Kalenderblatt

John Ogilvie

Kein Ort ist wie die Heimat – auch John Ogilvie (um 1580-1615) zog es trotz aller Gefahren zurück nach Schottland. Der Sohn einer reformierten Adelsfamilie verließ bereits als Jugendlicher für seine Ausbildung die britische Insel. John studierte an verschiedenen europäischen Hochschulen, darunter auch an der deutschen Universität Helmstedt. In dieser Zeit lernte er die Jesuiten kennen – und ihren Glauben lieben. Nach Aufenthalten in verschiedenen Jesuitenkollegs trat John zum Katholizismus über und bat um Aufnahme in den Orden. Ende 1610 wollte der gerade zum Priester Geweihte unbedingt in seine Heimat zurückkehren, um den dort verfolgten Katholiken beizustehen. Seine Ordensoberen aber lehnten ab: Die Mission sei viel zu gefährlich. Erst drei Jahre später erteilte der Generalobere Pater Aquaviva John die Erlaubnis, nach Schottland zu reisen. Verkleidet als Pferdehändler überlistete John die strengen Einreisekontrollen und zog ein Jahr durch das Land. Im Untergrund feierte er die Messe, spendete die Sakramente und besuchte gefangene Katholiken. Schließlich aber wurde John verraten und selbst gefangen genommen: Trotz monatelanger Folter weigerte er sich, die Namen anderer Katholiken zu verraten. Weil er auch seinem katholischen Glauben nicht abschwören wollte, wurde John am 10. März 1615 in Glasgow öffentlich gehängt. Papst Paul VI. sprach ihn 1976 heilig.


Auf dem Foto sieht man die Flagge Schottlands. 

Bild: © Fotolia.com

Gebet des Tages

Herr, unser Gott,  

 

verlass uns nicht 

in diesen Tagen der Buße. 

 

Steh uns mit deiner Gnade bei, 

damit wir mit ganzer Bereitschaft 

den Dienst vollziehen, 

den du uns aufgetragen hast. 

 

Darum bitten wir durch Jesus Christus. 

Stundenbuch

Tagesliturgie auf einem Blick

Mit freundlicher Genehmigung des Deutschen Liturgischen Instituts

Lesung (Dan 3,25.34-43)

Nimm uns an! Wir kommen zu dir mit zerknirschtem Herzen und demütigem Sinn

In jenen Tagen
   sprach Asárja mitten im Feuer folgendes Gebet:

Um deines Namens willen, Herr,
   verwirf uns nicht für immer;
löse deinen Bund nicht auf!
Versag uns nicht dein Erbarmen,
deinem Freund Abraham zuliebe,
deinem Knecht Ísaak
und Israel, deinem Heiligen,
denen du Nachkommen verheißen hast
   so zahlreich wie die Sterne am Himmel
   und wie der Sand am Ufer des Meeres!

Ach, HERR, wir sind geringer geworden als alle Völker.
In aller Welt sind wir heute wegen unserer Sünden erniedrigt.
Wir haben in dieser Zeit weder Vorsteher noch Propheten
und keinen, der uns anführt,
weder Brandopfer noch Schlachtopfer,
weder Speiseopfer noch Räucherwerk,
noch einen Ort, um dir die Erstlingsgaben darzubringen
   und um Erbarmen zu finden bei dir.

Du aber nimm uns an!
Wir kommen mit zerknirschtem Herzen und demütigem Sinn.
Wie Brandopfer von Widdern und Stieren,
   wie Tausende fetter Lämmer,
   so gelte heute unser Opfer vor dir
   und verschaffe uns bei dir Sühne.
Denn wer dir vertraut,
   wird nicht beschämt.

Wir folgen dir jetzt von ganzem Herzen,
fürchten dich und suchen dein Angesicht.
Überlass uns nicht der Schande,
   sondern handle an uns nach deiner Milde,
   nach deinem überreichen Erbarmen!

Errette uns, deinen wunderbaren Taten entsprechend;
verschaff deinem Namen Ruhm, HERR!

