Kalenderblatt

Arnulf von Metz

Der Gedenktag des heiligen Arnulf von Metz (um 582-640) fällt praktischerweise mitten in die Biergarten-Saison - nicht umsonst gilt er als Patron der Bierbrauer. Zunächst stieg Arnulf am Hof Theudeberts II. von Austrasien zum Ratgeber und obersten Verwalter auf, war verheiratet und hatte zwei Söhne. 612 trat seine Ehefrau jedoch in ein Kloster ein. Daraufhin empfing Arnulf die Priesterweihe und dachte ebenfalls über einen Klostereintritt nach. Kurz darauf wurde er aber zum Bischof von Metz (siehe Bild) ernannt und behielt seine politischen Ämter bei. Gemeinsam mit Pippin dem Älteren stürzte Arnulf die Königswitwe Brunichild. Spätere heiratete Arnulfs Sohn Ansegisel Pippins Tochter Begga und legte so den Grundstein für die spätere Dynastie der Karolinger. Im 7. Jahrhundert litt Arnulfs Bischofsstadt Metz unter den Folgen mangelnder Wasserhygiene. Der Legende nach habe Arnulf der Bevölkerung daraufhin aus einem gesegneten Bierkessel zu Trinken gegeben – die Krankheitsfälle hätten rapide abgenommen. Auch nach seinem Tod 640 soll auf diesen Heiligen Verlass gewesen sein: Anlässlich der Übertragung seiner Gebeine habe eine feierliche Prozession stattgefunden, die jedoch wegen der sommerlichen Hitze unterbrochen werden musste. Als die durstigen Menschen in den einzigen Gasthof kamen, soll es nur einen Krug Bier gegeben haben. Auf die Fürsprache des heiligen Arnulf habe das Bier jedoch für 5000 Männer samt Frauen und Kinder gereicht.

Bild: © stock.adobe.com/rh2010

Gebet des Tages

Barmherziger Gott.

Du bietest jedem Menschen deine Gnade an.
Auch uns hast du hierher gerufen,
obwohl du weißt, wie wir sind:
sündige Menschen, die ihr Gewissen anklagt,
Menschen mit schwachem Glauben.

Rede uns nun zu Herzen.
Tröste, ermahne und ermutige uns.
Heilige uns in deiner Gnade.

Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Stundenbuch

Tagesliturgie auf einem Blick

Mit freundlicher Genehmigung des Deutschen Liturgischen Instituts

Lesung (Jes 26,7-9.12.16-19)

Deine Toten werden leben. Wacht auf und jubelt, ihr Bewohner des Staubes!

Der Pfad des Gerechten ist Geradheit,
   gerade ist die Bahn des Gerechten, die du ebnest.
Fürwahr, auf dem Pfad deiner Gerichte, HERR,
   haben wir auf dich gehofft.
Deinen Namen anzurufen und deiner zu gedenken,
   ist der Seele Verlangen.

Meine Seele verlangt nach dir in der Nacht,
   auch mein Geist in meinem Innern ist voll Sehnsucht nach dir.
Denn wann immer deine Gerichte die Erde treffen,
   lernten die Bewohner des Erdkreises Gerechtigkeit.

HERR, du wirst uns Frieden schaffen;
denn auch all unsere Taten
   hast du für uns gemacht.

HERR, in der Not haben sie nach dir Ausschau gehalten;
sie schrien in der Bedrängnis, als deine Züchtigung sie traf.
Wie eine Schwangere,
   die kurz davor ist, zu gebären,
   sich windet und schreit in ihren Wehen,
   so waren wir, HERR, vor deinem Angesicht.

Wir waren schwanger und lagen in Wehen,
doch als wir gebaren, war es Wind.
Heil verschaffen wir nicht dem Land
und Erdenbewohner sind keine geboren.

Deine Toten werden leben,
   die Leichen stehen wieder auf.
Wacht auf und jubelt,
   ihr Bewohner des Staubes!
Denn ein Tau von Lichtern ist dein Tau
und die Erde gebiert die Schatten.

Mess-Lektionar 1982 ff. © 2018 staeko.net

Antwortpsalm (Ps 102 (101),13-14.15-16.17-18.19-20.21-22 (R: vgl. 20b))

Kv Der HERR blickt vom Himmel auf die Erde nieder. - Kv

Du, HERR, du thronst für immer und ewig *
und das Gedenken an dich dauert von Geschlecht zu Geschlecht.
Du wirst dich erheben, dich über Zion erbarmen, *
denn es ist Zeit, ihm gnädig zu sein, die Stunde ist da. - (Kv)

An seinen Steinen hängt das Herz deiner Knechte, *
ob seiner Trümmer tragen sie Leid.
Dann fürchten die Völker den Namen des HERRN *
und alle Könige der Erde deine Herrlichkeit. - (Kv)

Der HERR hat Zion dann wieder aufgebaut, *
er ist erschienen in seiner Herrlichkeit.
Er hat sich dem Bittgebet der verlassenen Stadt zugewandt, *
ihre Bittgebete hat er nicht verschmäht. - (Kv)

Dies sei aufgeschrieben für das kommende Geschlecht, *
damit den HERRN lobe das Volk, das noch erschaffen wird.
Denn herabgeschaut hat der HERR aus heiliger Höhe, *
vom Himmel hat er auf die Erde geblickt. - (Kv)

Um das Seufzen der Gefangenen zu hören, *
zu befreien, die dem Tod geweiht sind,
damit sie den Namen des HERRN auf dem Zion verkünden *
und sein Lob in Jerusalem. - Kv

Mess-Lektionar 1982 ff. © 2018 staeko.net

Evangelium (Mt 11,28-30)

Ich bin gütig und von Herzen demütig

In jener Zeit sprach Jesus:
Kommt alle zu mir,
   die ihr mühselig und beladen seid!
Ich will euch erquicken.

Nehmt mein Joch auf euch
   und lernt von mir;
denn ich bin gütig und von Herzen demütig;
und ihr werdet Ruhe finden für eure Seele.
Denn mein Joch ist sanft
   und meine Last ist leicht.

