dann wollen wir deinen Namen anrufen und nicht von dir weichen.
Herr, Gott der Heerscharen, richte uns wieder auf! ∗
Lass dein Angesicht leuchten, dann ist uns geholfen.
Ant.
Heute wurde der Herr auf dem Berge verklärt: Sein Antlitz strahlte wie die Sonne, und seine Kleider wurden weiß wie der Schnee.
2. Antiphon
Heute hat die Stimme des Vaters den Sohn bezeugt. Und Mose und Elija erschienen mit dem Herrn in strahlendem Licht und sprachen über das Ende, dem er entgegenging.
Canticum: Jes 12,1–6
Ich danke dir, Herr. †
Du hast mir gezürnt, doch dein Zorn hat sich gewendet, ∗
und du hast mich getröstet.
Ja, Gott ist meine Rettung; ∗
ihm will ich vertrauen und niemals verzagen.
Denn meine Stärke und mein Lied ist der Herr. ∗
Er ist für mich zum Retter geworden.
Ihr werdet Wasser schöpfen voll Freude ∗
aus den Quellen des Heil+es.
An jenem Tag werdet ihr sagen: ∗
Dankt dem Herrn! Ruft seinen Namen an!
Macht seine Taten unter den Völkern bekannt, ∗
verkündet: Sein Name ist groß und erhaben!
Preist den Herrn, denn herrliche Taten hat er vollbracht; ∗
auf der ganzen Erde soll man es wissen.
Jauchzt und jubelt, ihr Bewohner von Zion, ∗
denn groß ist in eurer Mitte der Heilige Israels.
Ant.
Heute hat die Stimme des Vaters den Sohn bezeugt. Und Mose und Elija erschienen mit dem Herrn in strahlendem Licht und sprachen über das Ende, dem er entgegenging.
3. Antiphon
Mose, der Verkünder des Gesetzes, und Elija, der Prophet, sprachen mit dem Herrn, von göttlichem Licht umstrahlt, auf dem Berg der Verklärung.
Psalm 81
Jubelt Gott zu, er ist unsre Zuflucht; ∗
jauchzt dem Gott Jakobs zu!
Stimmt an den Gesang, schlagt die Pauke, ∗
die liebliche Laute, dazu die Harfe!
Stoßt in die Posaune am Neumond ∗
und zum Vollmond, am Tag unsres Festes!
Denn das ist Satzung für Israel, ∗
Entscheid des Gottes Jakobs.
Das hat er als Gesetz für Josef erlassen, ∗
als Gott gegen Ägypten auszog.
Eine Stimme höre ich, die ich noch nie vernahm: †
Seine Schulter hab’ ich von der Bürde befreit, ∗
seine Hände kamen los vom Lastkorb.
Du riefst in der Not, ∗
und ich riss dich heraus;
ich habe dich aus dem Gewölk des Donners erhört, ∗
an den Wassern von Meríba geprüft.
Höre, mein Volk, ich will dich mahnen! ∗
Israel, wolltest du doch auf mich hören!
Für dich gibt es keinen andern Gott. ∗
Du sollst keinen fremden Gott anbeten.
Ich bin der Herr, dein Gott, †
der dich heraufgeführt hat aus Ägypten. ∗
Tu deinen Mund auf! Ich will ihn füllen.
Doch mein Volk hat nicht auf meine Stimme gehört; ∗
Israel hat mich nicht gewollt.
Da überließ ich sie ihrem verstockten Herzen, ∗
und sie handelten nach ihren eigenen Plänen.
Ach dass doch mein Volk auf mich hörte, ∗
dass Israel gehen wollte auf meinen Wegen!
Wie bald würde ich seine Feinde beugen, ∗
meine Hand gegen seine Bedränger wenden.
Alle, die den Herrn hassen, müssten Israel schmeicheln, ∗
und das sollte für immer so bleiben.
Ich würde es nähren mit bestem Weizen, ∗
und mit Honig aus dem Felsen sättigen.
Ant.
Mose, der Verkünder des Gesetzes, und Elija, der Prophet, sprachen mit dem Herrn, von göttlichem Licht umstrahlt, auf dem Berg der Verklärung.