Mess-Lektionar 1982 ff. © 2018 staeko.net

Antwortpsalm (Ps 25 (24),4-5.6-7.8-9 (R: 6a))

Kv Gedenke deines Erbarmens, o HERR! - Kv

Zeige mir, HERR, deine Wege, *
lehre mich deine Pfade!
Führe mich in deiner Treue und lehre mich; /
denn du bist der Gott meines Heiles. *
Auf dich hoffe ich den ganzen Tag. - (Kv)

Gedenke deines Erbarmens, HERR, /
und der Taten deiner Gnade; *
denn sie bestehen seit Ewigkeit!
Gedenke nicht meiner Jugendsünden und meiner Frevel! *
Nach deiner Huld gedenke meiner, HERR, denn du bist gütig! - (Kv)

Der HERR ist gut und redlich, *
darum weist er Sünder auf den rechten Weg.
Die Armen leitet er nach seinem Recht, *
die Armen lehrt er seinen Weg. - Kv

Mess-Lektionar 1982 ff. © 2018 staeko.net

Evangelium (Mt 18,21-35)

Einem jeden von euch, der seinem Bruder nicht vergibt, wird auch der himmlische Vater nicht vergeben

In jener Zeit
   trat Petrus zu Jesus
und fragte: Herr, wie oft muss ich meinem Bruder vergeben,
   wenn er gegen mich sündigt?
Bis zu siebenmal?
Jesus sagte zu ihm:
   Ich sage dir nicht: Bis zu siebenmal,
   sondern bis zu siebzigmal siebenmal.

Mit dem Himmelreich
   ist es deshalb wie mit einem König,
   der beschloss, von seinen Knechten Rechenschaft zu verlangen.
Als er nun mit der Abrechnung begann,
   brachte man einen zu ihm,
   der ihm zehntausend Talente schuldig war.
Weil er aber das Geld nicht zurückzahlen konnte,
   befahl der Herr,
   ihn mit Frau und Kindern und allem, was er besaß,
   zu verkaufen und so die Schuld zu begleichen.

Da fiel der Knecht vor ihm auf die Knie
und bat: Hab Geduld mit mir!
Ich werde dir alles zurückzahlen.
Der Herr des Knechtes hatte Mitleid,
ließ ihn gehen
und schenkte ihm die Schuld.

Als nun der Knecht hinausging,
   traf er einen Mitknecht,
   der ihm hundert Denáre schuldig war.
Er packte ihn,
würgte ihn
und sagte: Bezahl, was du schuldig bist!
Da fiel der Mitknecht vor ihm nieder
und flehte: Hab Geduld mit mir!
Ich werde es dir zurückzahlen.
Er aber wollte nicht,
sondern ging weg
   und ließ ihn ins Gefängnis werfen,
   bis er die Schuld bezahlt habe.

Als die Mitknechte das sahen,
   waren sie sehr betrübt;
sie gingen zu ihrem Herrn
   und berichteten ihm alles, was geschehen war.

Da ließ ihn sein Herr rufen
und sagte zu ihm: Du elender Knecht!
Deine ganze Schuld habe ich dir erlassen,
   weil du mich angefleht hast.
Hättest nicht auch du
   mit deinem Mitknecht
   Erbarmen haben müssen,
   so wie ich mit dir Erbarmen hatte?
Und in seinem Zorn übergab ihn der Herr den Peinigern,
   bis er die ganze Schuld bezahlt habe.

Ebenso wird mein himmlischer Vater euch behandeln,
   wenn nicht jeder seinem Bruder von Herzen vergibt.

Mess-Lektionar 1982 ff. © 2018 staeko.net

LAUDES

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.

HYMNUS

Du Sonne der Gerechtigkeit,
Christus, vertreib in uns die Nacht,
dass mit dem Licht des neuen Tags
auch unser Herz sich neu erhellt.

Du schenkst uns diese Gnadenzeit,
gib auch ein reuevolles Herz
und führe auf den Weg zurück,
die deine Langmut irren sah.

Es kommt der Tag, dein Tag erscheint,
da alles neu in Blüte steht;
der Tag, der unsre Freude ist,
der Tag, der uns mit dir versöhnt.

Dir, höchster Gott, Dreifaltigkeit,
lobsinge alles, was da lebt.
Lass uns durch deine Gnade neu,
dich preisen durch ein neues Lied.