Mess-Lektionar 1982 ff. © 2018 staeko.net

LAUDES

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.

HYMNUS

Öffne meine Augen, Herr,
für die Wunder deiner Liebe.
Mit dem Blinden rufe ich:
Heiland, mache, dass ich sehe.

Öffne, meine Ohren, Herr,
für den Anruf meiner Brüder.
Lass nicht zu, dass sich mein Herz
ihrer großen Not verschließe.

Öffne meine Hände, Herr,
Bettler stehn vor meiner Türe
und erwarten ihren Teil.
Christus, mache, dass ich teile.

PSALMODIE

1. Antiphon

Herrliches sagt man von dir, du Stadt unseres Gottes.

Psalm Ps 87 (86),2-7

Die Gottesstadt, die Mutter aller Völker
Das himmlische Jerusalem aber ist frei, und dieses Jerusalem ist unsere Mutter. (Gal 4,26)

Der Herr liebt seine Gründung auf heiligen Bergen, *
mehr als all seine Stätten in Jakob liebt er die Tore Zions.

Herrliches sagt man von dir, *
du Stadt unsres Gottes.

Leute aus Ägypten und Babel *
zähle ich zu denen, die mich kennen;

auch von Leuten aus dem Philisterland, aus Tyrus und Kusch *
sagt man: Er ist dort geboren.

Doch von Zion wird man sagen: +
Jeder ist dort geboren. *
Er, der Höchste, hat Zion gegründet.

Der Herr schreibt, wenn er die Völker verzeichnet: *
Er ist dort geboren.

Und sie werden beim Reigentanz singen: *
All meine Quellen entspringen in dir.

Antiphon

Herrliches sagt man von dir, du Stadt unseres Gottes.

2. Antiphon

Der Herr kommt mit Macht und mit ihm sein Siegespreis.

Canticum Jes 40,10-17

Gott kommt als der Gute Hirt
Siehe, ich komme bald, und mit mir bringe ich den Lohn. (Offb 22,12)

Seht, Gott der Herr, kommt mit Macht, *
er herrscht mit starkem Arm.

Seht, er bringt seinen Siegespreis mit: *
Alle, die er gewonnen hat, gehen vor ihm her.

Wie ein Hirt führt er seine Herde zur Weide, *
er sammelt sie mit starker Hand.

Die Lämmer trägt er auf dem Arm, *
die Mutterschafe führt er behutsam.

Wer misst das Meer mit der hohlen Hand? *
Wer kann mit der ausgespannten Hand den Himmel vermessen?

Wer misst den Staub der Erde mit einem Scheffel? +
Wer wiegt die Berge mit einer Waage *
und mit Gewichten die Hügel?

Wer bestimmt den Geist des Herrn? *
Wer kann sein Berater sein und ihn unterrichten?

Wen fragt er um Rat, *
und wer vermittelt ihm Einsicht?

Wer kann ihn über die Pfade des Rechts belehren? *
Wer lehrt ihn das Wissen und zeigt ihm den Weg der Erkenntnis?

Seht, die Völker sind wie ein Tropfen am Eimer, +
sie gelten so viel wie ein Stäubchen auf der Waage. *
Ganze Inseln wiegen nicht mehr als ein Sandkorn.

Der Libanon reicht nicht aus für das Brennholz, *
sein Wild genügt nicht für die Opfer.

Alle Völker sind vor Gott wie ein Nichts, *
für ihn sind sie wertlos und nichtig.

Antiphon

Der Herr kommt mit Macht und mit ihm sein Siegespreis.

3. Antiphon

Rühmt den Herrn, unsern Gott; an seinem heiligen Berg werft euch nieder.

Psalm Ps 99 (98),1-9

Heilig ist der Herr, unser Gott
Du, der über den Kerubim thront, hast den bösen Zustand der Erde gewandelt, als du uns ähnlich wurdest. (Athanasius)

Der Herr ist König: Es zittern die Völker. *
Er thront auf den Kerubim: Es wankt die Erde.

Groß ist der Herr auf Zion, *
über alle Völker erhaben.

Preisen sollen sie deinen großen, majestätischen Namen. *
Denn er ist heilig.

Stark ist der König, er liebt das Recht. +
Du hast die Weltordnung fest begründet, *
hast Recht und Gerechtigkeit in Jakob geschaffen.

Rühmt den Herrn, unsern Gott; +
werft euch am Schemel seiner Füße nieder! *
Denn er ist heilig.

Mose und Aaron sind unter seinen Priestern, +
Samuel unter denen, die seinen Namen anrufen; *
sie riefen zum Herrn, und er hat sie erhört.

Aus der Wolkensäule sprach er zu ihnen; +
seine Gebote hielten sie, *
die Satzung, die er ihnen gab.

Herr, unser Gott, du hast sie erhört; +
du warst ihnen ein verzeihender Gott, *
aber du hast ihre Frevel vergolten.

Rühmt den Herrn, unsern Gott, +
werft euch nieder an seinem heiligen Berge! *
Denn heilig ist der Herr, unser Gott.

Antiphon

Rühmt den Herrn, unsern Gott; an seinem heiligen Berg werft euch nieder.

KURZLESUNG 1 Petr 4,10.11c

Dient einander als gute Verwalter der vielfältigen Gnade Gottes, jeder mit der Gabe, die er empfangen hat!
Wer redet, der rede mit den Worten, die Gott ihm gibt; wer dient, der diene aus der Kraft, die Gott verleiht. So wird in allem Gott verherrlicht durch Jesus Christus.

RESPONSORIUM

R Aus ganzem Herzen rufe ich, * erhöre mich und sei mir gnädig. - R
V Herr, deine Weisung will ich befolgen. * Erhöre mich und sei mir gnädig.
Ehre sei dem Vater. - R

Benedictus-Antiphon

Dienet dem Herrn in Heiligkeit, denn er befreit uns aus der Hand unserer Feinde.

Benedictus Lk 1,68-79

Der Messias und sein Vorläufer

Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels! *
Denn er hat sein Volk besucht und ihm Erlösung geschaffen;

er hat uns einen starken Retter erweckt *
im Hause seines Knechtes David.

