Kalenderblatt

Martin I.

Falsche Freunde sind in guten Zeiten immer da und in schlechten Zeiten plötzlich verschwunden – der tief enttäuschte Martin I. (649-655) könnte davon ein Lied singen. Ohne die Bestätigung des byzantinischen Kaisers wurde er 649 zum Bischof von Rom gewählt. Sein Amtsantritt war geprägt von der Diskussion um den Monotheletismus. Diese Lehre behauptete, in der Person Jesu habe es nur einen einzigen, nämlich göttlichen Willen, nicht aber einen menschlichen Willen gegeben. Auch der byzantinische Kaiser vertrat diese Meinung. Martin sah darin jedoch die volle Menschheit Jesu in Frage gestellt und berief eine Lateransynode ein, auf welcher der Monotheletismus verurteilt wurde. Daraufhin ließ ihn der Kaiser entführen und in Konstantinopel wegen Hochverrats auf die Krim (heutige Ukraine, russisch annektiert) verbannen. Der römische Klerus wollte plötzlich nichts mehr mit Martin zu tun haben und wählte noch zu dessen Lebzeiten mit Eugen I. 654 einen Nachfolger auf dem Stuhl Petri. Martin starb am 16. September 655 im Exil. 

Bild: © KNA/Papst Martin I.

Gebet des Tages

Allmächtiger, ewiger Gott,

wir dürfen dich Vater nennen,

denn du hast uns an Kindes statt angenommen.

Gib, dass wir mehr und mehr

aus dem Geist der Kindschaft leben,

damit wir die wahre Freiheit finden

und das unvergängliche Erbe erlangen.

Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Stundenbuch

Tagesliturgie auf einem Blick

Mit freundlicher Genehmigung des Deutschen Liturgischen Instituts

Lesung (Apg 4,23-31)

Als sie gebetet hatten, wurden alle mit dem Heiligen Geist erfüllt und sie verkündetenfreimütig das Wort Gottes

In jenen Tagen,
   als Petrus und Johannes freigelassen worden waren,
   gingen sie zu den Ihren
und berichteten alles,
   was die Hohepriester und die Ältesten zu ihnen gesagt hatten.

Als sie das hörten,
   erhoben sie einmütig ihre Stimme zu Gott
und sprachen: Herr,
   du hast den Himmel, die Erde und das Meer geschaffen
   und alles, was sie erfüllt;
du hast durch den Mund unseres Vaters David, deines Knechtes,
   durch den Heiligen Geist gesagt:

Warum tobten die Völker,
   warum machten die Nationen nichtige Pläne?
Die Könige der Erde standen auf
   und die Herrscher haben sich verbündet
   gegen den Herrn und seinen Christus.

Wahrhaftig, verbündet haben sich in dieser Stadt
   gegen deinen heiligen Knecht Jesus, den du gesalbt hast,
   Herodes und Pontius Pilatus
   mit den Heiden und den Stämmen Israels,
   um alles auszuführen, was deine Hand
   und dein Wille im Voraus bestimmt haben, dass es geschehe.

Doch jetzt, Herr, sieh auf ihre Drohungen
und gib deinen Knechten,
   mit allem Freimut dein Wort zu verkünden!

Streck deine Hand aus,
damit Heilungen und Zeichen und Wunder geschehen
   durch den Namen deines heiligen Knechtes Jesus!

Als sie gebetet hatten,
   bebte der Ort, an dem sie versammelt waren,
und alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt
und sie verkündeten freimütig das Wort Gottes.

Mess-Lektionar 1982 ff. © 2018 staeko.net

Antwortpsalm (Ps 2,1-3.4-6.7-9 (R: vgl. 12d))

Kv Selig, die bei dir sich bergen, o Herr. - KvOder:Kv Halleluja. - Kv

Warum toben die Völker, *
warum ersinnen die Nationen nichtige Pläne?
Die Könige der Erde stehen auf, *
die Großen tun sich zusammen gegen den HERRN und seinen Gesalbten:
Lasst uns ihre Fesseln zerreißen *
und von uns werfen ihre Stricke! - (Kv)

Er, der im Himmel thront, lacht, *
der HERR verspottet sie.
Dann spricht er in seinem Zorn zu ihnen, *
in seinem Grimm wird er sie erschrecken:
„Ich selber habe meinen König eingesetzt *
auf Zion, meinem heiligen Berg.“ - (Kv)

Den Beschluss des HERRN will ich kundtun. /
Er sprach zu mir: „Mein Sohn bist du. *
Ich selber habe dich heute gezeugt.
Fordere von mir und ich gebe dir die Völker zum Erbe *
und zum Eigentum die Enden der Erde.
Du wirst sie zerschlagen mit eisernem Stab, *
wie Krüge aus Ton wirst du sie zertrümmern.“ - Kv

Mess-Lektionar 1982 ff. © 2018 staeko.net

Evangelium (Joh 3,1-8)

Wenn jemand nicht von oben geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen

Es war da einer von den Pharisäern namens Nikodémus,
   ein führender Mann unter den Juden.
Der suchte Jesus bei Nacht auf
und sagte zu ihm:
   Rabbi, wir wissen,
   du bist ein Lehrer, von Gott gekommen;
denn niemand kann die Zeichen tun, die du tust,
   wenn nicht Gott mit ihm ist.

Jesus antwortete ihm: Amen, amen, ich sage dir:
Wenn jemand nicht von oben geboren wird,
   kann er das Reich Gottes nicht sehen.

Nikodémus entgegnete ihm:
   Wie kann ein Mensch, der schon alt ist, geboren werden?
Kann er etwa in den Schoß seiner Mutter zurückkehren
   und noch einmal geboren werden?

Jesus antwortete: Amen, amen, ich sage dir:
Wenn jemand nicht aus dem Wasser und dem Geist geboren wird,
   kann er nicht in das Reich Gottes kommen.
Was aus dem Fleisch geboren ist,
   das ist Fleisch;
was aber aus dem Geist geboren ist,
   das ist Geist.