PSALMODIE

1. Antiphon

Begnadet hast du, Herr, dein Land, hast deinem Volk die Schuld vergeben.

Psalm Ps 85 (84),2-14

Das Heil ist nahe
Als unser Erlöser zur Erde hinabstieg, segnete Gott sein Land. (Origenes)

Einst hast du, Herr, dein Land begnadet *
und Jakobs Unglück gewendet,

hast deinem Volk die Schuld vergeben, *
all seine Sünden zugedeckt,

hast zurückgezogen deinen ganzen Grimm *
und deinen glühenden Zorn gedämpft.

Gott, unser Retter, richte uns wieder auf, *
lass von deinem Unmut gegen uns ab!

Willst du uns ewig zürnen, *
soll dein Zorn dauern von Geschlecht zu Geschlecht?

Willst du uns nicht wieder beleben, *
sodass dein Volk sich an dir freuen kann?

Erweise uns, Herr, deine Huld *
und gewähre uns dein Heil!

Ich will hören, was Gott redet: +
Frieden verkündet der Herr seinem Volk *
und seinen Frommen, den Menschen mit redlichem Herzen.

Sein Heil ist denen nahe, die ihn fürchten. *
Seine Herrlichkeit wohne in unserm Land!

Es begegnen einander Huld und Treue; *
Gerechtigkeit und Friede küssen sich.

Treue sprosst aus der Erde hervor; *
Gerechtigkeit blickt vom Himmel hernieder.

Auch spendet der Herr dann Segen, *
und unser Land gibt seinen Ertrag.

Gerechtigkeit geht vor ihm her, *
und Heil folgt der Spur seiner Schritte.

Antiphon

Begnadet hast du, Herr, dein Land, hast deinem Volk die Schuld vergeben.

2. Antiphon

Meine Seele sehnt sich nach dir in der Nacht, mein Geist verlangt nach dir am Morgen.

Canticum Jes 26,1-4.7-9.12

Ein Siegeslied
Die Mauer der Stadt hat zwölf Grundsteine. (Vgl. Offb 21,14)

Zion ist unsre befestigte Stadt, *
zu unserem Schutz baute der Herr Mauern und Wälle.

Öffnet die Tore, +
damit ein gerechtes Volk durch sie einzieht, *
ein Volk, das dem Herrn die Treue bewahrt.

Sein Sinn ist fest; +
du schenkst ihm Ruhe und Frieden, *
denn es verlässt sich auf dich.

Verlasst euch stets auf den Herrn, *
denn der Herr ist ein ewiger Fels.

Der Weg des Gerechten ist gerade, *
du ebnest dem Gerechten die Bahn.

Herr, auf das Kommen deines Gerichts vertrauen wir. *
Deinen Namen anzurufen und an dich zu denken ist unser Verlangen.

Meine Seele sehnt sich nach dir in der Nacht, *
auch mein Geist ist voll Sehnsucht nach dir.

Denn dein Gericht ist ein Licht für die Welt, *
die Bewohner der Erde lernen deine Gerechtigkeit kennen.

Herr, du wirst uns Frieden schenken; *
denn auch alles, was wir bisher erreichten, hast du für uns getan.

Antiphon

Meine Seele sehnt sich nach dir in der Nacht, mein Geist verlangt nach dir am Morgen.

3. Antiphon

Lass dein Antlitz über uns leuchten, o Herr.

Psalm Ps 67 (66),2-8

Dank für Gottes Segen
Ihr sollt nun wissen: Den Heiden ist dieses Heil Gottes gesandt worden. (Apg 28,28a)

Gott sei uns gnädig und segne uns! *
Er lasse über uns sein Angesicht leuchten,

damit auf Erden sein Weg erkannt wird *
und unter allen Völkern sein Heil.

Die Völker sollen dir danken, o Gott, *
danken sollen dir die Völker alle.

Die Nationen sollen sich freuen und jubeln. *
Denn du richtest den Erdkreis gerecht.

Du richtest die Völker nach Recht *
und regierst die Nationen auf Erden.

Die Völker sollen dir danken, o Gott, *
danken sollen dir die Völker alle.

Das Land gab seinen Ertrag. *
Es segne uns Gott, unser Gott!