Kurzlesung
Offb 21,10–11.23
Der Engel entrückte mich in der Verzückung auf einen großen, hohen Berg und zeigte mir die heilige Stadt Jerusalem, wie sie von Gott her aus dem Himmel herabkam. Die Stadt braucht weder Sonne noch Mond, die ihr leuchten. Denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtet sie, und ihre Leuchte ist das Lamm.
Herr, du hast ihn gekrönt mit Herrlichkeit und Ehre. * Halleluja, halleluja. –
V: Du hast ihn eingesetzt als Herrscher über das Werk deiner Hände. * Halleluja, halleluja.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist. –
Benedictus
Und siehe, aus der Wolke rief eine Stimme: Dieser ist mein geliebter Sohn, an ihm habe ich mein Gefallen. Ihn sollt ihr hören!
Gepriesen + sei der Herr, der Gott Israels! ∗
Denn er hat sein Volk besucht und ihm Erlösung geschaffen;
er hat uns einen starken Retter erweckt ∗
im Hause seines Knechtes David.
So hat er verheißen von alters her ∗
durch den Mund seiner heiligen Propheten.
Er hat uns errettet vor unsern Feinden ∗
und aus der Hand aller, die uns hassen;
er hat das Erbarmen mit den Vätern an uns vollendet †
und an seinen heiligen Bund gedacht, ∗
an den Eid, den er unserm Vater Abraham geschworen hat;
er hat uns geschenkt, dass wir, aus Feindeshand befreit, †
ihm furchtlos dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit ∗
vor seinem Angesicht all unsre Tage.
Und du, Kind, wirst Prophet des Höchsten heißen; †
denn du wirst dem Herrn vorangehn ∗
und ihm den Weg bereiten.
Du wirst sein Volk mit der Erfahrung des Heils beschenken ∗
in der Vergebung der Sünden.
Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes ∗
wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe,
um allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen und im Schatten des Todes, ∗
und unsre Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens.
VATER UNSER
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
ABSCHLUSS
V: Der Herr segne uns, er bewahre uns vor Unheil und führe uns zum ewigen Leben.
R: Amen.
TERZ
V: O Gott, komm mir zu Hilfe.
R: Herr, eile, mir zu helfen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.
Hymnus
Komm, Heil’ger Geist vom ew’gen Thron,
eins mit dem Vater und dem Sohn;
durchwirke unsere Seele ganz
mit deiner Gottheit Kraft und Glanz.
Erfüll mit heil’ger Leidenschaft
Geist, Zunge, Sinn und Lebenskraft;
mach stark in uns der Liebe Macht,
dass sie der Brüder Herz entfacht.
Lass gläubig uns den Vater sehn,
sein Ebenbild, den Sohn, verstehn
und dir vertrauen, der uns durchdringt
und uns das Leben Gottes bringt. Amen.
Hymnus
1. Antiphon
Jesus erschien zwischen Mose und Elija, damit ihn Gesetz und Propheten bezeugten.
Psalm 119.65, 65–72
Du hast deinem Knecht Gutes erwiesen, ∗
o Herr, nach deinem Wort.
Lehre mich Erkenntnis und rechtes Urteil! ∗
Ich vertraue auf deine Gebote.
Ehe ich gedemütigt wurde, ging mein Weg in die Irre; ∗
nun aber halte ich mich an deine Verheißung.
Du bist gut und wirkst Gutes. ∗
Lehre mich deine Gesetze!
Stolze verbreiten über mich Lügen, ∗
ich aber halte mich von ganzem Herzen an deine Befehle.
Abgestumpft und satt ist ihr Herz, ∗
ich aber ergötze mich an deiner Weisung.
Dass ich gedemütigt wurde, war für mich gut, ∗
denn so lernte ich deine Gesetze.
Die Weisung deines Mundes ist mir lieb, ∗
mehr als große Mengen von Gold und Silber.
Ant.
Jesus erschien zwischen Mose und Elija, damit ihn Gesetz und Propheten bezeugten.
2. Antiphon
Jesus erschien zwischen Mose und Elija, damit ihn Gesetz und Propheten bezeugten.
Psalm 56, 2–7.9–14
Sei mir gnädig, Gott, denn Menschen stellen mir nach; ∗
meine Feinde bedrängen mich Tag für Tag.