So hat er verheißen von alters her *
durch den Mund seiner heiligen Propheten.

Er hat uns errettet vor unsern Feinden *
und aus der Hand aller, die uns hassen;

er hat das Erbarmen mit den Vätern an uns vollendet +
und an seinen heiligen Bund gedacht, *
an den Eid, den er unserm Vater Abraham geschworen hat;

er hat uns geschenkt, dass wir, aus Feindeshand befreit, +
ihm furchtlos dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit *
vor seinem Angesicht all unsre Tage.

Und du, Kind, wirst Prophet des Höchsten heißen; +
denn du wirst dem Herrn vorangehn *
und ihm den Weg bereiten.

Du wirst sein Volk mit der Erfahrung des Heils beschenken *
in der Vergebung der Sünden.

Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes *
wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe,

um allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen und im Schatten des Todes, *
und unsre Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist.

Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Benedictus-Antiphon

Dienet dem Herrn in Heiligkeit, denn er befreit uns aus der Hand unserer Feinde.

FÜRBITTEN

Gepriesen sei Gott, der allmächtige Vater, der allezeit für uns sorgt. Zu ihm lasst uns beten:

R Dir sei Ehre in Ewigkeit.

Gott, du hast uns Menschen wunderbar geschaffen und noch wunderbarer erneuert;
- gib, dass wir dir allezeit danken.

Du hast uns zum Beginn dieses neuen Tages geführt;
- gib, dass wir über all unserem Tun dich nicht vergessen.

Reinige unser Herz von jedem bösen Verlangen;
- mach uns bereit, heute in allem deinen Willen zu tun.

Öffne unsere Augen für die Not der Mitmenschen
- und lass sie unsere Hilfe erfahren.

(Bitten in besonderen Anliegen)

Hier können Bitten in besonderen Anliegen eingefügt werden.

ÜBERLEITUNG ZUM VATER UNSER

Herr, erbarme dich (unser).
Christus, erbarme dich (unser).
Herr, erbarme dich (unser).

VATER UNSER

Vater unser im Himmel,
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.

Unmittelbar anschließend an die letzte Bitte des Vaterunsers:

Oration

Allmächtiger Gott, erleuchte die Völker, die im Schatten des Todes sitzen, mit dem Licht jener Herrlichkeit, mit der uns der Aufgang aus der Höhe heimgesucht hat, Jesus Christus, unser Herr. Der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

R:Amen.

ABSCHLUSS

Wenn ein Priester oder ein Diakon der Feier vorsteht, grüßt und segnet er die Gemeinde mit folgenden Worten:

Der Herr sei mit euch.
R:Und mit deinem Geiste.
Es segne euch der allmächtige Gott, + der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
R:Amen.

Wenn die Gemeinde zu entlassen ist, geschieht dies mit folgenden Worten:

Gehet hin in Frieden.
R:Dank sei Gott, dem Herrn.

Wenn kein Priester oder Diakon der Feier vorsteht, und beim Gebet des einzelnen, erfolgt keine Entlassung. In diesem Falle lautet der Schlusssegen:

Der Herr segne uns,
er bewahre uns vor Unheil
und führe uns zum ewigen Leben.
R:Amen.

TERZ

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater. Wie im Anfang. Halleluja.

HYMNUS

Komm, Heil’ger Geist, vom ew’gen Thron,
eins mit dem Vater und dem Sohn;
durchwirke unsre Seele ganz
mit deiner Gottheit Kraft und Glanz.

Erfüll mit heil’ger Leidenschaft
Geist, Zunge, Sinn und Lebenskraft;
mach stark in uns der Liebe Macht,
dass sie der Brüder Herz entfacht.

Lass gläubig uns den Vater sehn,
sein Ebenbild, den Sohn, verstehn
und dir vertraun, der uns durchdringt
und uns das Leben Gottes bringt. Amen.

PSALMODIE

1. Antiphon

Herr, stütze mich, wie du es verheißen hast, damit ich lebe.

Psalm Ps 119,113-120

Freude an Gottes Weisung
Die Liebe zu Gott besteht darin, dass wir seine Gebote halten. (1 Joh 5,3)

I

Zwiespältige Menschen sind mir von Grund auf verhasst, *
doch dein Gesetz ist mir lieb.

Du bist mein Schutz und mein Schild, *
ich warte auf dein Wort.

Weicht zurück von mir, ihr Bösen! *
Ich will die Gebote meines Gottes befolgen.

Stütze mich, damit ich lebe, wie du es verheißen hast. *
Lass mich in meiner Hoffnung nicht scheitern!

Gib mir Halt, dann finde ich Rettung; *
immer will ich auf deine Gesetze schauen.

Alle, die sich von deinen Gesetzen entfernen, verwirfst du; *
denn ihr Sinnen und Trachten ist Lüge.

Alle Frevler im Land sind für dich wie Schlacken, *
darum liebe ich, was du gebietest.

Aus Ehrfurcht vor dir erschauert mein Leib, *
vor deinen Urteilen empfinde ich heilige Scheu.

Antiphon

Herr, stütze mich, wie du es verheißen hast, damit ich lebe.

2. Antiphon

Hilf uns, du Gott unseres Heils. Vergib uns die Sünden.

II

Gott, die Heiden sind eingedrungen in dein Erbe, +
sie haben deinen heiligen Tempel entweiht *
und Jerusalem in Trümmer gelegt.

Die Leichen deiner Knechte haben sie zum Fraß gegeben den Vögeln des Himmels, *
die Leiber deiner Frommen den Tieren des Feldes.

Ihr Blut haben sie wie Wasser vergossen rings um Jerusalem, *
und keiner hat sie begraben.

Zum Schimpf sind wir geworden in den Augen der Nachbarn, *
zu Spott und Hohn bei allen, die rings um uns wohnen.

Wie lange noch, Herr? Willst du auf ewig zürnen? *
Wie lange noch wird dein Eifer lodern wie Feuer?

Rechne uns die Schuld der Vorfahren nicht an! +
Mit deinem Erbarmen komm uns eilends entgegen! *
Denn wir sind sehr erniedrigt.