Wundere dich nicht,
   dass ich dir sagte: Ihr müsst von oben geboren werden.
Der Wind weht, wo er will;
   du hörst sein Brausen,
   weißt aber nicht, woher er kommt und wohin er geht.
So ist es mit jedem,
   der aus dem Geist geboren ist.

Mess-Lektionar 1982 ff. © 2018 staeko.net

LAUDES

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.

HYMNUS

Der Morgen rötet sich und glüht,
der ganze Himmel tönt von Lob,
in Jubel jauchzt die Erde auf,
und klagend stöhnt die Unterwelt.

Der starke, königliche Held
zerbrach des Todes schweren Bann.
Sein Fuß zertrat der Hölle Macht:
Aus harter Fron sind wir befreit.

Er, den der Stein verschlossen hielt
und den man noch im Grab bewacht,
er steigt als Sieger aus dem Grab,
fährt auf in strahlendem Triumph.

Schon werden alle Klagen stumm,
in Freude wandelt sich der Schmerz,
denn auferstanden ist der Herr;
ein lichter Engel tut es kund.

Dem Herrn sei Preis und Herrlichkeit,
der aus dem Grabe auferstand,
dem Vater und dem Geist zugleich
durch alle Zeit und Ewigkeit. Amen.

PSALMODIE

1. Antiphon

Wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser, so lechzt meine Seele, Gott, nach dir. Halleluja.

Psalm Ps 42,2-12

Meine Seele dürstet nach Gott
Wer durstig ist, der komme! Wer will, empfange Wasser des Lebens als Geschenk. (Offb 22,17)

(Wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser, *
so lechzt meine Seele, Gott, nach dir.)

Meine Seele dürstet nach Gott, *
nach dem lebendigen Gott.

Wann darf ich kommen *
und Gottes Antlitz schauen?

Tränen waren mein Brot bei Tag und bei Nacht; *
denn man sagt zu mir den ganzen Tag: Wo ist nun dein Gott?

Das Herz geht mir über, wenn ich daran denke: +
wie ich zum Haus Gottes zog in festlicher Schar,
mit Jubel und Dank in feiernder Menge.

Meine Seele, warum bist du betrübt *
und bist so unruhig in mir?

Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, *
meinem Gott und Retter, auf den ich schaue.

Betrübt ist meine Seele in mir, darum denke ich an dich *
im Jordanland, am Hermon, am Mizar-Berg.

Flut ruft der Flut zu beim Tosen deiner Wasser, *
all deine Wellen und Wogen gehen über mich hin.

Bei Tag schenke der Herr seine Huld; *
ich singe ihm nachts und flehe zum Gott meines Lebens.

Ich sage zu Gott, meinem Fels: *
«Warum hast du mich vergessen?

Warum muss ich trauernd umhergehen, *
von meinem Feind bedrängt?»

Wie ein Stechen in meinen Gliedern *
ist für mich der Hohn der Bedränger;

denn sie rufen mir ständig zu: *
Wo ist nun dein Gott?

Meine Seele, warum bist du betrübt *
und bist so unruhig in mir?

Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, *
meinem Gott und Retter, auf den ich schaue.

Antiphon

Wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser, so lechzt meine Seele, Gott, nach dir. Halleluja.

2. Antiphon

Erfülle dein Volk mit deinem Wort, damit es deine Wunder verkünde. Halleluja.

Canticum Sir 36,1-7.13.16-19

Gebet für die heilige Stadt
Dies ist das ewige Leben: dich, den einzigen wahren Gott, zu erkennen und Jesus Christus, den du gesandt hast. (Joh 17,3)

Rette uns, Herr, du Gott des Alls, *
und wirf deinen Schrecken auf alle Völker!

Schwing deine Hand gegen das fremde Volk, *
damit es deine mächtigen Taten sieht!

Wie du dich an uns vor ihren Augen als heilig bezeugt hast, *
so verherrliche dich an ihnen vor unseren Augen,

damit sie erkennen, wie wir es erkannten: *
Es gibt keinen Gott außer dir!

Erneuere die Zeichen, wiederhole die Wunder, *
zeige die Macht deiner Hand und die Kraft deines rechten Armes!

Sammle alle Stämme Jakobs, *
verteile den Erbbesitz wie in den Tagen der Vorzeit!

Hab Erbarmen mit dem Volk, das deinen Namen trägt, *
mit Israel, den du deinen Erstgeborenen nanntest!

Hab Erbarmen mit deiner heiligen Stadt, *
mit Jerusalem, dem Ort, wo du wohnst!

Erfülle Zion mit deinem Glanz *
und deinen Tempel mit deiner Herrlichkeit!

Antiphon

Erfülle dein Volk mit deinem Wort, damit es deine Wunder verkünde. Halleluja.

3. Antiphon

Die Herrlichkeit des Herrn durchstrahlt die Gottesstadt, und ihre Leuchte ist das Lamm. Halleluja.

Psalm Ps 19 (18),2-7

Die Himmel rühmen die Herrlichkeit Gottes
Das Licht aus der Höhe hat uns besucht ... um unsere Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens. (Lk 1,78.79)

Die Himmel rühmen die Herrlichkeit Gottes, *
vom Werk seiner Hände kündet das Firmament.

Ein Tag sagt es dem andern, *
eine Nacht tut es der andern kund,

ohne Worte und ohne Reden, *
unhörbar bleibt ihre Stimme.

Doch ihre Botschaft geht in die ganze Welt hinaus, *
ihre Kunde bis zu den Enden der Erde.

Dort hat er der Sonne ein Zelt gebaut. *
Sie tritt aus ihrem Gemach hervor wie ein Bräutigam;

sie frohlockt wie ein Held *
und läuft ihre Bahn.

Am einen Ende des Himmels geht sie auf +
und läuft bis ans andere Ende; *
nichts kann sich vor ihrer Glut verbergen.

Antiphon

Die Herrlichkeit des Herrn durchstrahlt die Gottesstadt, und ihre Leuchte ist das Lamm. Halleluja.

