Kalenderblatt

Karl Lwanga und Gefährten

Ein gebotener Gedenktag für afrikanische Glaubenszeugen – das hat im Heiligenkalender noch immer Seltenheitswert. Heute aber erinnert die Kirche weltweit Karl Lwanga und seine Gefährten. Lwanga wurde 1860 geboren und wuchs auf der Insel Bubembe im Viktoriasee (heutiges Uganda) auf. Mit etwa 18 Jahren kam er als Page an den Hof des Königs Mwanga II. In dieser Zeit wandte sich ein Teil der Bevölkerung dem Christentum zu – darunter auch Lwanga. Er ließ sich am 15. November 1885 von Pater Giraud taufen und nahm zu Ehren der missionierenden Weißen Väter den Namen ihres Gründers an: Karl (frz. Charles). Der König aber fürchtete die Fremden: Die ausländischen Missionare wollten Afrika unterjochen und verfolgten europäische Kolonialinteressen. Getaufte Landsleute seien darum als Kollaborateure und Spione zu verfolgen, befand der Herrscher. Ausgerechnet an seinem Königshof aber gab es viele Christen. Anteil daran hatte auch Karl Lwanga, der dort als hochrangiger Page diente und den christlichen Glauben als Katechet weiterverbreitete. Nach internen Verschwörungsvorwürfen kündigte der König eine Gerichtssitzung für den nächsten Tag an. Karl Lwanga versammelte seine Kameraden zum Nachtgebet und taufte vier Katechumenen. Am Morgen erklärte der König: "Diejenigen von euch, die nicht beten, sollen an meiner Seite bleiben; die anderen sollen sich gegenüber an der Schilfwand aufstellen." Karl Lwanga ging voran, 15 andere folgten ihm. Vier von ihnen wurden als Menschenopfer lokalen Göttern dargebracht. Karl Lwanga hingegen wurde mit weiteren Gefährten am 3. Juni lebendig verbrannt. Papst Paul VI. sprach die Patrone der Jugend Afrikas 1964 heilig. Die ihnen geweihte Basilika in Uganda ist heute ein bedeutendes Wallfahrtszentrum.

Das Bild zeigt den Ausschnitt einer Wandmalerei in der Kirche Sankt Charles Lwanga in Oshakati.

Bild: © KNA

Gebet des Tages

Gott, 

 

du lässt das Blut der Märtyrer 

zum Samen werden für neue Christen. 

 

Erhöre unser Gebet für die Kirche in Afrika. 

Lass den Acker, der vom Blut 

des heiligen Karl Lwanga und seiner Freunde 

getränkt ist, 

reiche Ernte tragen.

Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Stundenbuch

Tagesliturgie auf einem Blick

Mit freundlicher Genehmigung des Deutschen Liturgischen Instituts

Lesung (2 Tim 1,1-3.6-12)

Entfache die Gnade Gottes wieder, die dir durch die Auflegung meiner Hände zuteilgeworden ist!

Paulus,
   durch den Willen Gottes Apostel Christi Jesu
   gemäß der Verheißung des Lebens in Christus Jesus,
   an Timótheus, sein geliebtes Kind:
Gnade, Erbarmen und Friede von Gott, dem Vater,
   und Christus Jesus, unserem Herrn.

Ich danke Gott,
   dem ich wie schon meine Vorfahren
   mit reinem Gewissen diene.
Unablässig denke ich an dich in meinen Gebeten
   bei Tag und bei Nacht.

Darum rufe ich dir ins Gedächtnis:
Entfache die Gnade Gottes wieder,
   die dir durch die Auflegung meiner Hände zuteilgeworden ist!
Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben,
   sondern den Geist der Kraft,
   der Liebe und der Besonnenheit.

Schäme dich also nicht
   des Zeugnisses für unseren Herrn
und auch nicht meiner,
   seines Gefangenen,
sondern leide mit mir für das Evangelium!
Gott gibt dazu die Kraft:
Er hat uns gerettet;
mit einem heiligen Ruf hat er uns gerufen,
nicht aufgrund unserer Taten,
   sondern aus eigenem Entschluss und aus Gnade,
   die uns schon vor ewigen Zeiten
   in Christus Jesus geschenkt wurde;
jetzt aber wurde sie
   durch das Erscheinen unseres Retters Christus Jesus offenbart.
Er hat den Tod vernichtet
und uns das Licht des unvergänglichen Lebens gebracht
   durch das Evangelium,
als dessen Verkünder, Apostel und Lehrer ich eingesetzt bin.

Darum muss ich auch dies alles erdulden;
aber ich schäme mich nicht,
denn ich weiß, wem ich Glauben geschenkt habe,
und ich bin überzeugt,
   dass er die Macht hat,
   das mir anvertraute Gut bis zu jenem Tag zu bewahren.

Mess-Lektionar 1982 ff. © 2018 staeko.net

Antwortpsalm (Ps 123 (122),2 (R: 1a))

Kv Ich erhebe meine Augen zu dir. - Kv

Siehe, wie die Augen der Knechte auf die Hand ihres Herrn, *

wie die Augen der Magd auf die Hand ihrer Herrin,
so sind unsere Augen erhoben zum HERRN, unserem Gott, *
bis er uns gnädig ist. - Kv

Mess-Lektionar 1982 ff. © 2018 staeko.net

Evangelium (Mk 12,18-27°)

Er ist kein Gott von Toten, sondern von Lebenden

In jener Zeit
   kamen einige von den Sadduzäern,
   die behaupten, es gebe keine Auferstehung, zu Jesus
und fragten ihn:
   Meister, Mose hat uns vorgeschrieben:
   Wenn ein Mann, der einen Bruder hat, stirbt
   und eine Frau hinterlässt, aber kein Kind,
   dann soll sein Bruder die Frau nehmen
   und seinem Bruder Nachkommen verschaffen.