Um der Ehre deines Namens willen hilf uns, du Gott unsres Heils! *
Um deines Namens willen reiß uns heraus und vergib uns die Sünden!
 
Warum dürfen die Heiden sagen: *
«Wo ist nun ihr Gott?»
 
Lass kund werden an den Heiden vor unsern Augen, *
wie du das vergossene Blut deiner Knechte vergiltst.
 
Das Stöhnen der Gefangenen dringe zu dir. *
Befrei die Todgeweihten durch die Kraft deines Armes!
 
Wir, dein Volk, die Schafe deiner Weide, +
wollen dir ewig danken, *
deinen Ruhm verkünden von Geschlecht zu Geschlecht.

Antiphon

Hilf uns, du Gott unseres Heils. Vergib uns die Sünden.

3. Antiphon

Gott der Scharen, blicke vom Himmel herab. Komm und sorge für deinen Weinstock.

III

Du Hirte Israels, höre, *
der du Josef weidest wie eine Herde!

Der du auf den Kerubim thronst, erscheine *
vor Efraim, Benjamin und Manasse!

Biete deine gewaltige Macht auf *
und komm uns zu Hilfe!

Gott, richte uns wieder auf! *
Lass dein Angesicht leuchten, dann ist uns geholfen.

Herr, Gott der Heerscharen, wie lange noch zürnst du, *
während dein Volk zu dir betet?

Du hast sie gespeist mit Tränenbrot, *
sie überreich getränkt mit Tränen.

Du machst uns zum Spielball der Nachbarn, *
und unsere Feinde verspotten uns.

Gott der Heerscharen, richte uns wieder auf! *
Lass dein Angesicht leuchten, dann ist uns geholfen.

Du hobst in Ägypten einen Weinstock aus, *
du hast Völker vertrieben, ihn aber eingepflanzt.

Du schufst ihm weiten Raum; *
er hat Wurzeln geschlagen und das ganze Land erfüllt.

Sein Schatten bedeckte die Berge, *
seine Zweige die Zedern Gottes.

Seine Ranken trieb er hin bis zum Meer *
und seine Schößlinge bis zum Eufrat.

Warum rissest du seine Mauern ein? *
Alle, die des Weges kommen, plündern ihn aus.

Der Eber aus dem Wald wühlt ihn um, *
die Tiere des Feldes fressen ihn ab.

Gott der Heerscharen, wende dich uns wieder zu! *
Blick vom Himmel herab, und sieh auf uns!

Sorge für diesen Weinstock *
und für den Garten, den deine Rechte gepflanzt hat.

Die ihn im Feuer verbrannten wie Kehricht, *
sie sollen vergehen vor deinem drohenden Angesicht.

Deine Hand schütze den Mann zu deiner Rechten, *
den Menschensohn, den du für dich groß und stark gemacht.

Erhalt uns am Leben! *
Dann wollen wir deinen Namen anrufen und nicht von dir weichen.

Herr, Gott der Heerscharen, richte uns wieder auf! *
Lass dein Angesicht leuchten, dann ist uns geholfen.

Antiphon

Gott der Scharen, blicke vom Himmel herab. Komm und sorge für deinen Weinstock.

KURZLESUNG Weish 19,22

In allem hast du, Herr, dein Volk groß gemacht und verherrlicht; du hast es nicht im Stich gelassen, sondern bist ihm immer und überall beigestanden.

RESPONSORIUM

V Du allein bist der Gott, der Wunder vollbringt.
R Du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

Oration

Herr und Gott, um die dritte Stunde hast du den betenden Aposteln den Heiligen Geist geschenkt. Mache auch uns zu einer Wohnstatt deines Geistes. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

ABSCHLUSS

V:Singet Lob und Preis.
R:Dank sei Gott, dem Herrn.

SEXT

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater. Wie im Anfang. Halleluja.

HYMNUS

O Gott, du lenkst mit starker Hand
den wechselvollen Lauf der Welt,
machst, dass den Morgen mildes Licht,
den Mittag voller Glanz erhellt.

Lösch aus die Glut der Leidenschaft
und tilge allen Hass und Streit;
erhalte Geist und Leib gesund,
schenk Frieden uns und Einigkeit.

Du Gott des Lichts, auf dessen Reich
der helle Schein der Sonne weist,
dich loben wir aus Herzensgrund,
Gott Vater, Sohn und Heil`ger Geist. Amen.

PSALMODIE

1. Antiphon

Herr, stütze mich, wie du es verheißen hast, damit ich lebe.

Psalm Ps 119,113-120

Freude an Gottes Weisung
Die Liebe zu Gott besteht darin, dass wir seine Gebote halten. (1 Joh 5,3)

I

Zwiespältige Menschen sind mir von Grund auf verhasst, *
doch dein Gesetz ist mir lieb.

Du bist mein Schutz und mein Schild, *
ich warte auf dein Wort.

Weicht zurück von mir, ihr Bösen! *
Ich will die Gebote meines Gottes befolgen.

Stütze mich, damit ich lebe, wie du es verheißen hast. *
Lass mich in meiner Hoffnung nicht scheitern!

Gib mir Halt, dann finde ich Rettung; *
immer will ich auf deine Gesetze schauen.

Alle, die sich von deinen Gesetzen entfernen, verwirfst du; *
denn ihr Sinnen und Trachten ist Lüge.

Alle Frevler im Land sind für dich wie Schlacken, *
darum liebe ich, was du gebietest.

Aus Ehrfurcht vor dir erschauert mein Leib, *
vor deinen Urteilen empfinde ich heilige Scheu.

Antiphon

Herr, stütze mich, wie du es verheißen hast, damit ich lebe.

2. Antiphon

Hilf uns, du Gott unseres Heils. Vergib uns die Sünden.

II

Gott, die Heiden sind eingedrungen in dein Erbe, +
sie haben deinen heiligen Tempel entweiht *
und Jerusalem in Trümmer gelegt.

Die Leichen deiner Knechte haben sie zum Fraß gegeben den Vögeln des Himmels, *
die Leiber deiner Frommen den Tieren des Feldes.

