Kalenderblatt

Pierre Fourier

Pierre Fourier (1565-1640) meinte es ernst mit seinem Leitspruch: "Allen nützen, niemandem schaden". Der Lothringer erhielt zunächst eine klassische Ausbildung in Alten Sprachen, Literatur und Rhetorik an der damals neugegründeten Jesuitenuniversität Pont-à-Mousson. Anschließend trat der 20-jährige Pierre als Klerikernovize in eine Chorherrenabtei ein. Im Jahr 1589 empfing er in Trier die Priesterweihe und setzte seine theologischen Studien fort. Achte Jahre später nahm der gebildete und motivierte Priester eine neue Pfarrstelle an – und landete in der völlig verwahrlosten Gemeinde von Mattaincourt. Die Dorfbewohner waren enttäuscht von der katholischen Kirche, viele interessierten sich nicht für Religion und einige hatten sich bereits der Reformation angeschlossen. Der als lebensfroh beschriebene Pierre hielt nicht einfach düstere Strafpredigten, sondern packte an: Er wollte die Menschen mit konkreter Hilfe für den katholischen Glauben gewinnen. Pierre verbesserte etwa die Sicherheit im Dorf, vermittelte bei Streitfällen und gründete eine gemeinschaftliche Darlehenskasse. Gemeinsam mit Alix Le Clerc gründete er mit der Kongregation der Chorfrauen Unserer Lieben Frau eine Frauengemeinschaft, die sich ganz der Mädchenbildung widmete. Erstmals konnten auch die Töchter armer Lothringer eine Schule besuchen. Etwas später folgte mit der Kongregation Unseres Erlösers ein männlicher Schulorden. Nach langen Jahren unermüdlicher Arbeit zwangen die Wirren des Dreißigjährigen Krieges Pierre zur Flucht aus Lothringen. Er starb am 9. Dezember 1640 in Gray. Papst Leo XIII. sprach ihn 1897 heilig.

Bild: © KNA/Michael Merten

Gebet des Tages

Allmächtiger Gott,

gib, dass wir die Ankunft deines Sohnes
mit großer Wachsamkeit erwarten

und unserem Erlöser und Heiland Jesus Christus
mit brennenden Lampen entgegengehen.

Darum bitten wir durch ihn,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

Stundenbuch

Tagesliturgie auf einem Blick

Mit freundlicher Genehmigung des Deutschen Liturgischen Instituts

Lesung (Jes 48,17-19)

Hättest du doch auf meine Gebote geachtet!

So spricht der HERR, dein Erlöser,
der Heilige Israels:
Ich bin der HERR, dein Gott,
der dich lehrt, was Nutzen bringt,
   und der dich auf den Weg führt, den du gehen sollst.

Hättest du doch auf meine Gebote geachtet!
Dein Heil wäre wie ein Strom
und deine Gerechtigkeit wie die Wogen des Meeres.
Deine Nachkommen wären wie der Sand
   und die Sprösslinge deines Leibes wie seine Körner.
Ihr Name
   wäre in meinen Augen nicht getilgt und gelöscht.

Mess-Lektionar 1982 ff. © 2018 staeko.net

Antwortpsalm (Ps 1,1-2.3.4 u. 6 (R: vgl. Joh 8,12))

Kv Herr, wer dir nachfolgt, hat das Licht des Lebens. - Kv

Selig der Mann, der nicht nach dem Rat der Frevler geht, /
nicht auf dem Weg der Sünder steht, *
nicht im Kreis der Spötter sitzt,
sondern sein Gefallen hat an der Weisung des HERRN, *
bei Tag und bei Nacht über seine Weisung nachsinnt. - (Kv)

Er ist wie ein Baum, gepflanzt an Bächen voll Wasser, /
der zur rechten Zeit seine Frucht bringt *
und dessen Blätter nicht welken.
Alles, was er tut, *
es wird ihm gelingen. - (Kv)

Nicht so die Frevler: *
Sie sind wie Spreu, die der Wind verweht.
Denn der HERR kennt den Weg der Gerechten, *
der Weg der Frevler aber verliert sich. - Kv

Mess-Lektionar 1982 ff. © 2018 staeko.net

Evangelium (Mt 11,16-19)

Sie hören weder auf Johannes noch auf den Menschensohn

In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge:
Mit wem soll ich diese Generation vergleichen?
Sie gleicht Kindern, die auf den Marktplätzen sitzen
   und anderen zurufen:
   Wir haben für euch auf der Flöte gespielt
   und ihr habt nicht getanzt;
wir haben die Totenklage angestimmt
   und ihr habt euch nicht an die Brust geschlagen.

Denn Johannes ist gekommen,
er isst nicht und trinkt nicht
und sie sagen: Er hat einen Dämon.

Der Menschensohn ist gekommen,
   er isst und trinkt
und sie sagen: Siehe, ein Fresser und Säufer,
ein Freund der Zöllner und Sünder!

Und doch hat die Weisheit
   durch ihre Taten Recht bekommen.

Mess-Lektionar 1982 ff. © 2018 staeko.net

LAUDES

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.

HYMNUS

Hört, eine helle Stimme ruft
und dringt durch Nacht und Finsternis:
Wacht auf und lasset Traum und Schlaf -
am Himmel leuchtet Christus auf.

Dies ist der Hoffnung lichte Zeit;
der Morgen kommt, der Tag bricht an:
Ein neuer Stern geht strahlend auf,
vor dessen Schein das Dunkel flieht.

Vom Himmel wird als Lamm gesandt,
der alle Sünde auf sich nimmt.
Wir blicken gläubig zu ihm auf
und bitten ihn um sein Verzeihn,

dass, wenn im Licht er wiederkommt,
sein Glanz die Welt mit Schrecken schlägt,
er nicht die Sünde strafend rächt,
uns liebend vielmehr bei sich birgt.