Es lebten einmal sieben Brüder.
Der erste nahm sich eine Frau,
und als er starb, hinterließ er keine Nachkommen.
Da nahm sie der zweite;
auch er starb, ohne Nachkommen zu hinterlassen,
und ebenso der dritte.
Keiner der sieben hatte Nachkommen.
Als letzte von allen starb die Frau.
Wessen Frau wird sie nun bei der Auferstehung sein?
Alle sieben haben sie doch zur Frau gehabt.

Jesus sagte zu ihnen: Ihr irrt euch,
ihr kennt weder die Schrift noch die Macht Gottes.
Wenn nämlich die Menschen von den Toten auferstehen,
   heiraten sie nicht, noch lassen sie sich heiraten,
   sondern sind wie Engel im Himmel.

Dass aber die Toten auferstehen,
   habt ihr das nicht im Buch des Mose gelesen,
in der Geschichte vom Dornbusch,
   in der Gott zu Mose spricht:
   Ich bin der Gott Abrahams,
   der Gott Ísaaks und der Gott Jakobs?

Er ist kein Gott von Toten, sondern von Lebenden.
Ihr irrt euch sehr.

Mess-Lektionar 1982 ff. © 2018 staeko.net

LAUDES

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.

HYMNUS

Dem Herrn, der seiner Zeugen Dienst
mit ewigen Geschenken lohnt,
ihm schalle heute unser Lob
im Lied, das ihren Ruhm besingt.

Als Helden stritten sie im Kampf
und trugen mannhaft Qual und Pein -
der Kirche Adel, unser Stolz,
die wahren Leuchten dieser Welt.

Sie überwanden alle Furcht
und hielten selbst der Folter stand.
Ihr Mund bekannte ohne Scheu,
was ihres Herzens Glaube war.

In ihnen strahlt des Vaters Glanz,
in ihnen wirkt des Geistes Kraft,
in ihnen triumphiert der Sohn,
und Jubel füllt den Himmelssaal.

Erlöser, Herr, wir bitten dich,
erhöre gnädig unser Flehn:
Gib Anteil uns an ihrem Los,
lass uns mit ihnen bei dir sein! Amen.

PSALMODIE

1. Antiphon

In deinem Licht, o Gott, schauen wir das Licht.

Psalm Ps 36 (35),2-13

Die Bosheit des Sünders und die Güte Gottes
Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis umhergehen, sondern wird das Licht des Lebens haben. (Joh 8,12)

Der Frevler spricht: «Ich bin entschlossen zum Bösen.» *
In seinen Augen gibt es kein Erschrecken vor Gott.

Er gefällt sich darin, *
sich schuldig zu machen und zu hassen.

Die Worte seines Mundes sind Trug und Unheil; *
er hat es aufgegeben, weise und gut zu handeln.

Unheil plant er auf seinem Lager, +
er betritt schlimme Wege *
und scheut nicht das Böse.

Herr, deine Güte reicht, so weit der Himmel ist, *
deine Treue, so weit die Wolken ziehn.

Deine Gerechtigkeit steht wie die Berge Gottes, *
deine Urteile sind tief wie das Meer.

Herr, du hilfst Menschen und Tieren. *
Gott, wie köstlich ist deine Huld!

Die Menschen bergen sich im Schatten deiner Flügel, +
sie laben sich am Reichtum deines Hauses; *
du tränkst sie mit dem Strom deiner Wonnen.

Denn bei dir ist die Quelle des Lebens, *
in deinem Licht schauen wir das Licht.

Erhalte denen, die dich kennen, deine Huld *
und deine Gerechtigkeit den Menschen mit redlichem Herzen!

Lass mich nicht kommen unter den Fuß der Stolzen; *
die Hand der Frevler soll mich nicht vertreiben.

Dann brechen die Bösen zusammen, *
sie werden niedergestoßen und können nie wieder aufstehn.

Antiphon

In deinem Licht, o Gott, schauen wir das Licht.

2. Antiphon

Herr, du bist groß und wunderbar in deiner Macht.

Canticum Jdt 16,1-2a.13-15

Die ganze Schöpfung diene dem Herrn
Sie sangen ein neues Lied. (Offb 5,9)

Stimmt ein Lied an für meinen Gott unter Paukenschall, *
singt für den Herrn unter Zimbelklang!

Preist ihn und singt sein Lob, +
rühmt seinen Namen und ruft ihn an! *
Denn der Herr ist ein Gott, der den Kriegen ein Ende setzt.

Ich singe meinem Gott ein neues Lied; *
Herr, du bist groß und voll Herrlichkeit.

Wunderbar bist du in deiner Stärke, *
keiner kann dich übertreffen.

Dienen muss dir deine ganze Schöpfung. *
Denn du hast gesprochen, und alles entstand.

Du sandtest deinen Geist, um den Bau zu vollenden. *
Kein Mensch kann deinem Wort widerstehen.

Meere und Berge erbeben in ihrem Grund, +
vor dir zerschmelzen die Felsen wie Wachs. *
Doch wer dich fürchtet, der erfährt deine Gnade.

Antiphon

Herr, du bist groß und wunderbar in deiner Macht.

3. Antiphon

Jauchzet Gott zu mit lautem Jubel.

Psalm Ps 47 (46),2-10

Gott, der König aller Völker
Er sitzt zur Rechten des Vaters; seiner Herrschaft wird kein Ende sein. (Credo)

Ihr Völker alle, klatscht in die Hände; *
jauchzt Gott zu mit lautem Jubel!

Denn Furcht gebietend ist der Herr, der Höchste, *
ein großer König über die ganze Erde.

Er unterwirft uns Völker *
und zwingt Nationen unter unsre Füße.