Ihr Blut haben sie wie Wasser vergossen rings um Jerusalem, *
und keiner hat sie begraben.

Zum Schimpf sind wir geworden in den Augen der Nachbarn, *
zu Spott und Hohn bei allen, die rings um uns wohnen.

Wie lange noch, Herr? Willst du auf ewig zürnen? *
Wie lange noch wird dein Eifer lodern wie Feuer?

Rechne uns die Schuld der Vorfahren nicht an! +
Mit deinem Erbarmen komm uns eilends entgegen! *
Denn wir sind sehr erniedrigt.

Um der Ehre deines Namens willen hilf uns, du Gott unsres Heils! *
Um deines Namens willen reiß uns heraus und vergib uns die Sünden!
 
Warum dürfen die Heiden sagen: *
«Wo ist nun ihr Gott?»
 
Lass kund werden an den Heiden vor unsern Augen, *
wie du das vergossene Blut deiner Knechte vergiltst.
 
Das Stöhnen der Gefangenen dringe zu dir. *
Befrei die Todgeweihten durch die Kraft deines Armes!
 
Wir, dein Volk, die Schafe deiner Weide, +
wollen dir ewig danken, *
deinen Ruhm verkünden von Geschlecht zu Geschlecht.

Antiphon

Hilf uns, du Gott unseres Heils. Vergib uns die Sünden.

3. Antiphon

Gott der Scharen, blicke vom Himmel herab. Komm und sorge für deinen Weinstock.

III

Du Hirte Israels, höre, *
der du Josef weidest wie eine Herde!

Der du auf den Kerubim thronst, erscheine *
vor Efraim, Benjamin und Manasse!

Biete deine gewaltige Macht auf *
und komm uns zu Hilfe!

Gott, richte uns wieder auf! *
Lass dein Angesicht leuchten, dann ist uns geholfen.

Herr, Gott der Heerscharen, wie lange noch zürnst du, *
während dein Volk zu dir betet?

Du hast sie gespeist mit Tränenbrot, *
sie überreich getränkt mit Tränen.

Du machst uns zum Spielball der Nachbarn, *
und unsere Feinde verspotten uns.

Gott der Heerscharen, richte uns wieder auf! *
Lass dein Angesicht leuchten, dann ist uns geholfen.

Du hobst in Ägypten einen Weinstock aus, *
du hast Völker vertrieben, ihn aber eingepflanzt.

Du schufst ihm weiten Raum; *
er hat Wurzeln geschlagen und das ganze Land erfüllt.

Sein Schatten bedeckte die Berge, *
seine Zweige die Zedern Gottes.

Seine Ranken trieb er hin bis zum Meer *
und seine Schößlinge bis zum Eufrat.

Warum rissest du seine Mauern ein? *
Alle, die des Weges kommen, plündern ihn aus.

Der Eber aus dem Wald wühlt ihn um, *
die Tiere des Feldes fressen ihn ab.

Gott der Heerscharen, wende dich uns wieder zu! *
Blick vom Himmel herab, und sieh auf uns!

Sorge für diesen Weinstock *
und für den Garten, den deine Rechte gepflanzt hat.

Die ihn im Feuer verbrannten wie Kehricht, *
sie sollen vergehen vor deinem drohenden Angesicht.

Deine Hand schütze den Mann zu deiner Rechten, *
den Menschensohn, den du für dich groß und stark gemacht.

Erhalt uns am Leben! *
Dann wollen wir deinen Namen anrufen und nicht von dir weichen.

Herr, Gott der Heerscharen, richte uns wieder auf! *
Lass dein Angesicht leuchten, dann ist uns geholfen.

Antiphon

Gott der Scharen, blicke vom Himmel herab. Komm und sorge für deinen Weinstock.

KURZLESUNG Dtn 4,7

Welche große Nation hätte Götter, die ihr so nah sind, wie Jahwe, unser Gott, uns nah ist, wo immer wir ihn anrufen?

RESPONSORIUM

V Nahe ist der Herr allen, die zu ihm rufen.
R Er erhört ihr Schreien und rettet sie.

Oration

Allmächtiger, ewiger Gott, bei dir gibt es keine Finsternis, denn du wohnst im Licht. Sende einen Strahl deines Lichtes in unser Herz, damit wir den Sinn deiner Gebote erkennen und bereitwillig deine Wege gehen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

ABSCHLUSS

V:Singet Lob und Preis.
R:Dank sei Gott, dem Herrn.

NON

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater. Wie im Anfang. Halleluja.

HYMNUS

Du starker Gott, der diese Welt
im Innersten zusammenhält,
du Angelpunkt, der unbewegt
den Wandel aller Zeiten trägt.

Geht unser Erdentag zu End’,
schenk Leben, das kein Ende kennt:
führ uns, dank Jesu Todesleid,
ins Licht der ew’gen Herrlichkeit.

Vollenden wir den Lebenslauf,
nimm uns in deine Liebe auf,
dass unser Herz dich ewig preist,
Gott Vater, Sohn und Heil`ger Geist. Amen.

PSALMODIE

1. Antiphon

Herr, stütze mich, wie du es verheißen hast, damit ich lebe.

Psalm Ps 119,113-120

Freude an Gottes Weisung
Die Liebe zu Gott besteht darin, dass wir seine Gebote halten. (1 Joh 5,3)

I

Zwiespältige Menschen sind mir von Grund auf verhasst, *
doch dein Gesetz ist mir lieb.

Du bist mein Schutz und mein Schild, *
ich warte auf dein Wort.

Weicht zurück von mir, ihr Bösen! *
Ich will die Gebote meines Gottes befolgen.

Stütze mich, damit ich lebe, wie du es verheißen hast. *
Lass mich in meiner Hoffnung nicht scheitern!

Gib mir Halt, dann finde ich Rettung; *
immer will ich auf deine Gesetze schauen.

Alle, die sich von deinen Gesetzen entfernen, verwirfst du; *
denn ihr Sinnen und Trachten ist Lüge.

Alle Frevler im Land sind für dich wie Schlacken, *
darum liebe ich, was du gebietest.