KURZLESUNG Röm 10,8b-10

Das Wort ist dir nahe, es ist in deinem Mund und in deinem Herzen. Gemeint ist das Wort des Glaubens, das wir verkündigen;
denn wenn du mit deinem Mund bekennst: «Jesus ist der Herr», und in deinem Herzen glaubst: «Gott hat ihn von den Toten auferweckt», so wirst du gerettet werden.
Wer mit dem Herzen glaubt und mit dem Mund bekennt, wird Gerechtigkeit und Heil erlangen.

RESPONSORIUM

R Der Herr ist aus dem Grab erstanden. * Halleluja, halleluja. - R
V Der für uns am Kreuz gehangen. * Halleluja, halleluja.
Ehre sei dem Vater. - R

Benedictus-Antiphon

Amen, amen, ich sage euch: Wenn jemand nicht von oben geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht schauen. Halleluja.

Benedictus Lk 1,68-79

Der Messias und sein Vorläufer

Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels! *
Denn er hat sein Volk besucht und ihm Erlösung geschaffen;

er hat uns einen starken Retter erweckt *
im Hause seines Knechtes David.

So hat er verheißen von alters her *
durch den Mund seiner heiligen Propheten.

Er hat uns errettet vor unsern Feinden *
und aus der Hand aller, die uns hassen;

er hat das Erbarmen mit den Vätern an uns vollendet +
und an seinen heiligen Bund gedacht, *
an den Eid, den er unserm Vater Abraham geschworen hat;

er hat uns geschenkt, dass wir, aus Feindeshand befreit, +
ihm furchtlos dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit *
vor seinem Angesicht all unsre Tage.

Und du, Kind, wirst Prophet des Höchsten heißen; +
denn du wirst dem Herrn vorangehn *
und ihm den Weg bereiten.

Du wirst sein Volk mit der Erfahrung des Heils beschenken *
in der Vergebung der Sünden.

Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes *
wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe,

um allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen und im Schatten des Todes, *
und unsre Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist.

Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Benedictus-Antiphon

Amen, amen, ich sage euch: Wenn jemand nicht von oben geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht schauen. Halleluja.

FÜRBITTEN

Gepriesen sei Gott, der Vater, der seinen Sohn von den Toten auferweckt hat. Zu ihm lasst uns beten:

R Sei gepriesen in Ewigkeit.

Du hast die Welt hell gemacht durch deinen auferstandenen Sohn;
- mach unser Leben hell durch das Licht des Glaubens.

Du hast uns durch deinen Sohn Hoffnung auf ewiges Leben geschenkt;
- gib, dass wir unter der Last des Alltags diese Hoffnung nicht verlieren.

Du hast uns aus dem Wasser und dem Heiligen Geist wiedergeboren;
- lass uns dankbar bleiben für das Geschenk der Taufe.

Durch deinen Sohn hast du Himmel und Erde versöhnt;
- mach uns zu Boten deines Friedens.

(Bitten in besonderen Anliegen)

Hier können Bitten in besonderen Anliegen eingefügt werden.

ÜBERLEITUNG ZUM VATER UNSER

Herr, erbarme dich (unser).
Christus, erbarme dich (unser).
Herr, erbarme dich (unser).

VATER UNSER

Vater unser im Himmel,
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.

Unmittelbar anschließend an die letzte Bitte des Vaterunsers:

Oration

Allmächtiger, ewiger Gott, wir dürfen dich Vater nennen, denn du hast uns an Kindes Statt angenommen. Gib, dass wir mehr und mehr aus dem Geist der Kindschaft leben, damit wir die wahre Freiheit finden und das unvergängliche Erbe erlangen. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

R:Amen.

ABSCHLUSS

Wenn ein Priester oder ein Diakon der Feier vorsteht, grüßt und segnet er die Gemeinde mit folgenden Worten:

Der Herr sei mit euch.
R:Und mit deinem Geiste.
Es segne euch der allmächtige Gott, + der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
R:Amen.

Wenn die Gemeinde zu entlassen ist, geschieht dies mit folgenden Worten:

Gehet hin in Frieden.
R:Dank sei Gott, dem Herrn.

Wenn kein Priester oder Diakon der Feier vorsteht, und beim Gebet des einzelnen, erfolgt keine Entlassung. In diesem Falle lautet der Schlusssegen:

Der Herr segne uns,
er bewahre uns vor Unheil
und führe uns zum ewigen Leben.
R:Amen.

TERZ

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater. Wie im Anfang. Halleluja.

HYMNUS

O Geist, vom Vater ausgesandt,
o Kraft, vom Sohn verheißen:
Ergieße dich in unser Herz
und nimm es dir zu eigen!

Wo du bist, flammt die Liebe auf,
und Liebe will lobsingen.
Die Liebe öffnet Herz und Hand,
sie will sich ganz verschwenden.

Lob sei dem Vater und dem Sohn,
Lob sei dem Heil’gen Geiste,
wie es von allem Anfang war,
jetzt und für alle Zeiten. Amen.

PSALMODIE

1. Antiphon

Halleluja, halleluja, halleluja.

Psalm Ps 119,41-48

Freude an Gottes Weisung
Die Liebe zu Gott besteht darin, dass wir seine Gebote halten. (1 Joh 5,3)

I

Herr, deine Huld komme auf mich herab *
und deine Hilfe, wie du es verheißen hast.

Dann kann ich dem, der mich schmäht, erwidern; *
denn ich vertraue auf dein Wort.

Entziehe meinem Mund nicht das Wort der Wahrheit! *
Ich hoffe so sehr auf deine Entscheide.

Ich will deiner Weisung beständig folgen, *
auf immer und ewig.

Dann schreite ich aus auf freier Bahn; *
denn ich frage nach deinen Befehlen.

Deine Gebote will ich vor Königen bezeugen *
und mich nicht vor ihnen schämen.

An deinen Geboten habe ich meine Freude, *
ich liebe sie von Herzen.