Es segne uns Gott! *
Alle Welt fürchte und ehre ihn!

Antiphon

Lass dein Antlitz über uns leuchten, o Herr.

KURZLESUNG Joël 2,12-13

Kehrt um zu mir von ganzem Herzen mit Fasten, Weinen und Klagen.
Zerreißt eure Herzen, nicht eure Kleider, und kehrt um zum Herrn, eurem Gott! Denn er ist gnädig und barmherzig, langmütig und reich an Güte und es reut ihn, dass er das Unheil verhängt hat.

RESPONSORIUM

R Er rettet mich aus der Schlinge des Jägers, * er befreit mich aus allem Verderben. - R
V Der Herr ist meine Zuflucht, zum Schutze hab’ ich mir erwählt den Höchsten. * Er befreit mich aus allem Verderben.
Ehre sei dem Vater. - R

Benedictus-Antiphon

Der Herr sprach zu Petrus: Nicht siebenmal sollst du vergeben, sondern siebenundsiebzigmal.

Benedictus Lk 1,68-79

Der Messias und sein Vorläufer

Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels! *
Denn er hat sein Volk besucht und ihm Erlösung geschaffen;

er hat uns einen starken Retter erweckt *
im Hause seines Knechtes David.

So hat er verheißen von alters her *
durch den Mund seiner heiligen Propheten.

Er hat uns errettet vor unsern Feinden *
und aus der Hand aller, die uns hassen;

er hat das Erbarmen mit den Vätern an uns vollendet +
und an seinen heiligen Bund gedacht, *
an den Eid, den er unserm Vater Abraham geschworen hat;

er hat uns geschenkt, dass wir, aus Feindeshand befreit, +
ihm furchtlos dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit *
vor seinem Angesicht all unsre Tage.

Und du, Kind, wirst Prophet des Höchsten heißen; +
denn du wirst dem Herrn vorangehn *
und ihm den Weg bereiten.

Du wirst sein Volk mit der Erfahrung des Heils beschenken *
in der Vergebung der Sünden.

Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes *
wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe,

um allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen und im Schatten des Todes, *
und unsre Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist.

Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Benedictus-Antiphon

Der Herr sprach zu Petrus: Nicht siebenmal sollst du vergeben, sondern siebenundsiebzigmal.

FÜRBITTEN

Gepriesen sei Jesus Christus, denn er ist das Brot, das vom Himmel gekommen ist. Zu ihm lasst uns beten:

R Christus, stärke uns.

Wir haben gesündigt vor dir, o Herr;
- in deiner Güte tilge unsere Schuld.

Gib, dass wir dein Wort in unseren Herzen aufnehmen
- und Frucht bringen in Geduld.

Du lädst uns ein, dein Gedächtnis zu feiern;
- beim heiligen Opfermahl sei unsere Speise.

Du hast uns zu Boten deines Friedens gemacht;
- hilf uns in unserem Bemühen um Gerechtigkeit und Liebe.

(Bitten in besonderen Anliegen)

Hier können Bitten in besonderen Anliegen eingefügt werden.

ÜBERLEITUNG ZUM VATER UNSER

Herr, erbarme dich (unser).
Christus, erbarme dich (unser).
Herr, erbarme dich (unser).

VATER UNSER

Vater unser im Himmel,
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.

Unmittelbar anschließend an die letzte Bitte des Vaterunsers:

Oration

Herr, unser Gott, verlass uns nicht in diesen Tagen der Buße. Steh uns mit deiner Gnade bei, damit wir mit ganzer Bereitschaft den Dienst vollziehen, den du uns aufgetragen hast. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

R:Amen.

ABSCHLUSS

Wenn ein Priester oder ein Diakon der Feier vorsteht, grüßt und segnet er die Gemeinde mit folgenden Worten:

Der Herr sei mit euch.
R:Und mit deinem Geiste.
Es segne euch der allmächtige Gott, + der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
R:Amen.

Wenn die Gemeinde zu entlassen ist, geschieht dies mit folgenden Worten:

Gehet hin in Frieden.
R:Dank sei Gott, dem Herrn.