Ruhm, Ehre, Macht und Herrlichkeit
sei Gott dem Vater und dem Sohn,
dem Geiste, der uns Beistand ist,
durch alle Zeit und Ewigkeit. Amen.

PSALMODIE

1. Antiphon

Ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz wirst du, o Gott, nicht verschmähen.

Psalm Ps 51 (50),3-21

Wasche ab meine Schuld
Erneuert euren Geist und Sinn und zieht den neuen Menschen an! (Eph 4,23.24)

Gott, sei mir gnädig nach deiner Huld, *
tilge meine Frevel nach deinem reichen Erbarmen!

Wasch meine Schuld von mir ab *
und mach mich rein von meiner Sünde!

Denn ich erkenne meine bösen Taten, *
meine Sünde steht mir immer vor Augen.

Gegen dich allein habe ich gesündigt, *
ich habe getan, was dir missfällt.

So behältst du recht mit deinem Urteil, *
rein stehst du da als Richter.

Denn ich bin in Schuld geboren; *
in Sünde hat mich meine Mutter empfangen.

Lauterer Sinn im Verborgenen gefällt dir, *
im Geheimen lehrst du mich Weisheit.

Entsündige mich mit Ysop, dann werde ich rein; *
wasche mich, dann werde ich weißer als Schnee.

Sättige mich mit Entzücken und Freude! *
Jubeln sollen die Glieder, die du zerschlagen hast.

Verbirg dein Gesicht vor meinen Sünden; *
tilge all meine Frevel!

Erschaffe mir, Gott, ein reines Herz *
und gib mir einen neuen, beständigen Geist!

Verwirf mich nicht von deinem Angesicht *
und nimm deinen heiligen Geist nicht von mir!

Mach mich wieder froh mit deinem Heil; *
mit einem willigen Geist rüste mich aus!

Dann lehre ich Abtrünnige deine Wege, *
und die Sünder kehren um zu dir.

Befrei mich von Blutschuld, Herr, du Gott meines Heiles, *
dann wird meine Zunge jubeln über deine Gerechtigkeit.

Herr, öffne mir die Lippen, *
und mein Mund wird deinen Ruhm verkünden.

Schlachtopfer willst du nicht, ich würde sie dir geben; *
an Brandopfern hast du kein Gefallen.

Das Opfer, das Gott gefällt, ist ein zerknirschter Geist, *
ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz wirst du, Gott, nicht verschmähen.

In deiner Huld tu Gutes an Zion; *
bau die Mauern Jerusalems wieder auf!

Dann hast du Freude an rechten Opfern, +
an Brandopfern und Ganzopfern, *
dann opfert man Stiere auf deinem Altar.

Antiphon

Ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz wirst du, o Gott, nicht verschmähen.

2. Antiphon

Auch wenn du zürnst, Herr, denk an dein Erbarmen.

Canticum Hab 3,2-4.13a.15-19

Gottes Gericht über die Feinde seines Volkes
Richtet euch auf und fasst Mut; denn eure Erlösung ist nahe. (Lk 21,28)

Herr, ich höre die Kunde, *
ich sehe, Herr, was du früher getan hast.

Lass es in diesen Jahren wieder geschehen, *
offenbare es in diesen Jahren!

Auch wenn du zürnst, *
denk an dein Erbarmen!

Gott kommt von Teman her, *
der Heilige kommt vom Gebirge Paran.

Seine Hoheit überstrahlt den Himmel, *
sein Ruhm erfüllt die Erde.

Er leuchtet wie das Licht der Sonne, +
ein Kranz von Strahlen umgibt ihn, *
in ihnen verbirgt sich seine Macht.

Du ziehst aus, um dein Volk zu retten, *
um deinem Gesalbten zu helfen.

Du bahnst mit deinen Rossen den Weg durch das Meer, *
durch das gewaltig schäumende Wasser.

Ich zitterte am ganzen Leib, als ich es hörte, *
ich vernahm den Lärm, und ich schrie.

Fäulnis befällt meine Glieder, *
und es wanken meine Schritte.

Doch in Ruhe erwarte ich den Tag der Not, *
der dem Volk bevorsteht, das über uns herfällt.

Zwar blüht der Feigenbaum nicht, *
an den Reben ist nichts zu ernten,

der Ölbaum bringt keinen Ertrag, *
die Kornfelder tragen keine Frucht;

im Pferch sind keine Schafe, *
im Stall steht kein Rind mehr.

Dennoch will ich jubeln über den Herrn *
und mich freuen über Gott, meinen Retter.

Gott, der Herr, ist meine Kraft. +
Er macht meine Füße schnell wie die Füße der Hirsche *
und lässt mich schreiten auf den Höhen.

Antiphon

Auch wenn du zürnst, Herr, denk an dein Erbarmen.

3. Antiphon

Jerusalem, preise den Herrn; Zion, lobsinge deinem Gott!

Psalm Ps 147,12-20

Gottes Fürsorge für seine Stadt
Komm! Ich will dir die Braut zeigen, die Frau des Lammes. (Offb 21,9)

(Jerusalem, preise den Herrn, *
lobsinge, Zion, deinem Gott!)

Denn er hat die Riegel deiner Tore festgemacht, *
die Kinder in deiner Mitte gesegnet;

er verschafft deinen Grenzen Frieden *
und sättigt dich mit bestem Weizen.

Er sendet sein Wort zur Erde, *
rasch eilt sein Befehl dahin.

Er spendet Schnee wie Wolle, *
streut den Reif aus wie Asche.

Eis wirft er herab in Brocken, *
vor seiner Kälte erstarren die Wasser.

Er sendet sein Wort aus, und sie schmelzen, *
er lässt den Wind wehen, dann rieseln die Wasser.

Er verkündet Jakob sein Wort, *
Israel seine Gesetze und Rechte.

An keinem andern Volk hat er so gehandelt, *
keinem sonst seine Rechte verkündet.

Antiphon

Jerusalem, preise den Herrn; Zion, lobsinge deinem Gott!