Ich erhebe meine Hände zu deinen Geboten; *
nachsinnen will ich über deine Gesetze.

Antiphon

Halleluja, halleluja, halleluja.

2. Antiphon

Halleluja, halleluja, halleluja.

II

Ich hoffte, ja ich hoffte auf den Herrn. *
Da neigte er sich mir zu und hörte mein Schreien.

Er zog mich herauf aus der Grube des Grauens, *
aus Schlamm und Morast.

Er stellte meine Füße auf den Fels, *
machte fest meine Schritte.

Er legte mir ein neues Lied in den Mund, *
einen Lobgesang auf ihn, unsern Gott.

Viele werden es sehen, sich in Ehrfurcht neigen *
und auf den Herrn vertrauen.

Wohl dem Mann, der auf den Herrn sein Vertrauen setzt, *
sich nicht zu den Stolzen hält noch zu treulosen Lügnern.

Zahlreich sind die Wunder, die du getan hast, +
und deine Pläne mit uns; *
Herr, mein Gott, nichts kommt dir gleich.

Wollte ich von ihnen künden und reden, *
es wären mehr, als man zählen kann.

An Schlacht- und Speiseopfern hast du kein Gefallen, *
Brand- und Sündopfer forderst du nicht.

Doch das Gehör hast du mir eingepflanzt; +
darum sage ich: Ja, ich komme. *
In dieser Schriftrolle steht, was an mir geschehen ist.

Deinen Willen zu tun, mein Gott, macht mir Freude, *
deine Weisung trag’ ich im Herzen.

Antiphon

Halleluja, halleluja, halleluja.

3. Antiphon

Halleluja, halleluja, halleluja.

III

Gerechtigkeit verkünde ich in großer Gemeinde, *
meine Lippen verschließe ich nicht; Herr, du weißt es.

Deine Gerechtigkeit verberge ich nicht im Herzen, *
ich spreche von deiner Treue und Hilfe,

ich schweige nicht über deine Huld und Wahrheit *
vor der großen Gemeinde.

Du, Herr, verschließ mir nicht dein Erbarmen, *
deine Huld und Wahrheit mögen mich immer behüten!

Denn Leiden ohne Zahl umfangen mich, meine Sünden holen mich ein, *
ich vermag nicht mehr aufzusehn.

Zahlreicher sind sie als die Haare auf meinem Kopf, *
der Mut hat mich ganz verlassen.

Gewähre mir die Gunst, Herr, und reiß mich heraus; *
Herr, eile mir zu Hilfe!

Alle, die dich suchen, frohlocken; *
sie mögen sich freuen in dir.

Die dein Heil lieben, sollen immer sagen: *
Groß ist Gott, der Herr.

Ich bin arm und gebeugt; *
der Herr aber sorgt für mich.

Meine Hilfe und mein Retter bist du. *
Mein Gott, säume doch nicht!

Antiphon

Halleluja, halleluja, halleluja.

KURZLESUNG Offb 1,17c-18

Ich, Johannes, sah den Menschensohn. Er sprach zu mir: Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte
und der Lebendige. Ich war tot, doch nun lebe ich in alle Ewigkeit, und ich habe die Schlüssel zum Tod und zur Unterwelt.

RESPONSORIUM

V Der Herr ist wahrhaft auferstanden. Halleluja.
R Er ist dem Simon erschienen. Halleluja.

Oration

Allmächtiger, ewiger Gott, wir dürfen dich Vater nennen, denn du hast uns an Kindes Statt angenommen. Gib, dass wir mehr und mehr aus dem Geist der Kindschaft leben, damit wir die wahre Freiheit finden und das unvergängliche Erbe erlangen. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

ABSCHLUSS

V:Singet Lob und Preis.
R:Dank sei Gott, dem Herrn.

SEXT

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater. Wie im Anfang. Halleluja.

HYMNUS

Du starker Lenker, treuer Gott,
aus dir strömt alles Leben.
Du gibst dem Morgen hellen Glanz,
dem Mittag Glut in Fülle.

Bewahre uns vor Übermut.
Hilf uns, wenn wir erschlaffen.
Mach uns gesund an Geist und Leib
und schenk uns deinen Frieden.

Lob sei dem Vater und dem Sohn,
Lob sei dem Heil’gen Geiste,
wie es von allem Anfang war,
jetzt und für alle Zeiten. Amen.

PSALMODIE

1. Antiphon

Halleluja, halleluja, halleluja.

Psalm Ps 119,41-48

Freude an Gottes Weisung
Die Liebe zu Gott besteht darin, dass wir seine Gebote halten. (1 Joh 5,3)

I

Herr, deine Huld komme auf mich herab *
und deine Hilfe, wie du es verheißen hast.

Dann kann ich dem, der mich schmäht, erwidern; *
denn ich vertraue auf dein Wort.

Entziehe meinem Mund nicht das Wort der Wahrheit! *
Ich hoffe so sehr auf deine Entscheide.

Ich will deiner Weisung beständig folgen, *
auf immer und ewig.

Dann schreite ich aus auf freier Bahn; *
denn ich frage nach deinen Befehlen.

Deine Gebote will ich vor Königen bezeugen *
und mich nicht vor ihnen schämen.

An deinen Geboten habe ich meine Freude, *
ich liebe sie von Herzen.

Ich erhebe meine Hände zu deinen Geboten; *
nachsinnen will ich über deine Gesetze.

Antiphon

Halleluja, halleluja, halleluja.

2. Antiphon

Halleluja, halleluja, halleluja.

II

Ich hoffte, ja ich hoffte auf den Herrn. *
Da neigte er sich mir zu und hörte mein Schreien.

Er zog mich herauf aus der Grube des Grauens, *
aus Schlamm und Morast.

Er stellte meine Füße auf den Fels, *
machte fest meine Schritte.

Er legte mir ein neues Lied in den Mund, *
einen Lobgesang auf ihn, unsern Gott.

Viele werden es sehen, sich in Ehrfurcht neigen *
und auf den Herrn vertrauen.