Wenn kein Priester oder Diakon der Feier vorsteht, und beim Gebet des einzelnen, erfolgt keine Entlassung. In diesem Falle lautet der Schlusssegen:

Der Herr segne uns,
er bewahre uns vor Unheil
und führe uns zum ewigen Leben.
R:Amen.

TERZ

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater. Wie im Anfang. Halleluja.

HYMNUS

Komm, Heil'ger Geist, vom ew'gen Thron,
eins mit dem Vater und dem Sohn;
durchwirke unsre Seele ganz
mit deiner Gottheit Kraft und Glanz.

Erfüll mit heil’ger Leidenschaft
Geist, Zunge, Sinn und Lebenskraft;
mach stark in uns der Liebe Macht,
dass sie der Brüder Herz entfacht.

Lass gläubig uns den Vater sehn,
sein Ebenbild, den Sohn, verstehn
und dir vertraun, der uns durchdringt
und uns das Leben Gottes bringt. Amen.

PSALMODIE

1. Antiphon

Tage der Buße sind gekommen, Tage des Heils zur Vergebung der Sünden.

Psalm Ps 119,97-104

Freude an Gottes Weisung
Die Liebe zu Gott besteht darin, dass wir seine Gebote halten. (1 Joh 5,3)

I

Wie lieb ist mir deine Weisung; *
ich sinne über sie nach den ganzen Tag.

Dein Gebot macht mich weiser als all meine Feinde; *
denn immer ist es mir nahe.

Ich wurde klüger als all meine Lehrer; *
denn über deine Vorschriften sinne ich nach.

Mehr Einsicht habe ich als die Alten; *
denn ich beachte deine Befehle.

Von jedem bösen Weg halte ich meinen Fuß zurück; *
denn ich will dein Wort befolgen.

Ich weiche nicht ab von deinen Entscheiden, *
du hast mich ja selbst unterwiesen.

Wie köstlich ist für meinen Gaumen deine Verheißung, *
süßer als Honig für meinen Mund.

Aus deinen Befehlen gewinne ich Einsicht, *
darum hasse ich alle Pfade der Lüge.

Antiphon

Tage der Buße sind gekommen, Tage des Heils zur Vergebung der Sünden.

2. Antiphon

Tage der Buße sind gekommen, Tage des Heils zur Vergebung der Sünden.

II

Warum, Gott, hast du uns für immer verstoßen? *
Warum ist dein Zorn gegen die Herde deiner Weide entbrannt?

Denk an deine Gemeinde, die du vorzeiten erworben, +
als Stamm dir zu Eigen erkauft, *
an den Berg Zion, den du zur Wohnung erwählt hast.

Erheb deine Schritte zu den uralten Trümmern! *
Der Feind hat im Heiligtum alles verwüstet.

Deine Widersacher lärmten an deiner heiligen Stätte, *
stellten ihre Banner auf als Zeichen des Sieges.

Wie einer die Axt schwingt im Dickicht des Waldes, *
so zerschlugen sie all das Schnitzwerk mit Beil und Hammer.

Sie legten an dein Heiligtum Feuer, *
entweihten die Wohnung deines Namens bis auf den Grund.

Sie sagten in ihrem Herzen: «Wir zerstören alles.» *
Und sie verbrannten alle Gottesstätten ringsum im Land.

Zeichen für uns sehen wir nicht, +
es ist kein Prophet mehr da, *
niemand von uns weiß, wie lange noch.

Wie lange, Gott, darf der Bedränger noch schmähen, *
darf der Feind ewig deinen Namen lästern?

Warum ziehst du die Hand von uns ab, *
hältst deine Rechte im Gewand verborgen?

Antiphon

Tage der Buße sind gekommen, Tage des Heils zur Vergebung der Sünden.

3. Antiphon

Tage der Buße sind gekommen, Tage des Heils zur Vergebung der Sünden.

III

Gott ist mein König von alters her, *
Taten des Heils vollbringt er auf Erden.

Mit deiner Macht hast du das Meer zerspalten, *
die Häupter der Drachen über den Wassern zerschmettert.

Du hast die Köpfe des Levíatan zermalmt, *
ihn zum Fraß gegeben den Ungeheuern der See.