Täglich stellen meine Gegner mir nach; ∗
ja, es sind viele, die mich voll Hochmut bekämpfen.
An dem Tag, da ich mich fürchten muss, ∗
setze ich auf dich mein Vertrauen.
Ich preise Gottes Wort. †
Ich vertraue auf Gott und fürchte mich nicht. ∗
Was können Menschen mir antun?
Sie verdrehen meine Worte den ganzen Tag; ∗
auf mein Verderben geht ihr ganzes Sinnen.
Sie lauern und spähen und beobachten genau meine Schritte; ∗
denn sie trachten mir nach dem Leben.
Mein Elend ist aufgezeichnet bei dir. †
Sammle meine Tränen in einem Krug, ∗
zeichne sie auf in deinem Buch!
Die Feinde weichen zurück an dem Tag, da ich rufe. ∗
Ich habe erkannt: Mir steht Gott zur Seite.
Ich preise Gottes Wort, ∗
ich preise das Wort des Herrn.
Ich vertraue auf Gott und fürchte mich nicht. ∗
Was können Menschen mir antun?
Ich schulde dir die Erfüllung meiner Gelübde, o Gott; ∗
ich will dir Dankopfer weihen.
Denn du hast mein Leben dem Tod entrissen, ∗
meine Füße bewahrt vor dem Fall.
So gehe ich vor Gott meinen Weg ∗
im Licht der Lebenden.
Ant.
Jesus erschien zwischen Mose und Elija, damit ihn Gesetz und Propheten bezeugten.
3. Antiphon
Jesus erschien zwischen Mose und Elija, damit ihn Gesetz und Propheten bezeugten.
Psalm 57, 2–5.7.6.8–12
Sei mir gnädig, o Gott, sei mir gnädig, ∗
denn ich flüchte mich zu dir.
Im Schatten deiner Flügel finde ich Zuflucht, ∗
bis das Unheil vorübergeht.
Ich rufe zu Gott, dem Höchsten, ∗
zu Gott, der mir beisteht.
Er sende mir Hilfe vom Himmel; †
meine Feinde schmähen mich. ∗
Gott sende seine Huld und Treue.
Ich muss mich mitten unter Löwen lagern, ∗
die gierig auf Menschen sind.
Ihre Zähne sind Spieße und Pfeile, ∗
ein scharfes Schwert ihre Zunge.
Sie haben meinen Schritten ein Netz gelegt ∗
und meine Seele gebeugt.
Sie haben mir eine Grube gegraben; ∗
doch fielen sie selbst hinein.
Erheb dich über die Himmel, o Gott! ∗
Deine Herrlichkeit erscheine über der ganzen Erde.
Mein Herz ist bereit, o Gott, †
mein Herz ist bereit, ∗
ich will dir singen und spielen.
Wach auf, meine Seele! †
Wacht auf, Harfe und Saitenspiel! ∗
Ich will das Morgenrot wecken.
Ich will dich vor den Völkern preisen, Herr, ∗
dir vor den Nationen lobsingen.
Denn deine Güte reicht, so weit der Himmel ist, ∗
deine Treue, so weit die Wolken ziehn.
Erheb dich über die Himmel, o Gott; ∗
deine Herrlichkeit erscheine über der ganzen Erde.
Ant.
Jesus erschien zwischen Mose und Elija, damit ihn Gesetz und Propheten bezeugten.
Kurzlesung
Ex 19,9ab
Der Herr sprach zu Mose: Ich werde zu dir in einer dichten Wolke kommen; das Volk soll es hören, wenn ich mit dir rede, damit sie auch an dich immer glauben.
V: Du bist der Schönste von allen Menschen.
Anmut ist ausgegossen über deine Lippen.
SEXT
V: O Gott, komm mir zu Hilfe.
R: Herr, eile, mir zu helfen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.
Hymnus
O Gott, du lenkst mit starker Hand
den wechselvollen Lauf der Welt,
machst, dass den Morgen mildes Licht,
den Mittag voller Glanz erhellt.
Lösch aus die Glut der Leidenschaft
und tilge allen Hass und Streit;
erhalte Geist und Leib gesund,
schenk Frieden uns und Einigkeit.