Wohl dem Mann, der auf den Herrn sein Vertrauen setzt, *
sich nicht zu den Stolzen hält noch zu treulosen Lügnern.

Zahlreich sind die Wunder, die du getan hast, +
und deine Pläne mit uns; *
Herr, mein Gott, nichts kommt dir gleich.

Wollte ich von ihnen künden und reden, *
es wären mehr, als man zählen kann.

An Schlacht- und Speiseopfern hast du kein Gefallen, *
Brand- und Sündopfer forderst du nicht.

Doch das Gehör hast du mir eingepflanzt; +
darum sage ich: Ja, ich komme. *
In dieser Schriftrolle steht, was an mir geschehen ist.

Deinen Willen zu tun, mein Gott, macht mir Freude, *
deine Weisung trag’ ich im Herzen.

Antiphon

Halleluja, halleluja, halleluja.

3. Antiphon

Halleluja, halleluja, halleluja.

III

Gerechtigkeit verkünde ich in großer Gemeinde, *
meine Lippen verschließe ich nicht; Herr, du weißt es.

Deine Gerechtigkeit verberge ich nicht im Herzen, *
ich spreche von deiner Treue und Hilfe,

ich schweige nicht über deine Huld und Wahrheit *
vor der großen Gemeinde.

Du, Herr, verschließ mir nicht dein Erbarmen, *
deine Huld und Wahrheit mögen mich immer behüten!

Denn Leiden ohne Zahl umfangen mich, meine Sünden holen mich ein, *
ich vermag nicht mehr aufzusehn.

Zahlreicher sind sie als die Haare auf meinem Kopf, *
der Mut hat mich ganz verlassen.

Gewähre mir die Gunst, Herr, und reiß mich heraus; *
Herr, eile mir zu Hilfe!

Alle, die dich suchen, frohlocken; *
sie mögen sich freuen in dir.

Die dein Heil lieben, sollen immer sagen: *
Groß ist Gott, der Herr.

Ich bin arm und gebeugt; *
der Herr aber sorgt für mich.

Meine Hilfe und mein Retter bist du. *
Mein Gott, säume doch nicht!

Antiphon

Halleluja, halleluja, halleluja.

KURZLESUNG Kol 2,9-10a.12

In Christus allein wohnt wirklich die ganze Fülle Gottes.
Durch ihn seid auch ihr davon erfüllt.
Mit Christus wurdet ihr in der Taufe begraben, mit ihm auch auferweckt, durch den Glauben an die Kraft Gottes, der ihn von den Toten auferweckt hat.

RESPONSORIUM

V Der Herr ist den Jüngern erschienen. Halleluja.
R Sie sahen ihn und freuten sich. Halleluja.

Oration

Allmächtiger, ewiger Gott, wir dürfen dich Vater nennen, denn du hast uns an Kindes Statt angenommen. Gib, dass wir mehr und mehr aus dem Geist der Kindschaft leben, damit wir die wahre Freiheit finden und das unvergängliche Erbe erlangen. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

ABSCHLUSS

V:Singet Lob und Preis.
R:Dank sei Gott, dem Herrn.

NON

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater. Wie im Anfang. Halleluja.

HYMNUS

Schon neigt der Tag dem Abend zu,
die Schatten werden länger.
Vergänglich ist, was uns umgibt,
du aber bleibst bestehen.

Im Tageslicht, das steigt und sinkt,
wird uns die Zeit bemessen,
bis uns der Tod hinüberführt,
wo alle Grenzen fallen.

Lob sei dem Vater und dem Sohn,
Lob sei dem Heil’gen Geiste,
wie es von allem Anfang war,
jetzt und für alle Zeiten. Amen.

PSALMODIE

1. Antiphon

Halleluja, halleluja, halleluja.

Psalm Ps 119,41-48

Freude an Gottes Weisung
Die Liebe zu Gott besteht darin, dass wir seine Gebote halten. (1 Joh 5,3)

I

Herr, deine Huld komme auf mich herab *
und deine Hilfe, wie du es verheißen hast.

Dann kann ich dem, der mich schmäht, erwidern; *
denn ich vertraue auf dein Wort.

Entziehe meinem Mund nicht das Wort der Wahrheit! *
Ich hoffe so sehr auf deine Entscheide.

Ich will deiner Weisung beständig folgen, *
auf immer und ewig.

Dann schreite ich aus auf freier Bahn; *
denn ich frage nach deinen Befehlen.

Deine Gebote will ich vor Königen bezeugen *
und mich nicht vor ihnen schämen.

An deinen Geboten habe ich meine Freude, *
ich liebe sie von Herzen.

Ich erhebe meine Hände zu deinen Geboten; *
nachsinnen will ich über deine Gesetze.

Antiphon

Halleluja, halleluja, halleluja.

2. Antiphon

Halleluja, halleluja, halleluja.

II

Ich hoffte, ja ich hoffte auf den Herrn. *
Da neigte er sich mir zu und hörte mein Schreien.

Er zog mich herauf aus der Grube des Grauens, *
aus Schlamm und Morast.

Er stellte meine Füße auf den Fels, *
machte fest meine Schritte.

Er legte mir ein neues Lied in den Mund, *
einen Lobgesang auf ihn, unsern Gott.

Viele werden es sehen, sich in Ehrfurcht neigen *
und auf den Herrn vertrauen.

Wohl dem Mann, der auf den Herrn sein Vertrauen setzt, *
sich nicht zu den Stolzen hält noch zu treulosen Lügnern.

Zahlreich sind die Wunder, die du getan hast, +
und deine Pläne mit uns; *
Herr, mein Gott, nichts kommt dir gleich.

Wollte ich von ihnen künden und reden, *
es wären mehr, als man zählen kann.

An Schlacht- und Speiseopfern hast du kein Gefallen, *
Brand- und Sündopfer forderst du nicht.

Doch das Gehör hast du mir eingepflanzt; +
darum sage ich: Ja, ich komme. *
In dieser Schriftrolle steht, was an mir geschehen ist.