Er wählt unser Erbland für uns aus, *
den Stolz Jakobs, den er liebt.

Gott stieg empor unter Jubel, *
der Herr beim Schall der Hörner.

Singt unserm Gott, ja singt ihm! *
Spielt unserm König, spielt ihm!

Denn Gott ist König der ganzen Erde. *
Spielt ihm ein Psalmenlied!

Gott wurde König über alle Völker, *
Gott sitzt auf seinem heiligen Thron.

Die Fürsten der Völker sind versammelt *
als Volk des Gottes Abrahams.

Denn Gott gehören die Mächte der Erde, *
er ist hoch erhaben.

Antiphon

Jauchzet Gott zu mit lautem Jubel.

KURZLESUNG 2 Kor 1,3-5

Gepriesen sei der Gott und Vater Jesu Christi, unseres Herrn, der Vater des Erbarmens und der Gott allen Trostes.
Er tröstet uns in all unserer Not, damit auch wir die Kraft haben, alle zu trösten, die in Not sind, durch den Trost, mit dem auch wir von Gott getröstet werden.
Wie uns nämlich die Leiden Christi überreich zuteil geworden sind, so wird uns durch Christus auch überreicher Trost zuteil.

RESPONSORIUM

R Die Gerechten leben in Ewigkeit, * für immer wird der Herr ihr Lohn sein. - R
V Sie empfangen das Reich der Herrlichkeit und die Krone der Schönheit. * Für immer wird der Herr ihr Lohn sein.
Ehre sei dem Vater. - R

Benedictus-Antiphon

Selig, die Verfolgung leiden für die Gerechtigkeit, denn ihrer ist das Himmelreich.

Benedictus Lk 1,68-79

Der Messias und sein Vorläufer

Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels! *
Denn er hat sein Volk besucht und ihm Erlösung geschaffen;

er hat uns einen starken Retter erweckt *
im Hause seines Knechtes David.

So hat er verheißen von alters her *
durch den Mund seiner heiligen Propheten.

Er hat uns errettet vor unsern Feinden *
und aus der Hand aller, die uns hassen;

er hat das Erbarmen mit den Vätern an uns vollendet +
und an seinen heiligen Bund gedacht, *
an den Eid, den er unserm Vater Abraham geschworen hat;

er hat uns geschenkt, dass wir, aus Feindeshand befreit, +
ihm furchtlos dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit *
vor seinem Angesicht all unsre Tage.

Und du, Kind, wirst Prophet des Höchsten heißen; +
denn du wirst dem Herrn vorangehn *
und ihm den Weg bereiten.

Du wirst sein Volk mit der Erfahrung des Heils beschenken *
in der Vergebung der Sünden.

Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes *
wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe,

um allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen und im Schatten des Todes, *
und unsre Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist.

Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Benedictus-Antiphon

Selig, die Verfolgung leiden für die Gerechtigkeit, denn ihrer ist das Himmelreich.

FÜRBITTEN

Gepriesen sei Jesus Christus, der treue Zeuge. Zu ihm lasst uns beten:

R Erhöre uns, Christus.

Deine Märtyrer haben freiwillig den Tod auf sich genommen;
- schenke uns die wahre Freiheit und die Bereitschaft zum Zeugnis.

Deine Märtyrer haben den Glauben bekannt bis in den Tod;
- hilf unserem Unglauben.

Deine Märtyrer haben ihr Kreuz auf sich genommen und sind dir nachgefolgt;
- gib uns Kraft in den Stunden der Entscheidung.

Deine Märtyrer haben ihre Hoffnung allein auf dich gestellt;
- lass nicht zu, dass wir den Verführungen der Welt erliegen.

(Bitten in besonderen Anliegen)

Hier können Bitten in besonderen Anliegen eingefügt werden.

ÜBERLEITUNG ZUM VATER UNSER

Herr, erbarme dich (unser).
Christus, erbarme dich (unser).
Herr, erbarme dich (unser).

VATER UNSER

Vater unser im Himmel,
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.

Unmittelbar anschließend an die letzte Bitte des Vaterunsers:

Oration

Gott, du lässt das Blut der Märtyrer zum Samen werden für neue Christen. Erhöre unser Gebet für die Kirche in Afrika. Lass den Acker, der vom Blut des heiligen Karl Lwanga und seiner Freunde getränkt ist, reiche Ernte tragen. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

R:Amen.

ABSCHLUSS

Wenn ein Priester oder ein Diakon der Feier vorsteht, grüßt und segnet er die Gemeinde mit folgenden Worten:

Der Herr sei mit euch.
R:Und mit deinem Geiste.
Es segne euch der allmächtige Gott, + der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
R:Amen.

Wenn die Gemeinde zu entlassen ist, geschieht dies mit folgenden Worten:

Gehet hin in Frieden.
R:Dank sei Gott, dem Herrn.

Wenn kein Priester oder Diakon der Feier vorsteht, und beim Gebet des einzelnen, erfolgt keine Entlassung. In diesem Falle lautet der Schlusssegen:

Der Herr segne uns,
er bewahre uns vor Unheil
und führe uns zum ewigen Leben.
R:Amen.

TERZ

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater. Wie im Anfang. Halleluja.

HYMNUS

Komm, Heil’ger Geist, vom ew’gen Thron,
eins mit dem Vater und dem Sohn;
durchwirke unsre Seele ganz
mit deiner Gottheit Kraft und Glanz.

Erfüll mit heil’ger Leidenschaft
Geist, Zunge, Sinn und Lebenskraft;
mach stark in uns der Liebe Macht,
dass sie der Brüder Herz entfacht.

Lass gläubig uns den Vater sehn,
sein Ebenbild, den Sohn, verstehn
und dir vertraun, der uns durchdringt
und uns das Leben Gottes bringt. Amen.