Du Gott des Lichts, auf dessen Reich
der helle Schein der Sonne weist,
dich loben wir aus Herzensgrund,
Gott Vater, Sohn und Heil’ger Geist. Amen.
Hymnus
1. Antiphon
Jesus Christus, unser Herr, hat uns das Licht des unvergänglichen Lebens gebracht durch das Evangelium.
Psalm 119.65, 65–72
Du hast deinem Knecht Gutes erwiesen, ∗
o Herr, nach deinem Wort.
Lehre mich Erkenntnis und rechtes Urteil! ∗
Ich vertraue auf deine Gebote.
Ehe ich gedemütigt wurde, ging mein Weg in die Irre; ∗
nun aber halte ich mich an deine Verheißung.
Du bist gut und wirkst Gutes. ∗
Lehre mich deine Gesetze!
Stolze verbreiten über mich Lügen, ∗
ich aber halte mich von ganzem Herzen an deine Befehle.
Abgestumpft und satt ist ihr Herz, ∗
ich aber ergötze mich an deiner Weisung.
Dass ich gedemütigt wurde, war für mich gut, ∗
denn so lernte ich deine Gesetze.
Die Weisung deines Mundes ist mir lieb, ∗
mehr als große Mengen von Gold und Silber.
Ant.
Jesus Christus, unser Herr, hat uns das Licht des unvergänglichen Lebens gebracht durch das Evangelium.
2. Antiphon
Jesus Christus, unser Herr, hat uns das Licht des unvergänglichen Lebens gebracht durch das Evangelium.
Psalm 56, 2–7.9–14
Sei mir gnädig, Gott, denn Menschen stellen mir nach; ∗
meine Feinde bedrängen mich Tag für Tag.
Täglich stellen meine Gegner mir nach; ∗
ja, es sind viele, die mich voll Hochmut bekämpfen.
An dem Tag, da ich mich fürchten muss, ∗
setze ich auf dich mein Vertrauen.
Ich preise Gottes Wort. †
Ich vertraue auf Gott und fürchte mich nicht. ∗
Was können Menschen mir antun?
Sie verdrehen meine Worte den ganzen Tag; ∗
auf mein Verderben geht ihr ganzes Sinnen.
Sie lauern und spähen und beobachten genau meine Schritte; ∗
denn sie trachten mir nach dem Leben.
Mein Elend ist aufgezeichnet bei dir. †
Sammle meine Tränen in einem Krug, ∗
zeichne sie auf in deinem Buch!
Die Feinde weichen zurück an dem Tag, da ich rufe. ∗
Ich habe erkannt: Mir steht Gott zur Seite.
Ich preise Gottes Wort, ∗
ich preise das Wort des Herrn.
Ich vertraue auf Gott und fürchte mich nicht. ∗
Was können Menschen mir antun?
Ich schulde dir die Erfüllung meiner Gelübde, o Gott; ∗
ich will dir Dankopfer weihen.
Denn du hast mein Leben dem Tod entrissen, ∗
meine Füße bewahrt vor dem Fall.
So gehe ich vor Gott meinen Weg ∗
im Licht der Lebenden.
Ant.
Jesus Christus, unser Herr, hat uns das Licht des unvergänglichen Lebens gebracht durch das Evangelium.
3. Antiphon
Jesus Christus, unser Herr, hat uns das Licht des unvergänglichen Lebens gebracht durch das Evangelium.
Psalm 57, 2–5.7.6.8–12
Sei mir gnädig, o Gott, sei mir gnädig, ∗
denn ich flüchte mich zu dir.
Im Schatten deiner Flügel finde ich Zuflucht, ∗
bis das Unheil vorübergeht.
Ich rufe zu Gott, dem Höchsten, ∗
zu Gott, der mir beisteht.
Er sende mir Hilfe vom Himmel; †
meine Feinde schmähen mich. ∗
Gott sende seine Huld und Treue.
Ich muss mich mitten unter Löwen lagern, ∗
die gierig auf Menschen sind.
Ihre Zähne sind Spieße und Pfeile, ∗
ein scharfes Schwert ihre Zunge.
Sie haben meinen Schritten ein Netz gelegt ∗
und meine Seele gebeugt.