KURZLESUNG Jer 30,18a.21-22

So spricht der Herr:
Jakobs Machthaber wird ihm selbst entstammen, sein Herrscher aus seiner Mitte hervorgehen. Ich gewähre ihm Zutritt, sodass er mir nahen kann; denn wer sonst dürfte sein Leben wagen, um mir zu nahen? - Spruch des Herrn.
Ihr werdet mein Volk sein und ich werde euer Gott sein.

RESPONSORIUM

R Über dir, Jerusalem, erstrahlt der Herr, * er geht auf über dir gleich der Sonne. - R
V Und seine Herrlichkeit erscheint über dir. * Er geht auf über dir gleich der Sonne.
Ehre sei dem Vater. - R

Benedictus-Antiphon

Sagt den verzagten Herzen: Seid stark und fürchtet euch nicht. Seht da, euer Gott.

Benedictus Lk 1,68-79

Der Messias und sein Vorläufer

Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels! *
Denn er hat sein Volk besucht und ihm Erlösung geschaffen;

er hat uns einen starken Retter erweckt *
im Hause seines Knechtes David.

So hat er verheißen von alters her *
durch den Mund seiner heiligen Propheten.

Er hat uns errettet vor unsern Feinden *
und aus der Hand aller, die uns hassen;

er hat das Erbarmen mit den Vätern an uns vollendet +
und an seinen heiligen Bund gedacht, *
an den Eid, den er unserm Vater Abraham geschworen hat;

er hat uns geschenkt, dass wir, aus Feindeshand befreit, +
ihm furchtlos dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit *
vor seinem Angesicht all unsre Tage.

Und du, Kind, wirst Prophet des Höchsten heißen; +
denn du wirst dem Herrn vorangehn *
und ihm den Weg bereiten.

Du wirst sein Volk mit der Erfahrung des Heils beschenken *
in der Vergebung der Sünden.

Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes *
wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe,

um allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen und im Schatten des Todes, *
und unsre Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist.

Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Benedictus-Antiphon

Sagt den verzagten Herzen: Seid stark und fürchtet euch nicht. Seht da, euer Gott.

FÜRBITTEN

Gepriesen sei unser Erlöser Jesus Christus, der gekommen ist, damit wir durch seine Gnade gerecht werden vor Gott. Zu ihm lasst uns beten:

R Komm, Herr Jesus.

Von alters her verkünden die Propheten dein Kommen;
- führe eine neue Zeit herauf: eine Zeit der Tugend, der Gerechtigkeit und des Friedens.

Wir bekennen dich als Heiland der Welt;
- gib, dass wir durch dich das Heil erlangen.

Du bist gekommen, allen Menschen zu helfen;
- hilf uns, wenn unser Herz bedrückt ist.

Du hast der Welt die Versöhnung gebracht,
- sprich uns frei, wenn du wiederkommst zum Gericht.

(Bitten in besonderen Anliegen)

Hier können Bitten in besonderen Anliegen eingefügt werden.

ÜBERLEITUNG ZUM VATER UNSER

Herr, erbarme dich (unser).
Christus, erbarme dich (unser).
Herr, erbarme dich (unser).

VATER UNSER

Vater unser im Himmel,
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.

Unmittelbar anschließend an die letzte Bitte des Vaterunsers:

Oration

Allmächtiger Gott, gib, dass wir die Ankunft deines Sohnes mit großer Wachsamkeit erwarten und unserem Erlöser und Heiland Jesus Christus mit brennenden Lampen entgegengehen. Darum bitten wir durch ihn, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

R:Amen.

ABSCHLUSS

Wenn ein Priester oder ein Diakon der Feier vorsteht, grüßt und segnet er die Gemeinde mit folgenden Worten:

Der Herr sei mit euch.
R:Und mit deinem Geiste.
Es segne euch der allmächtige Gott, + der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
R:Amen.

Wenn die Gemeinde zu entlassen ist, geschieht dies mit folgenden Worten:

Gehet hin in Frieden.
R:Dank sei Gott, dem Herrn.

Wenn kein Priester oder Diakon der Feier vorsteht, und beim Gebet des einzelnen, erfolgt keine Entlassung. In diesem Falle lautet der Schlusssegen:

Der Herr segne uns,
er bewahre uns vor Unheil
und führe uns zum ewigen Leben.
R:Amen.

TERZ

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater. Wie im Anfang. Halleluja.

HYMNUS

O Geist, vom Vater ausgesandt,
o Kraft, vom Sohn verheißen:
Ergieße dich in unser Herz
und nimm es dir zu eigen!

Wo du bist, flammt die Liebe auf,
und Liebe will lobsingen.
Die Liebe öffnet Herz und Hand,
sie will sich ganz veschwenden.

Lob sei dem Vater und dem Sohn,
Lob sei dem Heil’gen Geiste,
wie es von allem Anfang war,
jetzt und für alle Zeiten. Amen.

PSALMODIE

1. Antiphon

Von einer Jungfrau wird der Heiland geboren - so künden die Propheten.

Psalm Ps 119,73-80

Freude an Gottes Weisung
Die Liebe zu Gott besteht darin, dass wir seine Gebote halten. (1 Joh 5,3)

I

Deine Hände haben mich gemacht und geformt. *
Gib mir Einsicht, damit ich deine Gebote lerne.

Wer dich fürchtet, wird mich sehen und sich freuen, *
denn ich warte auf dein Wort.

Herr, ich weiß, dass deine Entscheide gerecht sind; *
du hast mich gebeugt, weil du treu für mich sorgst.

Tröste mich in deiner Huld, *
wie du es deinem Knecht verheißen hast.

Dein Erbarmen komme über mich, damit ich lebe; *
denn deine Weisung macht mich froh.

Schande über die Stolzen, die mich zu Unrecht bedrücken! *
Ich aber sinne nach über deine Befehle.

Mir sollen sich alle zuwenden, die dich fürchten und ehren *
und die deine Vorschriften kennen.