PSALMODIE

1. Antiphon

Gepriesen seist du, Herr; lehre mich deine Gesetze.

Psalm Ps 119,9-16

Freude an Gottes Weisung
Die Liebe zu Gott besteht darin, dass wir seine Gebote halten. (1 Joh 5,3)

I

Wie geht ein junger Mann seinen Pfad ohne Tadel? *
Wenn er sich hält an dein Wort.

Ich suche dich von ganzem Herzen. *
Lass mich nicht abirren von deinen Geboten!

Ich berge deinen Spruch im Herzen, *
damit ich gegen dich nicht sündige.

Gepriesen seist du, Herr! *
Lehre mich deine Gesetze!

Mit meinen Lippen verkünde ich *
alle Urteile deines Mundes.

Nach deinen Vorschriften zu leben *
freut mich mehr als großer Besitz.

Ich will nachsinnen über deine Befehle *
und auf deine Pfade schauen.

Ich habe meine Freude an deinen Gesetzen, *
dein Wort will ich nicht vergessen.

Antiphon

Gepriesen seist du, Herr; lehre mich deine Gesetze.

2. Antiphon

Herr, lenke meine Schritte auf deinem Weg.

II

Höre, Herr, die gerechte Sache, +
achte auf mein Flehen, *
vernimm mein Gebet von Lippen ohne Falsch!

Von deinem Angesicht ergehe mein Urteil; *
denn deine Augen sehen, was recht ist.

Prüfst du mein Herz, +
suchst du mich heim in der Nacht und erprobst mich, *
dann findest du an mir kein Unrecht.

Mein Mund verging sich nicht, +
trotz allem, was die Menschen auch treiben; *
ich halte mich an das Wort deiner Lippen.

Auf dem Weg deiner Gebote gehn meine Schritte, *
meine Füße wanken nicht auf deinen Pfaden.

Ich rufe dich an, denn du, Gott, erhörst mich. *
Wende dein Ohr mir zu, vernimm meine Rede!

Wunderbar erweise deine Huld! *
Du rettest alle, die sich an deiner Rechten vor den Feinden bergen.

Antiphon

Herr, lenke meine Schritte auf deinem Weg.

3. Antiphon

Erhebe dich, Herr, und rette mich.

III

Herr, behüte mich wie den Augapfel, den Stern des Auges, *
birg mich im Schatten deiner Flügel

vor den Frevlern, die mich hart bedrängen, *
vor den Feinden, die mich wütend umringen.

Sie haben ihr hartes Herz verschlossen, *
sie führen stolze Worte im Mund,

sie lauern mir auf, jetzt kreisen sie mich ein; *
sie trachten danach, mich zu Boden zu strecken,

so wie der Löwe voll Gier ist zu zerreißen, *
wie der junge Löwe, der im Hinterhalt lauert.

Erheb dich, Herr, tritt dem Frevler entgegen! *
Wirf ihn zu Boden, mit deinem Schwert entreiß mich ihm!

Rette mich, Herr, mit deiner Hand vor diesen Leuten, *
vor denen, die im Leben schon alles haben.

Du füllst ihren Leib mit Gütern, +
auch ihre Söhne werden noch satt *
und hinterlassen den Enkeln, was übrig bleibt.

Ich aber will in Gerechtigkeit dein Angesicht schauen, *
mich satt sehen an deiner Gestalt, wenn ich erwache.

Antiphon

Erhebe dich, Herr, und rette mich.

KURZLESUNG 1 Petr 5,10-11

Der Gott aller Gnade, der euch in Christus zu seiner ewigen Herrlichkeit berufen hat, wird euch, die ihr kurze Zeit leiden müsst, wieder aufrichten, stärken, kräftigen und auf festen Grund stellen.
Sein ist die Macht in Ewigkeit. Amen.

RESPONSORIUM

V Die Heiligen vertrauen auf den Herrn.
R Er gibt ihnen Kraft, und sie ermatten nicht.

Oration

Gott, du lässt das Blut der Märtyrer zum Samen werden für neue Christen. Erhöre unser Gebet für die Kirche in Afrika. Lass den Acker, der vom Blut des heiligen Karl Lwanga und seiner Freunde getränkt ist, reiche Ernte tragen. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

ABSCHLUSS

V:Singet Lob und Preis.
R:Dank sei Gott, dem Herrn.

SEXT

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater. Wie im Anfang. Halleluja.

HYMNUS

O Gott, du lenkst mit starker Hand
den wechselvollen Lauf der Welt,
machst, dass den Morgen mildes Licht,
den Mittag voller Glanz erhellt.

Lösch aus die Glut der Leidenschaft
und tilge allen Hass und Streit;
erhalte Geist und Leib gesund,
schenk Frieden uns und Einigkeit.

Du Gott des Lichts, auf dessen Reich
der helle Schein der Sonne weist,
dich loben wir aus Herzensgrund,
Gott Vater, Sohn und Heil`ger Geist. Amen.

PSALMODIE

1. Antiphon

Gepriesen seist du, Herr; lehre mich deine Gesetze.

Psalm Ps 119,9-16

Freude an Gottes Weisung
Die Liebe zu Gott besteht darin, dass wir seine Gebote halten. (1 Joh 5,3)

I

Wie geht ein junger Mann seinen Pfad ohne Tadel? *
Wenn er sich hält an dein Wort.

Ich suche dich von ganzem Herzen. *
Lass mich nicht abirren von deinen Geboten!

Ich berge deinen Spruch im Herzen, *
damit ich gegen dich nicht sündige.

Gepriesen seist du, Herr! *
Lehre mich deine Gesetze!

Mit meinen Lippen verkünde ich *
alle Urteile deines Mundes.

Nach deinen Vorschriften zu leben *
freut mich mehr als großer Besitz.