Sie haben mir eine Grube gegraben; ∗
doch fielen sie selbst hinein.
Erheb dich über die Himmel, o Gott! ∗
Deine Herrlichkeit erscheine über der ganzen Erde.
Mein Herz ist bereit, o Gott, †
mein Herz ist bereit, ∗
ich will dir singen und spielen.
Wach auf, meine Seele! †
Wacht auf, Harfe und Saitenspiel! ∗
Ich will das Morgenrot wecken.
Ich will dich vor den Völkern preisen, Herr, ∗
dir vor den Nationen lobsingen.
Denn deine Güte reicht, so weit der Himmel ist, ∗
deine Treue, so weit die Wolken ziehn.
Erheb dich über die Himmel, o Gott; ∗
deine Herrlichkeit erscheine über der ganzen Erde.
Ant.
Jesus Christus, unser Herr, hat uns das Licht des unvergänglichen Lebens gebracht durch das Evangelium.
Kurzlesung
Ex 33,9.11a
Sobald Mose das Zelt betrat, ließ sich die Wolkensäule herab und blieb am Zelteingang stehen. Dann redete der Herr mit Mose. Der Herr und Mose redeten miteinander Auge in Auge, wie Menschen miteinander reden.
V: Blickt auf zum Herrn, und euer Antlitz wird leuchten.
Ihr braucht nicht zu erröten.
NON
V: O Gott, komm mir zu Hilfe.
R: Herr, eile, mir zu helfen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.
Hymnus
Du starker Gott, der diese Welt
im Innersten zusammenhält,
du Angelpunkt, der unbewegt
den Wandel aller Zeiten trägt.
Geht unser Erdentag zu End’,
schenk Leben, das kein Ende kennt:
Führ uns, dank Jesu Todesleid,
ins Licht der ew’gen Herrlichkeit.
Vollenden wir den Lebenslauf,
nimm uns in deine Liebe auf,
dass unser Herz dich ewig preist,
Gott Vater, Sohn und Heil’ger Geist.
Hymnus
1. Antiphon
Als die Jünger die Stimme aus der Wolke hörten, fielen sie auf ihr Angesicht nieder und fürchteten sich sehr.
Psalm 119.65, 65–72
Du hast deinem Knecht Gutes erwiesen, ∗
o Herr, nach deinem Wort.
Lehre mich Erkenntnis und rechtes Urteil! ∗
Ich vertraue auf deine Gebote.
Ehe ich gedemütigt wurde, ging mein Weg in die Irre; ∗
nun aber halte ich mich an deine Verheißung.
Du bist gut und wirkst Gutes. ∗
Lehre mich deine Gesetze!
Stolze verbreiten über mich Lügen, ∗
ich aber halte mich von ganzem Herzen an deine Befehle.
Abgestumpft und satt ist ihr Herz, ∗
ich aber ergötze mich an deiner Weisung.
Dass ich gedemütigt wurde, war für mich gut, ∗
denn so lernte ich deine Gesetze.
Die Weisung deines Mundes ist mir lieb, ∗
mehr als große Mengen von Gold und Silber.
Ant.
Als die Jünger die Stimme aus der Wolke hörten, fielen sie auf ihr Angesicht nieder und fürchteten sich sehr.
2. Antiphon
Als die Jünger die Stimme aus der Wolke hörten, fielen sie auf ihr Angesicht nieder und fürchteten sich sehr.
Psalm 56, 2–7.9–14
Sei mir gnädig, Gott, denn Menschen stellen mir nach; ∗
meine Feinde bedrängen mich Tag für Tag.
Täglich stellen meine Gegner mir nach; ∗
ja, es sind viele, die mich voll Hochmut bekämpfen.
An dem Tag, da ich mich fürchten muss, ∗
setze ich auf dich mein Vertrauen.
Ich preise Gottes Wort. †
Ich vertraue auf Gott und fürchte mich nicht. ∗
Was können Menschen mir antun?
Sie verdrehen meine Worte den ganzen Tag; ∗
auf mein Verderben geht ihr ganzes Sinnen.
Sie lauern und spähen und beobachten genau meine Schritte; ∗
denn sie trachten mir nach dem Leben.