Aus Ehrfurcht vor dir erschauert mein Leib, *
vor deinen Urteilen empfinde ich heilige Scheu.

Antiphon

Herr, stütze mich, wie du es verheißen hast, damit ich lebe.

2. Antiphon

Hilf uns, du Gott unseres Heils. Vergib uns die Sünden.

II

Gott, die Heiden sind eingedrungen in dein Erbe, +
sie haben deinen heiligen Tempel entweiht *
und Jerusalem in Trümmer gelegt.

Die Leichen deiner Knechte haben sie zum Fraß gegeben den Vögeln des Himmels, *
die Leiber deiner Frommen den Tieren des Feldes.

Ihr Blut haben sie wie Wasser vergossen rings um Jerusalem, *
und keiner hat sie begraben.

Zum Schimpf sind wir geworden in den Augen der Nachbarn, *
zu Spott und Hohn bei allen, die rings um uns wohnen.

Wie lange noch, Herr? Willst du auf ewig zürnen? *
Wie lange noch wird dein Eifer lodern wie Feuer?

Rechne uns die Schuld der Vorfahren nicht an! +
Mit deinem Erbarmen komm uns eilends entgegen! *
Denn wir sind sehr erniedrigt.

Um der Ehre deines Namens willen hilf uns, du Gott unsres Heils! *
Um deines Namens willen reiß uns heraus und vergib uns die Sünden!
 
Warum dürfen die Heiden sagen: *
«Wo ist nun ihr Gott?»
 
Lass kund werden an den Heiden vor unsern Augen, *
wie du das vergossene Blut deiner Knechte vergiltst.
 
Das Stöhnen der Gefangenen dringe zu dir. *
Befrei die Todgeweihten durch die Kraft deines Armes!
 
Wir, dein Volk, die Schafe deiner Weide, +
wollen dir ewig danken, *
deinen Ruhm verkünden von Geschlecht zu Geschlecht.

Antiphon

Hilf uns, du Gott unseres Heils. Vergib uns die Sünden.

3. Antiphon

Gott der Scharen, blicke vom Himmel herab. Komm und sorge für deinen Weinstock.

III

Du Hirte Israels, höre, *
der du Josef weidest wie eine Herde!

Der du auf den Kerubim thronst, erscheine *
vor Efraim, Benjamin und Manasse!

Biete deine gewaltige Macht auf *
und komm uns zu Hilfe!

Gott, richte uns wieder auf! *
Lass dein Angesicht leuchten, dann ist uns geholfen.

Herr, Gott der Heerscharen, wie lange noch zürnst du, *
während dein Volk zu dir betet?

Du hast sie gespeist mit Tränenbrot, *
sie überreich getränkt mit Tränen.

Du machst uns zum Spielball der Nachbarn, *
und unsere Feinde verspotten uns.

Gott der Heerscharen, richte uns wieder auf! *
Lass dein Angesicht leuchten, dann ist uns geholfen.

Du hobst in Ägypten einen Weinstock aus, *
du hast Völker vertrieben, ihn aber eingepflanzt.

Du schufst ihm weiten Raum; *
er hat Wurzeln geschlagen und das ganze Land erfüllt.

Sein Schatten bedeckte die Berge, *
seine Zweige die Zedern Gottes.

Seine Ranken trieb er hin bis zum Meer *
und seine Schößlinge bis zum Eufrat.

Warum rissest du seine Mauern ein? *
Alle, die des Weges kommen, plündern ihn aus.

Der Eber aus dem Wald wühlt ihn um, *
die Tiere des Feldes fressen ihn ab.

Gott der Heerscharen, wende dich uns wieder zu! *
Blick vom Himmel herab, und sieh auf uns!

Sorge für diesen Weinstock *
und für den Garten, den deine Rechte gepflanzt hat.

Die ihn im Feuer verbrannten wie Kehricht, *
sie sollen vergehen vor deinem drohenden Angesicht.

Deine Hand schütze den Mann zu deiner Rechten, *
den Menschensohn, den du für dich groß und stark gemacht.

Erhalt uns am Leben! *
Dann wollen wir deinen Namen anrufen und nicht von dir weichen.

Herr, Gott der Heerscharen, richte uns wieder auf! *
Lass dein Angesicht leuchten, dann ist uns geholfen.

Antiphon

Gott der Scharen, blicke vom Himmel herab. Komm und sorge für deinen Weinstock.

KURZLESUNG Est 10,3f

Mein Volk, das sind die Israeliten; sie haben zu Gott geschrien und sind gerettet worden. Der Herr hat sein Volk gerettet, der Herr hat uns von allen diesen Heiden erlöst. Gott hat große Zeichen und Wunder getan, wie sie unter den Völkern noch nie geschehen sind.

RESPONSORIUM

V Ich danke dir, du hast mich erhört.
R Herr, du bist mein Retter.

Oration

Herr, gib uns die Kraft, dem Leidensmut deines eingeborenen Sohnes zu folgen und die Widrigkeiten des Lebens in Geduld zu ertragen. Darum bitten wir durch ihn, Christus, unseren Herrn.

ABSCHLUSS

V:Singet Lob und Preis.
R:Dank sei Gott, dem Herrn.

VESPER

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.

HYMNUS

Dir gebührt unser Lob,
dir unser rühmendes Lied!
Dir, o Gott, sei Ehre und Ruhm:
dem Vater und dem Sohne
und dem Heiligen Geiste,
jetzt und immer und in Ewigkeit. Amen.

PSALMODIE

Dein heiliges Volk soll jubeln, Herr, und dir huldigen in deinem Tempel.

1. Antiphon

Psalm Ps 132 (131),1-10

Die Erwählung Davids und des Zion
Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vaters David geben. (Lk 1,32)

O Herr, denk an David, *
denk an all seine Mühen,

wie er dem Herrn geschworen, *
dem starken Gott Jakobs gelobt hat:

"Nicht will ich mein Zelt betreten *
noch mich zur Ruhe betten,

nicht Schlaf den Augen gönnen *
noch Schlummer den Lidern,

bis ich eine Stätte finde für den Herrn, *
eine Wohnung für den starken Gott Jakobs."