Ich will nachsinnen über deine Befehle *
und auf deine Pfade schauen.

Ich habe meine Freude an deinen Gesetzen, *
dein Wort will ich nicht vergessen.

Antiphon

Gepriesen seist du, Herr; lehre mich deine Gesetze.

2. Antiphon

Herr, lenke meine Schritte auf deinem Weg.

II

Höre, Herr, die gerechte Sache, +
achte auf mein Flehen, *
vernimm mein Gebet von Lippen ohne Falsch!

Von deinem Angesicht ergehe mein Urteil; *
denn deine Augen sehen, was recht ist.

Prüfst du mein Herz, +
suchst du mich heim in der Nacht und erprobst mich, *
dann findest du an mir kein Unrecht.

Mein Mund verging sich nicht, +
trotz allem, was die Menschen auch treiben; *
ich halte mich an das Wort deiner Lippen.

Auf dem Weg deiner Gebote gehn meine Schritte, *
meine Füße wanken nicht auf deinen Pfaden.

Ich rufe dich an, denn du, Gott, erhörst mich. *
Wende dein Ohr mir zu, vernimm meine Rede!

Wunderbar erweise deine Huld! *
Du rettest alle, die sich an deiner Rechten vor den Feinden bergen.

Antiphon

Herr, lenke meine Schritte auf deinem Weg.

3. Antiphon

Erhebe dich, Herr, und rette mich.

III

Herr, behüte mich wie den Augapfel, den Stern des Auges, *
birg mich im Schatten deiner Flügel

vor den Frevlern, die mich hart bedrängen, *
vor den Feinden, die mich wütend umringen.

Sie haben ihr hartes Herz verschlossen, *
sie führen stolze Worte im Mund,

sie lauern mir auf, jetzt kreisen sie mich ein; *
sie trachten danach, mich zu Boden zu strecken,

so wie der Löwe voll Gier ist zu zerreißen, *
wie der junge Löwe, der im Hinterhalt lauert.

Erheb dich, Herr, tritt dem Frevler entgegen! *
Wirf ihn zu Boden, mit deinem Schwert entreiß mich ihm!

Rette mich, Herr, mit deiner Hand vor diesen Leuten, *
vor denen, die im Leben schon alles haben.

Du füllst ihren Leib mit Gütern, +
auch ihre Söhne werden noch satt *
und hinterlassen den Enkeln, was übrig bleibt.

Ich aber will in Gerechtigkeit dein Angesicht schauen, *
mich satt sehen an deiner Gestalt, wenn ich erwache.

Antiphon

Erhebe dich, Herr, und rette mich.

KURZLESUNG Hebr 11,33

Die Heiligen haben aufgrund des Glaubens Königreiche besiegt, Gerechtigkeit geübt und Verheißungen erlangt in Christus Jesus, unserem Herrn.

RESPONSORIUM

V Noch kurze Zeit - und eure Trauer verwandelt sich in Freude.
R Und eure Freude wird euch niemand nehmen.

Oration

Gott, du lässt das Blut der Märtyrer zum Samen werden für neue Christen. Erhöre unser Gebet für die Kirche in Afrika. Lass den Acker, der vom Blut des heiligen Karl Lwanga und seiner Freunde getränkt ist, reiche Ernte tragen. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

ABSCHLUSS

V:Singet Lob und Preis.
R:Dank sei Gott, dem Herrn.

NON

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater. Wie im Anfang. Halleluja.

HYMNUS

Du starker Gott, der diese Welt
im Innersten zusammenhält,
du Angelpunkt, der unbewegt
den Wandel aller Zeiten trägt.

Geht unser Erdentag zu End’,
schenk Leben, das kein Ende kennt:
führ uns, dank Jesu Todesleid,
ins Licht der ew’gen Herrlichkeit.

Vollenden wir den Lebenslauf,
nimm uns in deine Liebe auf,
dass unser Herz dich ewig preist,
Gott Vater, Sohn und Heil`ger Geist. Amen.

PSALMODIE

1. Antiphon

Gepriesen seist du, Herr; lehre mich deine Gesetze.

Psalm Ps 119,9-16

Freude an Gottes Weisung
Die Liebe zu Gott besteht darin, dass wir seine Gebote halten. (1 Joh 5,3)

I

Wie geht ein junger Mann seinen Pfad ohne Tadel? *
Wenn er sich hält an dein Wort.

Ich suche dich von ganzem Herzen. *
Lass mich nicht abirren von deinen Geboten!

Ich berge deinen Spruch im Herzen, *
damit ich gegen dich nicht sündige.

Gepriesen seist du, Herr! *
Lehre mich deine Gesetze!

Mit meinen Lippen verkünde ich *
alle Urteile deines Mundes.

Nach deinen Vorschriften zu leben *
freut mich mehr als großer Besitz.

Ich will nachsinnen über deine Befehle *
und auf deine Pfade schauen.

Ich habe meine Freude an deinen Gesetzen, *
dein Wort will ich nicht vergessen.

Antiphon

Gepriesen seist du, Herr; lehre mich deine Gesetze.

2. Antiphon

Herr, lenke meine Schritte auf deinem Weg.

II

Höre, Herr, die gerechte Sache, +
achte auf mein Flehen, *
vernimm mein Gebet von Lippen ohne Falsch!

Von deinem Angesicht ergehe mein Urteil; *
denn deine Augen sehen, was recht ist.

Prüfst du mein Herz, +
suchst du mich heim in der Nacht und erprobst mich, *
dann findest du an mir kein Unrecht.

Mein Mund verging sich nicht, +
trotz allem, was die Menschen auch treiben; *
ich halte mich an das Wort deiner Lippen.

Auf dem Weg deiner Gebote gehn meine Schritte, *
meine Füße wanken nicht auf deinen Pfaden.