Deinen Willen zu tun, mein Gott, macht mir Freude, *
deine Weisung trag’ ich im Herzen.

Antiphon

Halleluja, halleluja, halleluja.

3. Antiphon

Halleluja, halleluja, halleluja.

III

Gerechtigkeit verkünde ich in großer Gemeinde, *
meine Lippen verschließe ich nicht; Herr, du weißt es.

Deine Gerechtigkeit verberge ich nicht im Herzen, *
ich spreche von deiner Treue und Hilfe,

ich schweige nicht über deine Huld und Wahrheit *
vor der großen Gemeinde.

Du, Herr, verschließ mir nicht dein Erbarmen, *
deine Huld und Wahrheit mögen mich immer behüten!

Denn Leiden ohne Zahl umfangen mich, meine Sünden holen mich ein, *
ich vermag nicht mehr aufzusehn.

Zahlreicher sind sie als die Haare auf meinem Kopf, *
der Mut hat mich ganz verlassen.

Gewähre mir die Gunst, Herr, und reiß mich heraus; *
Herr, eile mir zu Hilfe!

Alle, die dich suchen, frohlocken; *
sie mögen sich freuen in dir.

Die dein Heil lieben, sollen immer sagen: *
Groß ist Gott, der Herr.

Ich bin arm und gebeugt; *
der Herr aber sorgt für mich.

Meine Hilfe und mein Retter bist du. *
Mein Gott, säume doch nicht!

Antiphon

Halleluja, halleluja, halleluja.

KURZLESUNG 2 Tim 2,8.11

Denk daran, dass Jesus Christus, der Nachkomme Davids, von den Toten auferstanden ist; so lautet mein Evangelium.
Das Wort ist glaubwürdig: Wenn wir mit Christus gestorben sind, werden wir auch mit ihm leben.

RESPONSORIUM

V Herr, bleibe bei uns. Halleluja.
R Denn es will Abend werden. Halleluja.

Oration

Allmächtiger, ewiger Gott, wir dürfen dich Vater nennen, denn du hast uns an Kindes Statt angenommen. Gib, dass wir mehr und mehr aus dem Geist der Kindschaft leben, damit wir die wahre Freiheit finden und das unvergängliche Erbe erlangen. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

ABSCHLUSS

V:Singet Lob und Preis.
R:Dank sei Gott, dem Herrn.

VESPER

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.

HYMNUS

Zum Mahl des Lammes schreiten wir
mit weißen Kleidern angetan,
Christus, dem Sieger, singen wir,
der uns durchs Rote Meer geführt.

Am Kreuze gab er seinen Leib
für alle Welt zum Opfer hin;
und wer von seinem Blute trinkt,
wird eins mit ihm und lebt mit ihm.

Am Pascha-Abend weist das Blut
den Würgeengel von der Tür:
Wir sind befreit aus harter Fron
und von der Knechtschaft Pharaos.

Christus ist unser Osterlamm,
das uns zum Heil geschlachtet ward.
Er reicht uns seinen heil'gen Leib,
als Brot, das uns sein Leben schenkt.

Lamm Gottes, wahres Opferlamm,
durch das der Hölle Macht zerbrach!
Den Kerker hast du aufgesprengt,
zu neuem Leben uns befreit.

Erstanden ist der Herr vom Grab,
kehrt siegreich aus dem Tod zurück.
Gefesselt ist der Fürst der Welt,
und offen steht das Paradies.

Dem Herrn sei Preis und Herrlichkeit,
der aus dem Grabe auferstand,
dem Vater und dem Geist zugleich
durch alle Zeit und Ewigkeit. Amen.

PSALMODIE

Hochgelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn. Halleluja.

1. Antiphon

Psalm Ps 45 (44),2-10

Die Hochzeit des Königs
Der Bräutigam kommt! Geht ihm entgegen! (Mt 25,6)

Mein Herz fließt über von froher Kunde, +
ich weihe mein Lied dem König. *
Meine Zunge gleicht dem Griffel des flinken Schreibers.

Du bist der Schönste von allen Menschen, +
Anmut ist ausgegossen über deine Lippen; *
darum hat Gott dich für immer gesegnet.

Gürte, du Held, dein Schwert um die Hüfte, *
kleide dich in Hoheit und Herrlichkeit!

Zieh aus mit Glück, kämpfe für Wahrheit und Recht! *
Furchtgebietende Taten soll dein rechter Arm dich lehren.

Deine Pfeile sind scharf, dir unterliegen die Völker, *
die Feinde des Königs verlieren den Mut.

Dein Thron, du Göttlicher, steht für immer und ewig; *
das Zepter deiner Herrschaft ist ein gerechtes Zepter.

Du liebst das Recht und hasst das Unrecht, +
darum hat Gott, dein Gott, dich gesalbt mit dem Öl der Freude *
wie keinen deiner Gefährten.

Von Myrrhe, Aloë und Kassia duften all deine Gewänder, *
aus Elfenbeinhallen erfreut dich Saitenspiel.

Königstöchter gehen dir entgegen, *
die Braut steht dir zur Rechten im Schmuck von Ofirgold.

Antiphon

Hochgelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn. Halleluja.

2. Antiphon

Selig, die zum Hochzeitsmahl des Lammes geladen sind. Halleluja.

Psalm Ps 45 (44),11-18

Die Hochzeit des Königs
Der Bräutigam kommt! Geht ihm entgegen! (Mt 25,6)

Höre, Tochter, sieh her und neige dein Ohr, *
vergiss dein Volk und dein Vaterhaus!

Der König verlangt nach deiner Schönheit; *
er ist ja dein Herr, verneig dich vor ihm!

Die Töchter von Tyrus kommen mit Gaben, *
deine Gunst begehren die Edlen des Volkes.

Die Königstochter ist herrlich geschmückt, *
ihr Gewand ist durchwirkt mit Gold und Perlen.

Man geleitet sie in bunt gestickten Kleidern zum König, +
Jungfrauen sind ihr Gefolge, *
ihre Freundinnen führt man zu dir.