Wir hörten von seiner Lade in Efrata, *
fanden sie im Gefilde von Jáar.

"Lasst uns hingehen zu seiner Wohnung *
und niederfallen vor dem Schemel seiner Füße!"

"Erheb dich, Herr, komm an den Ort deiner Ruhe, *
du und deine machtvolle Lade!"

Deine Priester sollen sich bekleiden mit Gerechtigkeit, *
und deine Frommen sollen jubeln.

"Weil David dein Knecht ist, *
weise deinen Gesalbten nicht ab!"

Antiphon

Dein heiliges Volk soll jubeln, Herr, und dir huldigen in deinem Tempel.

2. Antiphon

Den Zion hat der Herr erwählt, er hat ihn erkoren zu seinem Wohnsitz.

Psalm Ps 132 (131),11-18

Die Erwählung Davids und des Zion
Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vaters David geben. (Lk 1,32)

Der Herr hat David geschworen, *
einen Eid, den er niemals brechen wird:

«Einen Spross aus deinem Geschlecht *
will ich setzen auf deinen Thron.

Wenn deine Söhne meinen Bund bewahren, *
mein Zeugnis, das ich sie lehre,

dann sollen auch ihre Söhne *
auf deinem Thron sitzen für immer.»

Denn der Herr hat den Zion erwählt, *
ihn zu seinem Wohnsitz erkoren:

«Das ist für immer der Ort meiner Ruhe; *
hier will ich wohnen, ich hab’ ihn erkoren.

Zions Nahrung will ich reichlich segnen, *
mit Brot seine Armen sättigen.

Seine Priester will ich bekleiden mit Heil, *
seine Frommen sollen jauchzen und jubeln.

Dort lasse ich Davids Macht erstarken *
und stelle für meinen Gesalbten ein Licht auf.

Ich bedecke seine Feinde mit Schande; *
doch auf ihm erglänzt seine Krone.»

Den Zion hat der Herr erwählt, er hat ihn erkoren zu seinem Wohnsitz.

Antiphon

Den Zion hat der Herr erwählt, er hat ihn erkoren zu seinem Wohnsitz.

3. Antiphon

Macht und Ehre und Königtum hat Gott ihm verliehen. Alle Völker werden ihm dienen.

Canticum Offb 11,17-18; 12,10b-12a

Das Gericht Gottes

Wir danken dir, Herr und Gott, +
du Herrscher über die ganze Schöpfung, *
der du bist und der du warst:

denn du nahmst deine große Macht in Anspruch *
und tratst deine Herrschaft an.

Die Völker gerieten in Zorn. *
Da kam dein Zorn: die Zeit, die Toten zu richten,

die Zeit, deine Knechte zu belohnen, *
die Propheten und die Heiligen

und alle, die deinen Namen fürchten, *
die Großen und die Kleinen,

die Zeit, alle zu verderben, *
die die Erde verderben.

Jetzt ist er da, der rettende Sieg, +
die Macht und die Herrschaft unsres Gottes *
und die Vollmacht seines Gesalbten;

denn gestürzt wurde der Ankläger unsrer Brüder, *
der sie bei Tag und bei Nacht vor unserm Gott verklagte.

Sie haben ihn besiegt durch das Blut des Lammes *
und durch ihr Wort und ihr Zeugnis.

Sie hielten ihr Leben nicht fest, *
bis hinein in den Tod.

Darum jubelt, ihr Himmel *
und alle, die darin wohnen.

Antiphon

Macht und Ehre und Königtum hat Gott ihm verliehen. Alle Völker werden ihm dienen.

KURZLESUNG 1 Petr 3,8-9

Seid alle eines Sinnes, voll Mitgefühl und brüderlicher Liebe, seid barmherzig und demütig!
Vergeltet nicht Böses mit Bösem noch Kränkung mit Kränkung! Stattdessen segnet; denn ihr seid dazu berufen, Segen zu erlangen.

RESPONSORIUM

R Preise den Herrn, Jerusalem, * er nährte dich mit bestem Weizen. - R
V Mit Honig aus dem Felsen hat er dich gesättigt. * Er nährte dich mit bestem Weizen.
Ehre sei dem Vater. - R

Magnificat-Antiphon

Gott stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen.

Magnificat Lk 1,46-55

Mein Geist jubelt über Gott

Meine Seele preist die Größe des Herrn, *
und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.

Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. *
Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter!

Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, *
und sein Name ist heilig.

Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht *
über alle, die ihn fürchten.

Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten; *
er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind;

er stürzt die Mächtigen vom Thron *
und erhöht die Niedrigen.

Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben *
und lässt die Reichen leer ausgehn.

Er nimmt sich seines Knechtes Israel an *
und denkt an sein Erbarmen,

das er unsern Vätern verheißen hat, *
Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist.

Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Magnificat-Antiphon

Gott stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen.

FÜRBITTEN

Lasst uns beten zu Jesus Christus, unserem Helfer:

R Herr, erhöre uns.

Du hast Menschen aller Völker in deine Kirche gerufen;
- lass sie die Kraft der Glaubensgemeischaft erfahren.

Du hast unserem Papst N. die Sorge für die ganze Kirche aufgetragen;
- stärke ihn im Glauben und in der Liebe.

Schenke den Sündern die Gnade der Bekehrung;
- führe uns alle durch Buße zum Heil.

Du hast als Mensch das Los der Fremde auf dich genommen;
- gedenke aller, die getrennt von Heimat und Familie leben müssen.

(Fürbitten in besonderen Anliegen)

Gewähre den Verstorbenen den ewigen Frieden,
- denn auf dich haben sie gehofft.

Hier können Fürbitten in besonderen Anliegen eingefügt werden.

Offenbare dich unseren Verstorbenen;
- schenke ewiges Leben allen, die auf deine Stimme hörten.

ÜBERLEITUNG ZUM VATER UNSER

Herr, erbarme dich (unser).
Christus, erbarme dich (unser).
Herr, erbarme dich (unser).

VATER UNSER

Vater unser im Himmel,
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.