Ich rufe dich an, denn du, Gott, erhörst mich. *
Wende dein Ohr mir zu, vernimm meine Rede!

Wunderbar erweise deine Huld! *
Du rettest alle, die sich an deiner Rechten vor den Feinden bergen.

Antiphon

Herr, lenke meine Schritte auf deinem Weg.

3. Antiphon

Erhebe dich, Herr, und rette mich.

III

Herr, behüte mich wie den Augapfel, den Stern des Auges, *
birg mich im Schatten deiner Flügel

vor den Frevlern, die mich hart bedrängen, *
vor den Feinden, die mich wütend umringen.

Sie haben ihr hartes Herz verschlossen, *
sie führen stolze Worte im Mund,

sie lauern mir auf, jetzt kreisen sie mich ein; *
sie trachten danach, mich zu Boden zu strecken,

so wie der Löwe voll Gier ist zu zerreißen, *
wie der junge Löwe, der im Hinterhalt lauert.

Erheb dich, Herr, tritt dem Frevler entgegen! *
Wirf ihn zu Boden, mit deinem Schwert entreiß mich ihm!

Rette mich, Herr, mit deiner Hand vor diesen Leuten, *
vor denen, die im Leben schon alles haben.

Du füllst ihren Leib mit Gütern, +
auch ihre Söhne werden noch satt *
und hinterlassen den Enkeln, was übrig bleibt.

Ich aber will in Gerechtigkeit dein Angesicht schauen, *
mich satt sehen an deiner Gestalt, wenn ich erwache.

Antiphon

Erhebe dich, Herr, und rette mich.

KURZLESUNG Weish 3,1-2a.3b

Die Seelen der Gerechten sind in Gottes Hand, und keine Qual kann sie berühren.
In den Augen der Toren sind sie gestorben;
sie aber sind in Frieden.

RESPONSORIUM

V Sie kommen mit Jubel.
R Und bringen ihre Garben ein.

Oration

Gott, du lässt das Blut der Märtyrer zum Samen werden für neue Christen. Erhöre unser Gebet für die Kirche in Afrika. Lass den Acker, der vom Blut des heiligen Karl Lwanga und seiner Freunde getränkt ist, reiche Ernte tragen. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

ABSCHLUSS

V:Singet Lob und Preis.
R:Dank sei Gott, dem Herrn.

VESPER

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.

HYMNUS

Jubelnder Freude Lied
töne am heil’gen Tag.
Festlicher Lobgesang
steige aus jedem Herz.
Altes sei abgetan,
alles sei heute neu:
Wort und Tat und das ganze Herz.

Denn wir begehn das Mahl,
wie es der Herr gebot,
da er als Lamm sich gab,
Opfer zu unserm Heil.
Was nur im Bild geahnt,
macht er nun sterbend wahr,
schenkt sich selber den Seinen ganz.

Siehe, er reicht im Brot
Schwachen das eigne Fleisch,
gibt den Verzagten Kraft,
labt sie mit seinem Blut.
So gibt er selbst sich hin,
da er zu ihnen sagt:
"Trinket alle aus diesem Kelch."

Heiland und Herr der Welt,
höre auf unser Flehn:
Bleibe nicht fern von uns,
sei uns im Brote nah,
führ uns auf deinem Weg
hin zu der Hoffnung Ziel,
wo uns selig dein Licht umfängt. Amen.

PSALMODIE

Ein Gedächtnis seiner Wunder hat der Herr gestiftet. Barmherzig ist der Herr, Speise gibt er denen, die ihn fürchten.

1. Antiphon

Psalm Ps 111,1-10


Den Herrn will ich preisen von ganzem Herzen *
im Kreis der Frommen, inmitten der Gemeinde.

Groß sind die Werke des Herrn, *
kostbar allen, die sich an ihnen freuen.

Er waltet in Hoheit und Pracht, *
seine Gerechtigkeit hat Bestand für immer.

Er hat ein Gedächtnis an seine Wunder gestiftet, *
der Herr ist gnädig und barmherzig.

Er gibt denen Speise, die ihn fürchten, *
an seinen Bund denkt er auf ewig.

Er hat seinem Volk seine machtvollen Taten kundgetan, *
um ihm das Erbe der Völker zu geben.

Die Werke seiner Hände sind gerecht und beständig, *
all seine Gebote sind verlässlich.

Sie stehen fest für immer und ewig, *
geschaffen in Treue und Redlichkeit.

Er gewährte seinem Volk Erlösung +
und bestimmte seinen Bund für ewige Zeiten. *
Furcht gebietend ist sein Name und heilig.

Die Furcht des Herrn ist der Anfang der Weisheit, +
alle, die danach leben, sind klug. *
Sein Ruhm hat Bestand für immer.

Antiphon

Ein Gedächtnis seiner Wunder hat der Herr gestiftet. Barmherzig ist der Herr, Speise gibt er denen, die ihn fürchten.

2. Antiphon

Der Herr schafft seiner Kirche Frieden. Er sättigt sie mit bestem Weizen.

Psalm Ps 147,12-20


Jerusalem, preise den Herrn, *
lobsinge, Zion, deinem Gott!

Denn er hat die Riegel deiner Tore fest gemacht, *
die Kinder in deiner Mitte gesegnet;

er verschafft deinen Grenzen Frieden *
und sättigt dich mit bestem Weizen.

Er sendet sein Wort zur Erde, *
rasch eilt sein Befehl dahin.

Er spendet Schnee wie Wolle, *
streut den Reif aus wie Asche.

Eis wirft er herab in Brocken, *
vor seiner Kälte erstarren die Wasser.

Er sendet sein Wort aus und sie schmelzen, *
er lässt den Wind wehen, dann rieseln die Wasser.