Mein Herz richte sich ganz nach deinen Gesetzen; *
dann werde ich nicht zuschanden.

Antiphon

Von einer Jungfrau wird der Heiland geboren - so künden die Propheten.

2. Antiphon

Von einer Jungfrau wird der Heiland geboren - so künden die Propheten.

II

Entreiß mich den Feinden, mein Gott, *
beschütze mich vor meinen Gegnern!

Entreiß mich denen, die Unrecht tun, *
rette mich vor den Mördern!

Sieh her: Sie lauern mir auf, *
Mächtige stellen mir nach.

Ich aber habe keinen Frevel begangen und keine Sünde; *
Herr, ich bin ohne Schuld.

Sie stürmen vor und stellen sich auf. *
Wach auf, komm mir entgegen, sieh her!

Meine Stärke, an dich will ich mich halten, *
denn du, Gott, bist meine Burg.

Mein huldreicher Gott kommt mir entgegen; *
Gott lässt mich herabsehen auf meine Gegner.

Ich aber will deine Macht besingen, *
will über deine Huld jubeln am Morgen.

Denn du bist eine Burg für mich, *
bist meine Zuflucht am Tag der Not.

Meine Stärke, dir will ich singen und spielen, *
denn du, Gott, bist meine Burg, mein huldreicher Gott.

Antiphon

Von einer Jungfrau wird der Heiland geboren - so künden die Propheten.

3. Antiphon

Von einer Jungfrau wird der Heiland geboren - so künden die Propheten.

III

Du hast uns verworfen, o Gott, und zerschlagen. *
Du hast uns gezürnt. Richte uns wieder auf!

Erschüttert hast du das Land und gespalten. *
Heile seine Risse! Denn es kam ins Wanken.

Du hast dein Volk hart geprüft, *
du gabst uns betäubenden Wein zu trinken.

Für alle, die dich fürchten, hast du ein Zeichen aufgestellt, *
zu dem sie fliehen können vor dem Bogen.

Hilf mit deiner Rechten, erhöre uns, *
damit die gerettet werden, die du so sehr liebst.

Gott hat in seinem Heiligtum gesprochen: +
Ich will triumphieren, will Sichem verteilen *
und das Tal von Sukkot vermessen.

Mein ist Gilead, mein auch Manasse, +
Efraim ist der Helm auf meinem Haupt, *
Juda mein Herrscherstab.

Doch Moab ist mein Waschbecken, +
auf Edom werfe ich meinen Schuh, *
ich triumphiere über das Land der Philister.

Wer führt mich hin zu der befestigten Stadt, *
wer wird mich nach Edom geleiten?

Gott, hast denn du uns verworfen? *
Du ziehst ja nicht aus, o Gott, mit unseren Heeren.

Bring uns doch Hilfe im Kampf mit dem Feind! *
Denn die Hilfe von Menschen ist nutzlos.

Mit Gott werden wir Großes vollbringen; *
er selbst wird unsere Feinde zertreten.

Antiphon

Von einer Jungfrau wird der Heiland geboren - so künden die Propheten.

KURZLESUNG Jer 29,11.13-14

Ich, ich kenne meine Pläne, die ich für euch habe - Spruch des Herrn -, Pläne des Heils und nicht des Unheils; denn ich will euch eine Zukunft und eine Hoffnung geben.
Sucht ihr mich, so findet ihr mich. Wenn ihr von ganzem Herzen nach mir fragt,
lasse ich mich von euch finden - Spruch des Herrn.

RESPONSORIUM

V Die Völker werden deinen Namen fürchten.
R Und alle Könige der Erde deine Herrlichkeit.

Oration

Allmächtiger Gott, gib, dass wir die Ankunft deines Sohnes mit großer Wachsamkeit erwarten und unserem Erlöser und Heiland Jesus Christus mit brennenden Lampen entgegengehen. Darum bitten wir durch ihn, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

ABSCHLUSS

V:Singet Lob und Preis.
R:Dank sei Gott, dem Herrn.

SEXT

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater. Wie im Anfang. Halleluja.

HYMNUS

Du starker Lenker, treuer Gott,
aus dir strömt alles Leben.
Du gibst dem Morgen hellen Glanz,
dem Mittag Glut in Fülle.

Bewahre uns vor Übermut.
Hilf uns, wenn wir erschlaffen.
Mach uns gesund an Geist und Leib
und schenk uns deinen Frieden.

Lob sei dem Vater und dem Sohn,
Lob sei dem Heil’gen Geiste,
wie es von allem Anfang war,
jetzt und für alle Zeiten. Amen.

PSALMODIE

1. Antiphon

Der Engel sprach zu Maria: Gegrüßet seist du, voll der Gnade, der Herr ist mit dir, du bist gebenedeit unter den Frauen.

Psalm Ps 119,73-80

Freude an Gottes Weisung
Die Liebe zu Gott besteht darin, dass wir seine Gebote halten. (1 Joh 5,3)

I

Deine Hände haben mich gemacht und geformt. *
Gib mir Einsicht, damit ich deine Gebote lerne.

Wer dich fürchtet, wird mich sehen und sich freuen, *
denn ich warte auf dein Wort.

Herr, ich weiß, dass deine Entscheide gerecht sind; *
du hast mich gebeugt, weil du treu für mich sorgst.

Tröste mich in deiner Huld, *
wie du es deinem Knecht verheißen hast.

Dein Erbarmen komme über mich, damit ich lebe; *
denn deine Weisung macht mich froh.

Schande über die Stolzen, die mich zu Unrecht bedrücken! *
Ich aber sinne nach über deine Befehle.

Mir sollen sich alle zuwenden, die dich fürchten und ehren *
und die deine Vorschriften kennen.

Mein Herz richte sich ganz nach deinen Gesetzen; *
dann werde ich nicht zuschanden.

Antiphon

Der Engel sprach zu Maria: Gegrüßet seist du, voll der Gnade, der Herr ist mit dir, du bist gebenedeit unter den Frauen.