Man geleitet sie mit Freude und Jubel, *
sie ziehen ein in den Palast des Königs.

An die Stelle deiner Väter treten einst deine Söhne; *
du bestellst sie zu Fürsten im ganzen Land.

Ich will deinen Namen rühmen von Geschlecht zu Geschlecht; *
darum werden die Völker dich preisen immer und ewig.

Selig, die zum Hochzeitsmahl des Lammes geladen sind. Halleluja.

Antiphon

Selig, die zum Hochzeitsmahl des Lammes geladen sind. Halleluja.

3. Antiphon

Aus seiner Fülle haben wir alle empfangen, Gnade über Gnade. Halleluja.

Canticum Eph 1,3-10

Gottes Heilsplan

Gepriesen sei Gott, *
der Gott und Vater unsres Herrn Jesus Christus.

Er hat uns mit allem Segen seines Geistes gesegnet *
durch unsre Gemeinschaft mit Christus im Himmel.

Denn in ihm hat er uns erwählt vor der Erschaffung der Welt, *
damit wir heilig und untadelig leben vor Gott;

er hat uns aus Liebe im Voraus dazu bestimmt, *
seine Söhne zu werden durch Jesus Christus

und zu ihm zu gelangen nach seinem gnädigen Willen, *
zum Lob seiner herrlichen Gnade.

Er hat sie uns geschenkt in seinem geliebten Sohn; +
durch sein Blut haben wir die Erlösung, die Vergebung der Sünden *
nach dem Reichtum seiner Gnade.

Durch sie hat er uns reich beschenkt *
mit aller Weisheit und Einsicht

und hat uns das Geheimnis seines Willens kundgetan, *
wie er es gnädig im Voraus bestimmt hat:

die Fülle der Zeiten heraufzuführen in Christus *
und alles, was im Himmel und auf Erden ist, in ihm zu vereinen.

Antiphon

Aus seiner Fülle haben wir alle empfangen, Gnade über Gnade. Halleluja.

KURZLESUNG Hebr 8,1b-3a

Wir haben einen Hohenpriester, der sich zur Rechten des Thrones der Majestät im Himmel gesetzt hat,
als Diener des Heiligtums und des wahren Zeltes, das der Herr selbst aufgeschlagen hat, nicht etwa ein Mensch.
Denn jeder Hohepriester wird eingesetzt, um Gaben und Opfer darzubringen.

RESPONSORIUM

R Der Herr ist den Jüngern erschienen. * Halleluja, halleluja. - R
V Sie sahen ihn und freuten sich. * Halleluja, halleluja.
Ehre sei dem Vater. - R

Magnificat-Antiphon

Was aus dem Fleisch geboren ist, das ist Fleisch; was aber aus dem Geist geboren ist, das ist Geist. Halleluja.

Magnificat Lk 1,46-55

Mein Geist jubelt über Gott

Meine Seele preist die Größe des Herrn, *
und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.

Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. *
Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter!

Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, *
und sein Name ist heilig.

Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht *
über alle, die ihn fürchten.

Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten; *
er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind;

er stürzt die Mächtigen vom Thron *
und erhöht die Niedrigen.

Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben *
und lässt die Reichen leer ausgehn.

Er nimmt sich seines Knechtes Israel an *
und denkt an sein Erbarmen,

das er unsern Vätern verheißen hat, *
Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist.

Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Magnificat-Antiphon

Was aus dem Fleisch geboren ist, das ist Fleisch; was aber aus dem Geist geboren ist, das ist Geist. Halleluja.

FÜRBITTEN

Lasst uns beten zu Jesus Christus, der durch seine Auferstehung die Welt gerettet hat:

R Du König der Herrlichkeit, höre uns.

Du bist mit den Jüngern den Weg nach Emmaus gegangen;
- begleite deine Kirche auf dem Weg ihrer Pilgerschaft.

Überlass deine Gläubigen nicht der Trägheit ihres Herzens;
- rüttle sie auf, dass sie aus dem Glauben leben.

Erbarme dich derer, die dich noch nicht erkannt haben;
- gib dich zu erkennen, damit sie dich aufnehmen, ihren Erlöser.

Durch das Opfer deines Lebens hast du die Menschen mit Gott versöhnt;
- schenke den Völkern deinen Frieden.

(Fürbitten in besonderen Anliegen)

Wir bitten dich für unsere Verstorbenen;
- lass ihnen das Licht deiner Herrlichkeit leuchten.

Hier können Fürbitten in besonderen Anliegen eingefügt werden.

Offenbare dich unseren Verstorbenen;
- schenke ewiges Leben allen, die auf deine Stimme hörten.

ÜBERLEITUNG ZUM VATER UNSER

Herr, erbarme dich (unser).
Christus, erbarme dich (unser).
Herr, erbarme dich (unser).

VATER UNSER

Vater unser im Himmel,
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.

Unmittelbar anschließend an die letzte Bitte des Vaterunsers:

Oration

Allmächtiger, ewiger Gott, wir dürfen dich Vater nennen, denn du hast uns an Kindes Statt angenommen. Gib, dass wir mehr und mehr aus dem Geist der Kindschaft leben, damit wir die wahre Freiheit finden und das unvergängliche Erbe erlangen. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

R:Amen.

ABSCHLUSS

Wenn ein Priester oder ein Diakon der Feier vorsteht, grüßt und segnet er die Gemeinde mit folgenden Worten:

Der Herr sei mit euch.
R:Und mit deinem Geiste.
Es segne euch der allmächtige Gott, + der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
R:Amen.

Wenn die Gemeinde zu entlassen ist, geschieht dies mit folgenden Worten:

Gehet hin in Frieden.
R:Dank sei Gott, dem Herrn.

Wenn kein Priester oder Diakon der Feier vorsteht, und beim Gebet des einzelnen, erfolgt keine Entlassung. In diesem Falle lautet der Schlusssegen:

Der Herr segne uns,
er bewahre uns vor Unheil
und führe uns zum ewigen Leben.
R:Amen.