Unmittelbar anschließend an die letzte Bitte des Vaterunsers:

Oration

Allmächtiger Gott, wir sagen dir Dank für den Tag, der nun zu Ende geht. Bewahre uns deine Huld und verzeihe uns, was wir in unserer Schwachheit gesündigt haben. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

R:Amen.

ABSCHLUSS

Wenn ein Priester oder ein Diakon der Feier vorsteht, grüßt und segnet er die Gemeinde mit folgenden Worten:

Der Herr sei mit euch.
R:Und mit deinem Geiste.
Es segne euch der allmächtige Gott, + der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
R:Amen.

Wenn die Gemeinde zu entlassen ist, geschieht dies mit folgenden Worten:

Gehet hin in Frieden.
R:Dank sei Gott, dem Herrn.

Wenn kein Priester oder Diakon der Feier vorsteht, und beim Gebet des einzelnen, erfolgt keine Entlassung. In diesem Falle lautet der Schlusssegen:

Der Herr segne uns,
er bewahre uns vor Unheil
und führe uns zum ewigen Leben.
R:Amen.

KOMPLET

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater. Wie im Anfang. Halleluja.
An dieser Stelle wird eine Gewissenserforschung empfohlen.

SCHULDBEKENNTNIS

Ich bekenne Gott, dem Allmächtigen, und allen Brüdern und Schwestern, dass ich Gutes unterlassen und Böses getan habe - ich habe gesündigt in Gedanken, Worten und Werken - [alle schlagen an die Brust] durch meine Schuld, durch meine Schuld, durch meine große Schuld. Darum bitte ich die selige Jungfrau Maria, alle Engel und Heiligen und euch, Brüder und Schwestern, für mich zu beten bei Gott, unserem Herrn.

VERGEBUNGSBITTE

Der allmächtige Gott erbarme sich unser. Er lasse uns die Sünden nach und führe uns zum ewigen Leben.
R:Amen.

HYMNUS

Mitten wir im Leben sind
mit dem Tod umfangen.
Wer ist, der uns Hilfe bringt,
dass wir Gnad’ erlangen?
Das bist du, Herr, alleine.
Uns reuet unsre Missetat,
die dich, Herr, erzürnet hat.
Heiliger Herre Gott, heiliger starker Gott,
heiliger barmherziger Heiland,
du ewiger Gott,
lass uns nicht versinken
in des bittern Todes Not.
Kyrieleison.

PSALMODIE

Antiphon

Mein Leib wird ruhen in Sicherheit.

Psalm Ps 16,1-11

Psalm Mein Los in Gottes Hand
Gott hat ihn von den Wehen des Todes befreit und auferweckt. (Apg 2,24)

Behüte mich, Gott, denn ich vertraue dir. +
Ich sage zum Herrn: «Du bist mein Herr; *
mein ganzes Glück bist du allein.»

An den Heiligen im Lande, den Herrlichen, *
an ihnen nur hab’ ich mein Gefallen.

Viele Schmerzen leidet, wer fremden Göttern folgt. +
Ich will ihnen nicht opfern, *
ich nehme ihre Namen nicht auf meine Lippen.

Du, Herr, gibst mir das Erbe und reichst mir den Becher; *
du hältst mein Los in deinen Händen.

Auf schönem Land fiel mir mein Anteil zu. *
Ja, mein Erbe gefällt mir gut.

Ich preise den Herrn, der mich beraten hat. *
Auch mahnt mich mein Herz in der Nacht.

Ich habe den Herrn beständig vor Augen. *
Er steht mir zur Rechten, ich wanke nicht.

Darum freut sich mein Herz und frohlockt meine Seele; *
auch mein Leib wird wohnen in Sicherheit.

Denn du gibst mich nicht der Unterwelt preis; *
du lässt deinen Frommen das Grab nicht schauen.

Du zeigst mir den Pfad zum Leben. +
Vor deinem Angesicht herrscht Freude in Fülle, *
zu deiner Rechten Wonne für alle Zeit.

Antiphon

Mein Leib wird ruhen in Sicherheit.

KURZLESUNG 1 Thess 5,23

Der Gott des Friedens heilige euch ganz und gar und bewahre euren Geist, eure Seele und euren Leib unversehrt, damit ihr ohne Tadel seid, wenn Jesus Christus, unser Herr, kommt.

RESPONSORIUM

R Herr, auf dich vertraue ich, * in deine Hände lege ich mein Leben. - R
V Lass leuchten über deinem Knecht dein Antlitz, hilf mir in deiner Güte. * In deine Hände lege ich mein Leben.
Ehre sei dem Vater. - R

Antiphon

Sei unser Heil, o Herr, wenn wir wachen, und unser Schutz, wenn wir schlafen; damit wir wachen mit Christus und ruhen in seinem Frieden. (O: Halleluja.)

NUNC DIMITTIS Lk 2,29-32

Nun lässt du, Herr, deinen Knecht, *
wie du gesagt hast, in Frieden scheiden.

Denn meine Augen haben das Heil gesehen, *
das du vor allen Völkern bereitet hast,

ein Licht, das die Heiden erleuchtet, *
und Herrlichkeit für dein Volk Israel.

Antiphon

Sei unser Heil, o Herr, wenn wir wachen, und unser Schutz, wenn wir schlafen; damit wir wachen mit Christus und ruhen in seinem Frieden. (O: Halleluja.)

Oration

Herr, unser Gott, sende uns in dieser Nacht einen ruhigen Schlaf, damit wir uns von der Mühe des Tages erholen und morgen mit neuer Kraft dir dienen können. Darum bitten wir durch Jesus Christus, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

Eine ruhige Nacht und ein gutes Ende gewähre uns der allmächtige Herr. R Amen.

Eine ruhige Nacht und ein gutes Ende gewähre uns der allmächtige Herr.
R:Amen.

15. Woche Jahreskreis

Stundenbuch: 3. Woche Bd. Im Jahreskreis

Donnerstag, 18. Juli 2024
29. Kalenderwoche

Das Stundenbuch wird Ihnen hier online in Kooperation mit dem Deutschen Liturgischen Institut zur Verfügung gestellt.