2. Antiphon

Der Engel sprach zu Maria: Gegrüßet seist du, voll der Gnade, der Herr ist mit dir, du bist gebenedeit unter den Frauen.

II

Entreiß mich den Feinden, mein Gott, *
beschütze mich vor meinen Gegnern!

Entreiß mich denen, die Unrecht tun, *
rette mich vor den Mördern!

Sieh her: Sie lauern mir auf, *
Mächtige stellen mir nach.

Ich aber habe keinen Frevel begangen und keine Sünde; *
Herr, ich bin ohne Schuld.

Sie stürmen vor und stellen sich auf. *
Wach auf, komm mir entgegen, sieh her!

Meine Stärke, an dich will ich mich halten, *
denn du, Gott, bist meine Burg.

Mein huldreicher Gott kommt mir entgegen; *
Gott lässt mich herabsehen auf meine Gegner.

Ich aber will deine Macht besingen, *
will über deine Huld jubeln am Morgen.

Denn du bist eine Burg für mich, *
bist meine Zuflucht am Tag der Not.

Meine Stärke, dir will ich singen und spielen, *
denn du, Gott, bist meine Burg, mein huldreicher Gott.

Antiphon

Der Engel sprach zu Maria: Gegrüßet seist du, voll der Gnade, der Herr ist mit dir, du bist gebenedeit unter den Frauen.

3. Antiphon

Der Engel sprach zu Maria: Gegrüßet seist du, voll der Gnade, der Herr ist mit dir, du bist gebenedeit unter den Frauen.

III

Du hast uns verworfen, o Gott, und zerschlagen. *
Du hast uns gezürnt. Richte uns wieder auf!

Erschüttert hast du das Land und gespalten. *
Heile seine Risse! Denn es kam ins Wanken.

Du hast dein Volk hart geprüft, *
du gabst uns betäubenden Wein zu trinken.

Für alle, die dich fürchten, hast du ein Zeichen aufgestellt, *
zu dem sie fliehen können vor dem Bogen.

Hilf mit deiner Rechten, erhöre uns, *
damit die gerettet werden, die du so sehr liebst.

Gott hat in seinem Heiligtum gesprochen: +
Ich will triumphieren, will Sichem verteilen *
und das Tal von Sukkot vermessen.

Mein ist Gilead, mein auch Manasse, +
Efraim ist der Helm auf meinem Haupt, *
Juda mein Herrscherstab.

Doch Moab ist mein Waschbecken, +
auf Edom werfe ich meinen Schuh, *
ich triumphiere über das Land der Philister.

Wer führt mich hin zu der befestigten Stadt, *
wer wird mich nach Edom geleiten?

Gott, hast denn du uns verworfen? *
Du ziehst ja nicht aus, o Gott, mit unseren Heeren.

Bring uns doch Hilfe im Kampf mit dem Feind! *
Denn die Hilfe von Menschen ist nutzlos.

Mit Gott werden wir Großes vollbringen; *
er selbst wird unsere Feinde zertreten.

Antiphon

Der Engel sprach zu Maria: Gegrüßet seist du, voll der Gnade, der Herr ist mit dir, du bist gebenedeit unter den Frauen.

KURZLESUNG Jer 30,18

So spricht der Herr: Seht, ich wende das Geschick der Zelte Jakobs, mit seiner Wohnung habe ich Erbarmen. Die Stadt soll auf ihrem Schutthügel aufgebaut werden, die Burg auf ihrem alten Platz stehen.

RESPONSORIUM

V Herr, denk an uns aus Liebe zu deinem Volk.
R Komm und bring uns Hilfe.

Oration

Allmächtiger Gott, gib, dass wir die Ankunft deines Sohnes mit großer Wachsamkeit erwarten und unserem Erlöser und Heiland Jesus Christus mit brennenden Lampen entgegengehen. Darum bitten wir durch ihn, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

ABSCHLUSS

V:Singet Lob und Preis.
R:Dank sei Gott, dem Herrn.

NON

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater. Wie im Anfang. Halleluja.

HYMNUS

Schon neigt der Tag dem Abend zu,
die Schatten werden länger.
Vergänglich ist, was uns umgibt,
du aber bleibst bestehen.

Im Tageslicht, das steigt und sinkt,
wird uns die Zeit bemessen,
bis uns der Tod hinüberführt,
wo alle Grenzen fallen.

Lob sei dem Vater und dem Sohn,
Lob sei dem Heil’gen Geiste,
wie es von allem Anfang war,
jetzt und für alle Zeiten. Amen.

PSALMODIE

1. Antiphon

Maria sprach zum Engel: Was soll dein Gruß bedeuten? Den König soll ich gebären und dennoch Jungfrau bleiben.

Psalm Ps 119,73-80

Freude an Gottes Weisung
Die Liebe zu Gott besteht darin, dass wir seine Gebote halten. (1 Joh 5,3)

I

Deine Hände haben mich gemacht und geformt. *
Gib mir Einsicht, damit ich deine Gebote lerne.

Wer dich fürchtet, wird mich sehen und sich freuen, *
denn ich warte auf dein Wort.

Herr, ich weiß, dass deine Entscheide gerecht sind; *
du hast mich gebeugt, weil du treu für mich sorgst.

Tröste mich in deiner Huld, *
wie du es deinem Knecht verheißen hast.

Dein Erbarmen komme über mich, damit ich lebe; *
denn deine Weisung macht mich froh.

Schande über die Stolzen, die mich zu Unrecht bedrücken! *
Ich aber sinne nach über deine Befehle.

Mir sollen sich alle zuwenden, die dich fürchten und ehren *
und die deine Vorschriften kennen.

Mein Herz richte sich ganz nach deinen Gesetzen; *
dann werde ich nicht zuschanden.

Antiphon

Maria sprach zum Engel: Was soll dein Gruß bedeuten? Den König soll ich gebären und dennoch Jungfrau bleiben.