KOMPLET

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater. Wie im Anfang. Halleluja.
An dieser Stelle wird eine Gewissenserforschung empfohlen.

SCHULDBEKENNTNIS

Ich bekenne Gott, dem Allmächtigen, und allen Brüdern und Schwestern, dass ich Gutes unterlassen und Böses getan habe - ich habe gesündigt in Gedanken, Worten und Werken - [alle schlagen an die Brust] durch meine Schuld, durch meine Schuld, durch meine große Schuld. Darum bitte ich die selige Jungfrau Maria, alle Engel und Heiligen und euch, Brüder und Schwestern, für mich zu beten bei Gott, unserem Herrn.

VERGEBUNGSBITTE

Der allmächtige Gott erbarme sich unser. Er lasse uns die Sünden nach und führe uns zum ewigen Leben.
R:Amen.

HYMNUS

Nimm gnädig, guter Herr und Gott,
uns diese Nacht in deine Hut;
lass uns in dir geborgen sein:
In deinem Frieden ruht sich’s gut.

Dieweil die müden Glieder ruhn,
bleib unser Herz dir zugewandt.
Wir sind dein Volk, das dir vertraut:
Beschütze uns mit starker Hand.

Dir sei, Gott Vater, Sohn und Geist,
die Ruhe dieser Nacht geweiht.
Umfängt uns einst des Todes Nacht,
führ uns ins Licht der Herrlichkeit. Amen.

PSALMODIE

Antiphon

Herr, du bist ein gnädiger Gott, voll Langmut und reich an Erbarmen.

Psalm Ps 86,1-17

Psalm Gott rettet und tröstet
Gepriesen sei Gott, der uns tröstet in all unserer Not. (Vgl. 2 Kor 1,3-4)

Wende dein Ohr mir zu, erhöre mich, Herr! *
Denn ich bin arm und gebeugt.

Beschütze mich, denn ich bin dir ergeben! *
Hilf deinem Knecht, der dir vertraut!

Du bist mein Gott. Sei mir gnädig, o Herr! *
Den ganzen Tag rufe ich zu dir.

Herr, erfreue deinen Knecht, *
denn ich erhebe meine Seele zu dir.

Herr, du bist gütig und bereit zu verzeihen, *
für alle, die zu dir rufen, reich an Gnade.

Herr, vernimm mein Beten, *
achte auf mein lautes Flehen!

Am Tag meiner Not rufe ich zu dir, *
denn du wirst mich erhören.

Herr, unter den Göttern ist keiner wie du, *
und nichts gleicht den Werken, die du geschaffen hast.

Alle Völker kommen und beten dich an, *
sie geben, Herr, deinem Namen die Ehre.

Denn du bist groß und tust Wunder; *
du allein bist Gott.

Weise mir, Herr, deinen Weg; *
ich will ihn gehen in Treue zu dir.

Richte mein Herz darauf hin, *
allein deinen Namen zu fürchten!

Ich will dir danken, Herr, mein Gott, aus ganzem Herzen, *
will deinen Namen ehren immer und ewig.

Du hast mich den Tiefen des Totenreichs entrissen. *
Denn groß ist über mir deine Huld.

Gott, freche Menschen haben sich gegen mich erhoben, +
die Rotte der Gewalttäter trachtet mir nach dem Leben; *
doch dich haben sie nicht vor Augen.

Du aber, Herr, bist ein barmherziger und gnädiger Gott, *
du bist langmütig, reich an Huld und Treue.

Wende dich mir zu und sei mir gnädig, +
gib deinem Knecht wieder Kraft *
und hilf dem Sohn deiner Magd!

Tu ein Zeichen und schenke mir Glück! +
Alle, die mich hassen, sollen es sehen und sich schämen, *
weil du, Herr, mich gerettet und getröstet hast.

Antiphon

Herr, du bist ein gnädiger Gott, voll Langmut und reich an Erbarmen.

KURZLESUNG 1 Thess 5,9-10

Gott hat uns nicht für das Gericht seines Zornes bestimmt, sondern dafür, dass wir durch Jesus Christus, unseren Herrn, das Heil erlangen.
Er ist für uns gestorben, damit wir vereint mit ihm leben, ob wir nun wachen oder schlafen.

RESPONSORIUM

R Herr, auf dich vertraue ich, in deine Hände lege ich mein Leben. * Halleluja, halleluja. - R
V Lass leuchten über deinem Knecht dein Antlitz, hilf mir in deiner Güte. * Halleluja, halleluja.
Ehre sei dem Vater. - R

Antiphon

Sei unser Heil, o Herr, wenn wir wachen, und unser Schutz, wenn wir schlafen; damit wir wachen mit Christus und ruhen in seinem Frieden. (O: Halleluja.)

NUNC DIMITTIS Lk 2,29-32

Nun lässt du, Herr, deinen Knecht, *
wie du gesagt hast, in Frieden scheiden.

Denn meine Augen haben das Heil gesehen, *
das du vor allen Völkern bereitet hast,

ein Licht, das die Heiden erleuchtet, *
und Herrlichkeit für dein Volk Israel.

Antiphon

Sei unser Heil, o Herr, wenn wir wachen, und unser Schutz, wenn wir schlafen; damit wir wachen mit Christus und ruhen in seinem Frieden. (O: Halleluja.)

Oration

Herr, schenke uns eine ruhige Nacht und erholsamen Schlaf. Was wir heute durch Wort und Werk an Gutem ausgesät haben, das lass Wurzel schlagen und wachsen und heranreifen für die ewige Ernte. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

Eine ruhige Nacht und ein gutes Ende gewähre uns der allmächtige Herr. R Amen.

Eine ruhige Nacht und ein gutes Ende gewähre uns der allmächtige Herr.
R:Amen.

Montag, 13. April 2026

Das Stundenbuch wird Ihnen hier online in Kooperation mit dem Deutschen Liturgischen Institut zur Verfügung gestellt.