Er verkündet Jakob sein Wort, *
Israel seine Gesetze und Rechte.

An keinem andern Volk hat er so gehandelt, *
keinem sonst seine Rechte verkündet.

Der Herr schafft seiner Kirche Frieden. Er sättigt sie mit bestem Weizen.

Antiphon

Der Herr schafft seiner Kirche Frieden. Er sättigt sie mit bestem Weizen.

3. Antiphon

Amen, amen, ich sage euch: Nicht Mose hat euch das Brot vom Himmel gegeben, sondern mein Vater gibt euch das wahre Brot vom Himmel. Halleluja.

Canticum Offb 11,17-18; 12,10b-12a


Wir danken dir, Herr und Gott, +
du Herrscher über die ganze Schöpfung, *
der du bist und der du warst:

denn du nahmst deine große Macht in Anspruch *
und tratst deine Herrschaft an.

Die Völker gerieten in Zorn. *
Da kam dein Zorn: die Zeit, die Toten zu richten,

die Zeit, deine Knechte zu belohnen, *
die Propheten und die Heiligen

und alle, die deinen Namen fürchten, *
die Großen und die Kleinen,

die Zeit, alle zu verderben, *
die die Erde verderben.

Jetzt ist er da, der rettende Sieg, +
die Macht und die Herrschaft unsres Gottes *
und die Vollmacht seines Gesalbten;

denn gestürzt wurde der Ankläger unsrer Brüder, *
der sie bei Tag und bei Nacht vor unserm Gott verklagte.

Sie haben ihn besiegt durch das Blut des Lammes *
und durch ihr Wort und ihr Zeugnis.

Sie hielten ihr Leben nicht fest, *
bis hinein in den Tod.

Darum jubelt, ihr Himmel *
und alle, die darin wohnen.

Antiphon

Amen, amen, ich sage euch: Nicht Mose hat euch das Brot vom Himmel gegeben, sondern mein Vater gibt euch das wahre Brot vom Himmel. Halleluja.

KURZLESUNG 1 Kor 10,16-17

Ist der Kelch des Segens, über den wir den Segen sprechen, nicht Teilhabe am Blut Christi? Ist das Brot, das wir brechen, nicht Teilhabe am Leib Christi?
E i n   Brot ist es. Darum sind wir viele   e i n   Leib; denn wir alle haben teil an dem einen Brot.

RESPONSORIUM

R Brot vom Himmel hat er ihnen gegeben. * Halleluja, halleluja. - R
V Brot der Engel aßen die Menschen. * Halleluja, halleluja.
Ehre sei dem Vater. - R

Magnificat-Antiphon

Wie gut und freundlich bist du, Herr, wie groß ist deine Liebe! Brot vom Himmel gibst du deinen Kindern zum Zeichen deiner Huld. Den Hungernden schenkst du deine Gaben, die Reichen aber lässt du leer ausgehen.

Magnificat Lk 1,46-55

Mein Geist jubelt über Gott

Meine Seele preist die Größe des Herrn, *
und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.

Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. *
Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter!

Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, *
und sein Name ist heilig.

Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht *
über alle, die ihn fürchten.

Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten; *
er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind;

er stürzt die Mächtigen vom Thron *
und erhöht die Niedrigen.

Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben *
und lässt die Reichen leer ausgehn.

Er nimmt sich seines Knechtes Israel an *
und denkt an sein Erbarmen,

das er unsern Vätern verheißen hat, *
Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist.

Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Magnificat-Antiphon

Wie gut und freundlich bist du, Herr, wie groß ist deine Liebe! Brot vom Himmel gibst du deinen Kindern zum Zeichen deiner Huld. Den Hungernden schenkst du deine Gaben, die Reichen aber lässt du leer ausgehen.

FÜRBITTEN

Lasst uns beten zu Christus, unserem Herrn, der beim heiligen Mahl seinen Leib und sein Blut hingibt für das Leben der Welt:

R Du Brot vom Himmel, gib uns das ewige Leben.

Du Sohn des lebendigen Gottes, du hast uns aufgetragen, das Mahl der Eucharistie zu halten zu deinem Gedächtnis;
- mache deine Kirche reich an Gnaden durch die gläubige Feier deiner Geheimnisse.

Du einziger Priester des Höchsten Gottes, du hast den Priestern die Feier deines Opfers anvertraut;
- lass in ihrem Leben wirksam werden, was sie unter heiligen Zeichen begehen.

Du Herr des himmlischen Mahles, du fügst zu   e i n e m   Leib zusammen, die an dem einen Brot teilhaben;
- festige den Frieden und die Eintracht unter denen, die an dich glauben.

Du göttlicher Arzt, du reichst uns in deinem Brot die Arznei der Unsterblichkeit;
- schenke den Sündern lebendige Hoffnung.

(Fürbitten in besonderen Anliegen)

Du König der kommenden Welt, in der Feier der heiligen Geheimnisse verkünden wir deinen Tod, bis du kommst;
- gib, dass alle verstorbenen Gläubigen teilhaben an deiner Auferstehung.

Hier können Fürbitten in besonderen Anliegen eingefügt werden.

Offenbare dich unseren Verstorbenen;
- schenke ewiges Leben allen, die auf deine Stimme hörten.

ÜBERLEITUNG ZUM VATER UNSER

Herr, erbarme dich (unser).
Christus, erbarme dich (unser).
Herr, erbarme dich (unser).

VATER UNSER

Vater unser im Himmel,
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.

Unmittelbar anschließend an die letzte Bitte des Vaterunsers:

Oration

Herr Jesus Christus, im wunderbaren Sakrament des Altares hast du uns das Gedächtnis deines Leidens und deiner Auferstehung hinterlassen. Gib uns die Gnade, die heiligen Geheimnisse deines Leibes und Blutes so zu verehren, dass uns die Frucht der Erlösung zuteil wird. Der du in der Einheit des Heiligen Geistes mit Gott dem Vater lebst und herrschest in alle Ewigkeit.