2. Antiphon

Maria sprach zum Engel: Was soll dein Gruß bedeuten? Den König soll ich gebären und dennoch Jungfrau bleiben.

II

Entreiß mich den Feinden, mein Gott, *
beschütze mich vor meinen Gegnern!

Entreiß mich denen, die Unrecht tun, *
rette mich vor den Mördern!

Sieh her: Sie lauern mir auf, *
Mächtige stellen mir nach.

Ich aber habe keinen Frevel begangen und keine Sünde; *
Herr, ich bin ohne Schuld.

Sie stürmen vor und stellen sich auf. *
Wach auf, komm mir entgegen, sieh her!

Meine Stärke, an dich will ich mich halten, *
denn du, Gott, bist meine Burg.

Mein huldreicher Gott kommt mir entgegen; *
Gott lässt mich herabsehen auf meine Gegner.

Ich aber will deine Macht besingen, *
will über deine Huld jubeln am Morgen.

Denn du bist eine Burg für mich, *
bist meine Zuflucht am Tag der Not.

Meine Stärke, dir will ich singen und spielen, *
denn du, Gott, bist meine Burg, mein huldreicher Gott.

Antiphon

Maria sprach zum Engel: Was soll dein Gruß bedeuten? Den König soll ich gebären und dennoch Jungfrau bleiben.

3. Antiphon

Maria sprach zum Engel: Was soll dein Gruß bedeuten? Den König soll ich gebären und dennoch Jungfrau bleiben.

III

Du hast uns verworfen, o Gott, und zerschlagen. *
Du hast uns gezürnt. Richte uns wieder auf!

Erschüttert hast du das Land und gespalten. *
Heile seine Risse! Denn es kam ins Wanken.

Du hast dein Volk hart geprüft, *
du gabst uns betäubenden Wein zu trinken.

Für alle, die dich fürchten, hast du ein Zeichen aufgestellt, *
zu dem sie fliehen können vor dem Bogen.

Hilf mit deiner Rechten, erhöre uns, *
damit die gerettet werden, die du so sehr liebst.

Gott hat in seinem Heiligtum gesprochen: +
Ich will triumphieren, will Sichem verteilen *
und das Tal von Sukkot vermessen.

Mein ist Gilead, mein auch Manasse, +
Efraim ist der Helm auf meinem Haupt, *
Juda mein Herrscherstab.

Doch Moab ist mein Waschbecken, +
auf Edom werfe ich meinen Schuh, *
ich triumphiere über das Land der Philister.

Wer führt mich hin zu der befestigten Stadt, *
wer wird mich nach Edom geleiten?

Gott, hast denn du uns verworfen? *
Du ziehst ja nicht aus, o Gott, mit unseren Heeren.

Bring uns doch Hilfe im Kampf mit dem Feind! *
Denn die Hilfe von Menschen ist nutzlos.

Mit Gott werden wir Großes vollbringen; *
er selbst wird unsere Feinde zertreten.

Antiphon

Maria sprach zum Engel: Was soll dein Gruß bedeuten? Den König soll ich gebären und dennoch Jungfrau bleiben.

KURZLESUNG Bar 3,5-6a

Denk nicht mehr an die schlechten Taten unserer Väter, sondern denk jetzt an deine starke Hand und an deinen Namen!
Du bist ja der Herr, unser Gott.

RESPONSORIUM

V Komm, Herr, und säume nicht.
R Tilge die Schuld deines Volkes.

Oration

Allmächtiger Gott, gib, dass wir die Ankunft deines Sohnes mit großer Wachsamkeit erwarten und unserem Erlöser und Heiland Jesus Christus mit brennenden Lampen entgegengehen. Darum bitten wir durch ihn, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

ABSCHLUSS

V:Singet Lob und Preis.
R:Dank sei Gott, dem Herrn.

VESPER

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.

HYMNUS

Gott, heil’ger Schöpfer aller Stern’,
erleucht uns, die wir sind so fern,
dass wir erkennen Jesus Christ,
der für uns Mensch geworden ist.

Denn es ging dir zu Herzen sehr,
da wir gefangen waren schwer
und sollten gar des Todes sein;
drum nahmst du auf dich Schuld und Pein.

Da sich die Welt zum Abend wandt’,
der Bräut’gam Christus ward gesandt.
Aus seiner Mutter Kämmerlein
ging er hervor als klarer Schein.

Gezeigt hat er sein’ groß’ Gewalt,
dass es in aller Welt erschallt,
sich beugen müssen alle Knie
im Himmel und auf Erden hie.

Wir bitten dich, o heil’ger Christ,
der du zukünftig Richter bist,
lehr uns zuvor dein’ Willen tun
und an dem Glauben nehmen zu.

Lob, Preis sei, Vater, deiner Kraft
und deinem Sohn, der all’ Ding schafft,
dem heil’gen Tröster auch zugleich
so hier wie dort im Himmelreich. Amen.

PSALMODIE

Herr, lass meine Füße nicht straucheln, entreiße mein Leben dem Tod!

1. Antiphon

Psalm Ps 116 (114),1-9

Rettung in Todesnot
Durch viele Drangsale müssen wir in das Reich Gottes gelangen. (Apg 14,22)

Ich liebe den Herrn; *
denn er hat mein lautes Flehen gehört

und sein Ohr mir zugeneigt *
an dem Tag, als ich zu ihm rief.

Mich umfingen die Fesseln des Todes, +
mich befielen die Ängste der Unterwelt, *
mich trafen Bedrängnis und Kummer.

Da rief ich den Namen des Herrn an: *
«Ach Herr, rette mein Leben!»

Der Herr ist gnädig und gerecht, *
unser Gott ist barmherzig.

Der Herr behütet die schlichten Herzen; *
ich war in Not, und er brachte mir Hilfe.

Komm wieder zur Ruhe, mein Herz! *
Denn der Herr hat dir Gutes getan.