Mein Elend ist aufgezeichnet bei dir. †
Sammle meine Tränen in einem Krug, ∗
zeichne sie auf in deinem Buch!
Die Feinde weichen zurück an dem Tag, da ich rufe. ∗
Ich habe erkannt: Mir steht Gott zur Seite.
Ich preise Gottes Wort, ∗
ich preise das Wort des Herrn.
Ich vertraue auf Gott und fürchte mich nicht. ∗
Was können Menschen mir antun?
Ich schulde dir die Erfüllung meiner Gelübde, o Gott; ∗
ich will dir Dankopfer weihen.
Denn du hast mein Leben dem Tod entrissen, ∗
meine Füße bewahrt vor dem Fall.
So gehe ich vor Gott meinen Weg ∗
im Licht der Lebenden.
Ant.
Als die Jünger die Stimme aus der Wolke hörten, fielen sie auf ihr Angesicht nieder und fürchteten sich sehr.
3. Antiphon
Als die Jünger die Stimme aus der Wolke hörten, fielen sie auf ihr Angesicht nieder und fürchteten sich sehr.
Psalm 57, 2–5.7.6.8–12
Sei mir gnädig, o Gott, sei mir gnädig, ∗
denn ich flüchte mich zu dir.
Im Schatten deiner Flügel finde ich Zuflucht, ∗
bis das Unheil vorübergeht.
Ich rufe zu Gott, dem Höchsten, ∗
zu Gott, der mir beisteht.
Er sende mir Hilfe vom Himmel; †
meine Feinde schmähen mich. ∗
Gott sende seine Huld und Treue.
Ich muss mich mitten unter Löwen lagern, ∗
die gierig auf Menschen sind.
Ihre Zähne sind Spieße und Pfeile, ∗
ein scharfes Schwert ihre Zunge.
Sie haben meinen Schritten ein Netz gelegt ∗
und meine Seele gebeugt.
Sie haben mir eine Grube gegraben; ∗
doch fielen sie selbst hinein.
Erheb dich über die Himmel, o Gott! ∗
Deine Herrlichkeit erscheine über der ganzen Erde.
Mein Herz ist bereit, o Gott, †
mein Herz ist bereit, ∗
ich will dir singen und spielen.
Wach auf, meine Seele! †
Wacht auf, Harfe und Saitenspiel! ∗
Ich will das Morgenrot wecken.
Ich will dich vor den Völkern preisen, Herr, ∗
dir vor den Nationen lobsingen.
Denn deine Güte reicht, so weit der Himmel ist, ∗
deine Treue, so weit die Wolken ziehn.
Erheb dich über die Himmel, o Gott; ∗
deine Herrlichkeit erscheine über der ganzen Erde.
Ant.
Als die Jünger die Stimme aus der Wolke hörten, fielen sie auf ihr Angesicht nieder und fürchteten sich sehr.
Kurzlesung
2 Kor 3,18
Wir alle spiegeln mit enthülltem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn wider und werden so in sein eigenes Bild verwandelt, von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, durch den Geist des Herrn.
V: Bei dir ist die Quelle des Lebens.
In deinem Lichte schauen wir das Licht.
VESPER
V: O Gott, komm mir zu Hilfe.
R: Herr, eile, mir zu helfen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.
Hymnus
Sieger im Tode,strahlend Verklärter,
dich hat der Vaterheute verherrlicht.
Dort auf dem Bergesprach aus der Wolke
machtvoll die Stimme:„Ihn sollt ihr hören.“
Christus, dich schautenstaunend die Jünger.
Furcht und Entsetzenwarf sie zu Boden.
Jubelnd bekennt dichheute die Kirche:
Herrlicher Sieger,du bist das Leben.
Du schenkst den DeinenKraft auf dem Wege,
führst sie durch Drangsalbis zur Vollendung.
Schenk uns des Geistesmachtvolles Wirken,
lass uns beim Vaterewig dich schauen.
Hymnus
1. Antiphon
Jesus nahm Petrus, Jakobus und Johannes mit sich und führte sie auf einen hohen Berg. Dort wurde er vor ihren Augen verklärt.