R:Amen.

ABSCHLUSS

Wenn ein Priester oder ein Diakon der Feier vorsteht, grüßt und segnet er die Gemeinde mit folgenden Worten:

Der Herr sei mit euch.
R:Und mit deinem Geiste.
Es segne euch der allmächtige Gott, + der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
R:Amen.

Wenn die Gemeinde zu entlassen ist, geschieht dies mit folgenden Worten:

Gehet hin in Frieden.
R:Dank sei Gott, dem Herrn.

Wenn kein Priester oder Diakon der Feier vorsteht, und beim Gebet des einzelnen, erfolgt keine Entlassung. In diesem Falle lautet der Schlusssegen:

Der Herr segne uns,
er bewahre uns vor Unheil
und führe uns zum ewigen Leben.
R:Amen.

KOMPLET

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater. Wie im Anfang. Halleluja.
An dieser Stelle wird eine Gewissenserforschung empfohlen.

SCHULDBEKENNTNIS

Ich bekenne Gott, dem Allmächtigen, und allen Brüdern und Schwestern, dass ich Gutes unterlassen und Böses getan habe - ich habe gesündigt in Gedanken, Worten und Werken - [alle schlagen an die Brust] durch meine Schuld, durch meine Schuld, durch meine große Schuld. Darum bitte ich die selige Jungfrau Maria, alle Engel und Heiligen und euch, Brüder und Schwestern, für mich zu beten bei Gott, unserem Herrn.

VERGEBUNGSBITTE

Der allmächtige Gott erbarme sich unser. Er lasse uns die Sünden nach und führe uns zum ewigen Leben.
R:Amen.

HYMNUS

Schon wirft die Erde sich zur Nacht
des dunklen Mantels Falten um.
Der Schlaf, des Todes sanftes Bild,
führt uns dem Grab des Schlummers zu.

Wenn uns die schwarze Nacht umhüllt,
sind wir von Traum und Wahn bedrängt,
bedroht von Zweifel und von Angst,
der Macht des Bösen ausgesetzt.

Christus, du Leben, Wahrheit, Licht,
wachsamer Hüter, sei uns nah,
dass hell der Glaube in uns wacht,
auch in des Schlafes dunkler Zeit.

Den Sohn und Vater bitten wir
und auch den Geist, der beide eint:
Dreiein’ge Macht, die alles lenkt,
behüte uns in dieser Nacht. Amen.

PSALMODIE

Antiphon

Sei mir ein schützender Fels, eine feste Burg, die mich rettet.

Psalm Ps 31,2-6

Psalm In Gottes Händen geborgen
Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist. (Lk 23,46)

Herr, ich suche Zuflucht bei dir. +
Lass mich doch niemals scheitern; *
rette mich in deiner Gerechtigkeit!

Wende dein Ohr mir zu, *
erlöse mich bald!

Sei mir ein schützender Fels, *
eine feste Burg, die mich rettet.

Denn du bist mein Fels und meine Burg; *
um deines Namens willen wirst du mich führen und leiten.

Du wirst mich befreien aus dem Netz, das sie mir heimlich legten; *
denn du bist meine Zuflucht.

In deine Hände lege ich voll Vertrauen meinen Geist; *
du hast mich erlöst, Herr, du treuer Gott.

Antiphon

Sei mir ein schützender Fels, eine feste Burg, die mich rettet.

KURZLESUNG Eph 4,26-27

Lasst euch durch den Zorn nicht zur Sünde hinreißen! Die Sonne soll über eurem Zorn nicht untergehen.
Gebt dem Teufel keinen Raum!

RESPONSORIUM

R Herr, auf dich vertraue ich, * in deine Hände lege ich mein Leben. - R
V Lass leuchten über deinem Knecht dein Antlitz, hilf mir in deiner Güte. * In deine Hände lege ich mein Leben.
Ehre sei dem Vater. - R

Antiphon

Sei unser Heil, o Herr, wenn wir wachen, und unser Schutz, wenn wir schlafen; damit wir wachen mit Christus und ruhen in seinem Frieden. (O: Halleluja.)

NUNC DIMITTIS Lk 2,29-32

Nun lässt du, Herr, deinen Knecht, *
wie du gesagt hast, in Frieden scheiden.

Denn meine Augen haben das Heil gesehen, *
das du vor allen Völkern bereitet hast,

ein Licht, das die Heiden erleuchtet, *
und Herrlichkeit für dein Volk Israel.

Antiphon

Sei unser Heil, o Herr, wenn wir wachen, und unser Schutz, wenn wir schlafen; damit wir wachen mit Christus und ruhen in seinem Frieden. (O: Halleluja.)

Oration

Herr Jesus Christus, du bist gütig und von Herzen demütig. Das Joch, das du denen auflegst, die dir nachfolgen, ist nicht drückend, und deine Last ist leicht. Nimm gnädig an, was wir uns heute vorgenommen und was wir vollbracht haben. Erneuere uns durch die Ruhe der Nacht und mache uns morgen eifriger in deinem Dienst. Der du lebst und herrschest in alle Ewigkeit.

Eine ruhige Nacht und ein gutes Ende gewähre uns der allmächtige Herr. R Amen.

Eine ruhige Nacht und ein gutes Ende gewähre uns der allmächtige Herr.
R:Amen.

Mittwoch, 03. Juni 2026

9. Woche Jahreskreis

Stundenbuch: Psalmen der I. Woche.

Das Stundenbuch wird Ihnen hier online in Kooperation mit dem Deutschen Liturgischen Institut zur Verfügung gestellt.