Ja, du hast mein Leben dem Tod entrissen, +
meine Tränen getrocknet, *
meinen Fuß bewahrt vor dem Gleiten.

So gehe ich meinen Weg vor dem Herrn *
im Land der Lebenden.

Antiphon

Herr, lass meine Füße nicht straucheln, entreiße mein Leben dem Tod!

2. Antiphon

Meine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.

Psalm Ps 121 (120),1-8

Der Hüter Israels
Sie werden keinen Hunger und keinen Durst mehr haben, und weder Sonnenglut noch sengende Hitze wird auf ihnen lasten. (Offb 7,16)

Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen: *
Woher kommt mir Hilfe?

Meine Hilfe kommt vom Herrn, *
der Himmel und Erde gemacht hat.

Er lässt deinen Fuß nicht wanken; *
er, der dich behütet, schläft nicht.

Nein, der Hüter Israels *
schläft und schlummert nicht.

Der Herr ist dein Hüter, der Herr gibt dir Schatten; *
er steht dir zur Seite.

Bei Tag wird dir die Sonne nicht schaden *
noch der Mond in der Nacht.

Der Herr behüte dich vor allem Bösen, *
er behüte dein Leben.

Der Herr behüte dich, wenn du fortgehst und wiederkommst, *
von nun an bis in Ewigkeit.

Meine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.

Antiphon

Meine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.

3. Antiphon

Deine Wege sind gerecht und wahr, du König aller Zeiten.

Canticum Offb 15,3-4

Alle Völker beten Gott an

Groß und wunderbar sind deine Taten, *
Herr und Gott, du Herrscher über die ganze Schöpfung!

Gerecht und zuverlässig sind deine Wege, *
du König der Völker.

Wer wird dich nicht fürchten, Herr, *
wer wird deinen Namen nicht preisen?

Denn du allein bist heilig: +
Alle Völker kommen und beten dich an; *
denn offenbar geworden sind deine gerechten Taten.

Antiphon

Deine Wege sind gerecht und wahr, du König aller Zeiten.

KURZLESUNG 2 Petr 3,8b-9

Beim Herrn ist ein Tag wie tausend Jahre, und tausend Jahre sind wie ein Tag.
Der Herr zögert nicht mit der Erfüllung der Verheißung, wie einige meinen, die von Verzögerung reden; er ist nur geduldig mit euch, weil er nicht will, dass jemand zugrunde geht, sondern dass alle sich bekehren.

RESPONSORIUM

R Der du auf den Kerubim thronst, erscheine. * Erwecke deine Macht und komm. - R
V Lass dein Angesicht leuchten, dann ist uns geholfen. * Erwecke deine Macht und komm.
Ehre sei dem Vater. - R

Magnificat-Antiphon

Ihr werdet Wasser schöpfen voll Freude aus den Quellen des Heils.

Magnificat Lk 1,46-55

Mein Geist jubelt über Gott

Meine Seele preist die Größe des Herrn, *
und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.

Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. *
Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter!

Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, *
und sein Name ist heilig.

Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht *
über alle, die ihn fürchten.

Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten; *
er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind;

er stürzt die Mächtigen vom Thron *
und erhöht die Niedrigen.

Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben *
und lässt die Reichen leer ausgehn.

Er nimmt sich seines Knechtes Israel an *
und denkt an sein Erbarmen,

das er unsern Vätern verheißen hat, *
Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist.

Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Magnificat-Antiphon

Ihr werdet Wasser schöpfen voll Freude aus den Quellen des Heils.

FÜRBITTEN

Lasst uns beten zu unserem Herrn Jesus Christus, der gekommen ist, um den Armen die Frohe Botschaft zu verkünden. Zu ihm lasst uns beten:

R Herr, offenbare deine Herrlichkeit.

Offenbare dich allen, die dich nicht kennen,
- damit auch sie erfahren, dass du sie liebst.

Dein Name werde verkündet bis an die Enden der Erde,
- damit alle Menschen den Weg finden zu dir.

Du bist in die Welt gekommen, um die Menschen zu retten;
- hilf allen, die an dich glauben, das Gute zu tun und das Böse zu meiden.

Behüte alle, die sich zu dir bekehrt haben;
- gib, dass sie nicht wieder Knechte der Sünde werden.

(Fürbitten in besonderen Anliegen)

Du wirst einem jeden vergelten nach seinen Werken;
- erbarme dich unserer Verstorbenen und gib ihnen den verheißenen Lohn.

Hier können Fürbitten in besonderen Anliegen eingefügt werden.

Offenbare dich unseren Verstorbenen;
- schenke ewiges Leben allen, die auf deine Stimme hörten.

ÜBERLEITUNG ZUM VATER UNSER

Herr, erbarme dich (unser).
Christus, erbarme dich (unser).
Herr, erbarme dich (unser).

VATER UNSER

Vater unser im Himmel,
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.

Unmittelbar anschließend an die letzte Bitte des Vaterunsers:

Oration

Allmächtiger Gott, gib, dass wir die Ankunft deines Sohnes mit großer Wachsamkeit erwarten und unserem Erlöser und Heiland Jesus Christus mit brennenden Lampen entgegengehen. Darum bitten wir durch ihn, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

R:Amen.

ABSCHLUSS

Wenn ein Priester oder ein Diakon der Feier vorsteht, grüßt und segnet er die Gemeinde mit folgenden Worten:

Der Herr sei mit euch.
R:Und mit deinem Geiste.
Es segne euch der allmächtige Gott, + der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
R:Amen.

Wenn die Gemeinde zu entlassen ist, geschieht dies mit folgenden Worten:

Gehet hin in Frieden.
R:Dank sei Gott, dem Herrn.

Wenn kein Priester oder Diakon der Feier vorsteht, und beim Gebet des einzelnen, erfolgt keine Entlassung. In diesem Falle lautet der Schlusssegen:

Der Herr segne uns,
er bewahre uns vor Unheil
und führe uns zum ewigen Leben.
R:Amen.