Psalm 110, 1–5.7
Er muss herrschen, bis Gott ihm alle Feinde unter die Füße gelegt hat. ( Kor 5,5)
Der Messias, König und Priester
So spricht der Herr zu meinem Herrn: †
Setze dich mir zur Rechten, ∗
und ich lege dir deine Feinde als Schemel unter die Füße.
Vom Zion strecke der Herr das Zepter deiner Macht aus: ∗
„Herrsche inmitten deiner Feinde!“
Dein ist die Herrschaft am Tag deiner Macht, ∗
wenn du erscheinst in heiligem Schmuck;
ich habe dich gezeugt noch vor dem Morgenstern, ∗
wie den Tau in der Frühe.
Der Herr hat geschworen, und nie wird’s ihn reuen: ∗
„Du bist Priester auf ewig nach der Ordnung Melchisedeks.“
Der Herr steht dir zur Seite; ∗
er zerschmettert Könige am Tage seines Zornes.
Er trinkt aus dem Bach am Weg; ∗
so kann er von neuem das Haupt erheben.
Ant.
Jesus nahm Petrus, Jakobus und Johannes mit sich und führte sie auf einen hohen Berg. Dort wurde er vor ihren Augen verklärt.
2. Antiphon
Eine lichte Wolke überschattete sie. Und siehe, aus der Wolke rief eine Stimme: Dieser ist mein geliebter Sohn, an ihm habe ich mein Gefallen.
Psalm 121
Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen: ∗
Woher kommt mir Hilfe?
Meine Hilfe kommt vom Herrn, ∗
der Himmel und Erde gemacht hat.
Er lässt deinen Fuß nicht wanken; ∗
er, der dich behütet, schläft nicht.
Nein, der Hüter Israels ∗
schläft und schlummert nicht.
Der Herr ist dein Hüter, der Herr gibt dir Schatten; ∗
er steht dir zur Seite.
Bei Tag wird dir die Sonne nicht schaden ∗
noch der Mond in der Nacht.
Der Herr behüte dich vor allem Bösen, ∗
er behüte dein Leben.
Der Herr behüte dich, wenn du fortgehst und wiederkommst, ∗
von nun an bis in Ewigkeit.
Ant.
Eine lichte Wolke überschattete sie. Und siehe, aus der Wolke rief eine Stimme: Dieser ist mein geliebter Sohn, an ihm habe ich mein Gefallen.
3. Antiphon
Sagt niemand, was ihr gesehen und gehört habt, bis der Menschensohn von den Toten erstanden ist.
Canticum: vgl. 1°3,16
Er wurde offenbart im Fleisch+e, ∗
gerechtfertigt durch den Geist,
– R Lobet den Herrn, alle Völker. –
geschaut von den Engeln, ∗
verkündet unter den Heiden,
– R Lobet den Herrn, alle Völker. –
geglaubt in der Welt, ∗
aufgenommen in die Herrlichkeit.
R Lobet den Herrn, alle Völker.
Ant.
Sagt niemand, was ihr gesehen und gehört habt, bis der Menschensohn von den Toten erstanden ist.
Kurzlesung
Röm 8,16–17
Der Geist selber bezeugt unserem Geist, dass wir Kinder Gottes sind. Sind wir aber Kinder, dann auch Erben; wir sind Erben Gottes und sind Miterben Christi, wenn wir mit ihm leiden, um mit ihm auch verherrlicht zu werden.
Hoheit und Pracht sind vor seinem Angesicht. * Halleluja, halleluja. –
V: Macht und Glanz in seinem Heiligtum. * Halleluja, halleluja.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist. –
Magnificat
Als die Jünger die Stimme aus der Wolke hörten, fielen sie auf ihr Angesicht nieder und fürchteten sich sehr. Da trat Jesus zu ihnen, fasste sie an und sprach: Steht auf und seid ohne Furcht.
Meine Seele + preist die Größe des Herrn, ∗
und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.
Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. ∗
Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter!
Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, ∗
und sein Name ist heilig.
Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht ∗
über alle, die ihn fürchten.
Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten; ∗
er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind;
er stürzt die Mächtigen vom Thron ∗
und erhöht die Niedrigen.
Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben ∗
und lässt die Reichen leer ausgehn.
Er nimmt sich seines Knechtes Israel an ∗
und denkt an sein Erbarmen,
das er unsern Vätern verheißen hat, ∗
Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.
KOMPLET
V: O Gott, komm mir zu Hilfe.
R: Herr, eile, mir zu helfen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.
SCHULDBEKENNTNIS
V: Der allmächtige Gott erbarme sich unser,
er lasse uns die Sünden nach
und führe uns zum ewigen Leben.
R: Amen.
Hymnus
Bevor des Tages Licht vergeht,
o Herr der Welt, hör dies Gebet:
Behüte uns in dieser Nacht
durch deine große Güt’ und Macht.
Hüllt Schlaf die müden Glieder ein,
lass uns in dir geborgen sein
und mach am Morgen uns bereit
zum Lobe deiner Herrlichkeit.
Dank dir, o Vater, reich an Macht,
der über uns voll Güte wacht
und mit dem Sohn und Heil’gen Geist
des Lebens Fülle uns verheißt. Amen.
Hymnus
1. Antiphon
Mein Leib wird ruhen in Sicherheit.
Psalm 16
Behüte mich, Gott, denn ich vertraue dir. †
Ich sage zum Herrn: „Du bist mein Herr; ∗
mein ganzes Glück bist du allein.“
An den Heiligen im Lande, den Herrlichen, ∗
an ihnen nur hab’ ich mein Gefallen.
Viele Schmerzen leidet, wer fremden Göttern folgt. †
Ich will ihnen nicht opfern, ∗
ich nehme ihre Namen nicht auf meine Lippen.
Du, Herr, gibst mir das Erbe und reichst mir den Becher; ∗
du hältst mein Los in deinen Händen.
Auf schönem Land fiel mir mein Anteil zu. ∗
Ja, mein Erbe gefällt mir gut.
Ich preise den Herrn, der mich beraten hat. ∗
Auch mahnt mich mein Herz in der Nacht.
Ich habe den Herrn beständig vor Augen. ∗
Er steht mir zur Rechten, ich wanke nicht.
Darum freut sich mein Herz und frohlockt meine Seele; ∗
auch mein Leib wird wohnen in Sicherheit.
Denn du gibst mich nicht der Unterwelt preis; ∗
du lässt deinen Frommen das Grab nicht schauen.
Du zeigst mir den Pfad zum Leben. †
Vor deinem Angesicht herrscht Freude in Fülle, ∗
zu deiner Rechten Wonne für alle Zeit.
Ant.
Mein Leib wird ruhen in Sicherheit.
Kurzlesung
1 Thess 5,23
Der Gott des Friedens heilige euch ganz und gar und bewahre euren Geist, eure Seele und euren Leib unversehrt, damit ihr ohne Tadel seid, wenn Jesus Christus, unser Herr, kommt.
Höre, Israel! Jahwe, unser Gott, Jahwe ist einzig. Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit ganzer Kraft. Diese Worte, auf die ich dich heute verpflichte, sollen auf deinem Herzen geschrieben stehen. Du sollst sie deinen Söhnen wiederholen. Du sollst von ihnen reden, wenn du zu Hause sitzt und wenn du auf der Straße gehst, wenn du dich schlafen legst und wenn du aufstehst.
Sie werden sein Angesicht schauen, und sein Name ist auf ihre Stirn geschrieben. Es wird keine Nacht mehr geben, und sie brauchen weder das Licht einer Lampe noch das Licht der Sonne. Denn der Herr, ihr Gott, wird über ihnen leuchten, und sie werden herrschen in alle Ewigkeit.
Herr, auf dich vertraue ich, * in deine Hände lege ich mein Leben. –
V: Lass leuchten über deinem Knecht dein Antlitz, hilf mir in deiner Güte. * In deine Hände lege ich mein Leben.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist. –
Nunc dimittis
Sei unser Heil, o Herr, wenn wir wachen, und unser Schutz, wenn wir schlafen, damit wir wachen mit Christus und ruhen in seinem Frieden.
Nun + lässt du, Herr, deinen Knecht, ∗
wie du gesagt hast, in Frieden scheiden.
Denn meine Augen haben das Heil gesehen, ∗
das du vor allen Völkern bereitet hast,
ein Licht, das die Heiden erleuchtet, ∗
und Herrlichkeit für dein Volk Israel.