KOMPLET

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater. Wie im Anfang. Halleluja.
An dieser Stelle wird eine Gewissenserforschung empfohlen.

SCHULDBEKENNTNIS

Ich bekenne Gott, dem Allmächtigen, und allen Brüdern und Schwestern, dass ich Gutes unterlassen und Böses getan habe - ich habe gesündigt in Gedanken, Worten und Werken - [alle schlagen an die Brust] durch meine Schuld, durch meine Schuld, durch meine große Schuld. Darum bitte ich die selige Jungfrau Maria, alle Engel und Heiligen und euch, Brüder und Schwestern, für mich zu beten bei Gott, unserem Herrn.

VERGEBUNGSBITTE

Der allmächtige Gott erbarme sich unser. Er lasse uns die Sünden nach und führe uns zum ewigen Leben.
R:Amen.

HYMNUS

Du starker Gott, der diese Welt
im Innersten zusammenhält,
du Angelpunkt, der unbewegt
den Wandel aller Zeiten trägt.

Geht unser Erdentag zu End’,
schenk Leben, das kein Ende kennt:
führ uns, dank Jesu Todesleid,
ins Licht der ew’gen Herrlichkeit.

Vollenden wir den Lebenslauf,
nimm uns in deine Liebe auf,
dass unser Herz dich ewig preist,
Gott Vater, Sohn und Heil'ger Geist.

PSALMODIE

Antiphon

Herr, du Gott meines Heils, zu dir schreie ich am Tag und bei Nacht.

Psalm Ps 88,2-19

Psalm Klage eines Kranken und Einsamen
Jetzt ist eure Stunde da, und die Finsternis hat die Macht. (Lk 22,53)

(Herr, du Gott meines Heils, *
zu dir schreie ich am Tag und bei Nacht.)

Lass mein Gebet zu dir dringen, *
wende dein Ohr meinem Flehen zu!

Denn meine Seele ist gesättigt mit Leid, *
mein Leben ist dem Totenreich nahe.

Schon zähle ich zu denen, die hinabsinken ins Grab, *
bin wie ein Mann, dem alle Kraft genommen ist.

Ich bin zu den Toten hinweggerafft, *
wie Erschlagene, die im Grabe ruhen;

an sie denkst du nicht mehr, *
denn sie sind deiner Hand entzogen.

Du hast mich ins tiefste Grab gebracht, *
tief hinab in finstere Nacht.

Schwer lastet dein Grimm auf mir, *
all deine Wogen stürzen über mir zusammen.

Die Freunde hast du mir entfremdet, +
mich ihrem Abscheu ausgesetzt; *
ich bin gefangen und kann nicht heraus.

Mein Auge wird trübe vor Elend. +
Jeden Tag, Herr, ruf’ ich zu dir; *
ich strecke nach dir meine Hände aus.

Wirst du an den Toten Wunder tun, *
werden Schatten aufstehn, um dich zu preisen?

Erzählt man im Grab von deiner Huld, *
von deiner Treue im Totenreich?

Werden deine Wunder in der Finsternis bekannt, *
deine Gerechtigkeit im Land des Vergessens?

Herr, darum schreie ich zu dir, *
früh am Morgen tritt mein Gebet vor dich hin.

Warum, o Herr, verwirfst du mich, *
warum verbirgst du dein Gesicht vor mir?

Gebeugt bin ich und todkrank von früher Jugend an, *
deine Schrecken lasten auf mir, und ich bin zerquält.

Über mich fuhr die Glut deines Zorns dahin, *
deine Schrecken vernichten mich.

Sie umfluten mich allzeit wie Wasser *
und dringen auf mich ein von allen Seiten.

Du hast mir die Freunde und Gefährten entfremdet; *
mein Vertrauter ist nur noch die Finsternis.

Antiphon

Herr, du Gott meines Heils, zu dir schreie ich am Tag und bei Nacht.

KURZLESUNG Jer 14,9

Du bist in unsrer Mitte, Herr, und dein Name ist über uns ausgerufen; verlass uns nicht, Herr, unser Gott!

RESPONSORIUM

R Herr, auf dich vertraue ich, * in deine Hände lege ich mein Leben. - R
V Lass leuchten über deinem Knecht dein Antlitz, hilf mir in deiner Güte. * In deine Hände lege ich mein Leben.
Ehre sei dem Vater. - R

Antiphon

Sei unser Heil, o Herr, wenn wir wachen, und unser Schutz, wenn wir schlafen; damit wir wachen mit Christus und ruhen in seinem Frieden.

NUNC DIMITTIS Lk 2,29-32

Nun lässt du, Herr, deinen Knecht, *
wie du gesagt hast, in Frieden scheiden.

Denn meine Augen haben das Heil gesehen, *
das du vor allen Völkern bereitet hast,

ein Licht, das die Heiden erleuchtet, *
und Herrlichkeit für dein Volk Israel.

Antiphon

Sei unser Heil, o Herr, wenn wir wachen, und unser Schutz, wenn wir schlafen; damit wir wachen mit Christus und ruhen in seinem Frieden.

Oration

Allmächtiger Gott, dein eingeborener Sohn ist hinabgestiegen in die Nacht des Todes und auferstanden. Gib, dass wir alle Tage durch den Glauben ihm verbunden bleiben, damit wir einst mit ihm auferstehen zum neuen Leben. Darum bitten wir durch ihn, Christus, unseren Herrn.

Eine ruhige Nacht und ein gutes Ende gewähre uns der allmächtige Herr. R Amen.

Eine ruhige Nacht und ein gutes Ende gewähre uns der allmächtige Herr.
R:Amen.

2. Woche Adventszeit

Stundenbuch: 2. Woche Bd. Adv. und Weihnachtszeit

Freitag, 09. Dezember 2022
49. Kalenderwoche

Das Stundenbuch wird Ihnen hier online in Kooperation mit dem Deutschen Liturgischen Institut zur Verfügung gestellt.