Hervorbrechen ließest du Quellen und Bäche, *
austrocknen Ströme, die sonst nie versiegen.

Dein ist der Tag, dein auch die Nacht, *
hingestellt hast du Sonne und Mond.

Du hast die Grenzen der Erde festgesetzt, *
hast Sommer und Winter geschaffen.

Denk daran: Der Feind schmäht den Herrn, *
ein Volk ohne Einsicht lästert deinen Namen.

Gib dem Raubtier das Leben deiner Taube nicht preis; *
das Leben deiner Armen vergiss nicht für immer!

Blick hin auf deinen Bund! *
Denn voll von Schlupfwinkeln der Gewalt ist unser Land.

Lass den Bedrückten nicht beschämt von dir weggehn! *
Arme und Gebeugte sollen deinen Namen rühmen.

Erheb dich, Gott, und führe deine Sache! *
Bedenke, wie die Toren dich täglich schmähen.

Vergiss nicht das Geschrei deiner Gegner, *
das Toben deiner Widersacher, das ständig emporsteigt.

Antiphon

Tage der Buße sind gekommen, Tage des Heils zur Vergebung der Sünden.

KURZLESUNG Joël 2,17

Zwischen Vorhalle und Altar sollen die Priester klagen, die Diener des Herrn sollen sprechen: Hab Mitleid, Herr, mit deinem Volk und überlass dein Erbe nicht der Schande, damit die Völker nicht über uns spotten!

RESPONSORIUM

V Erschaffe mir, Gott, ein reines Herz.
R Gib mir einen neuen, beständigen Geist.

Oration

Herr, unser Gott, verlass uns nicht in diesen Tagen der Buße. Steh uns mit deiner Gnade bei, damit wir mit ganzer Bereitschaft den Dienst vollziehen, den du uns aufgetragen hast. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

ABSCHLUSS

V:Singet Lob und Preis.
R:Dank sei Gott, dem Herrn.

SEXT

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater. Wie im Anfang. Halleluja.

HYMNUS

O Gott, du lenkst mit starker Hand,
den wechselvollen Lauf der Welt,
machst, dass den Morgen mildes Licht,
den Mittag voller Glanz erhellt.

Lösch aus die Glut der Leidenschaft
und tilge allen Hass und Streit;
erhalte Geist und Leib gesund,
schenk Frieden uns und Einigkeit.

Du Gott des Lichts, auf dessen Reich
der helle Schein der Sonne weist,
dich loben wir aus Herzensgrund,
Gott Vater, Sohn und Heil'ger Geist. Amen.

PSALMODIE

1. Antiphon

So wahr ich lebe, spricht der Herr, ich will nicht den Tod des Sünders, ich will, dass er umkehrt und lebt.

Psalm Ps 119,97-104

Freude an Gottes Weisung
Die Liebe zu Gott besteht darin, dass wir seine Gebote halten. (1 Joh 5,3)

I

Wie lieb ist mir deine Weisung; *
ich sinne über sie nach den ganzen Tag.

Dein Gebot macht mich weiser als all meine Feinde; *
denn immer ist es mir nahe.

Ich wurde klüger als all meine Lehrer; *
denn über deine Vorschriften sinne ich nach.

Mehr Einsicht habe ich als die Alten; *
denn ich beachte deine Befehle.

Von jedem bösen Weg halte ich meinen Fuß zurück; *
denn ich will dein Wort befolgen.

Ich weiche nicht ab von deinen Entscheiden, *
du hast mich ja selbst unterwiesen.

Wie köstlich ist für meinen Gaumen deine Verheißung, *
süßer als Honig für meinen Mund.

Aus deinen Befehlen gewinne ich Einsicht, *
darum hasse ich alle Pfade der Lüge.

Antiphon

So wahr ich lebe, spricht der Herr, ich will nicht den Tod des Sünders, ich will, dass er umkehrt und lebt.

2. Antiphon

So wahr ich lebe, spricht der Herr, ich will nicht den Tod des Sünders, ich will, dass er umkehrt und lebt.

II

Warum, Gott, hast du uns für immer verstoßen? *
Warum ist dein Zorn gegen die Herde deiner Weide entbrannt?

Denk an deine Gemeinde, die du vorzeiten erworben, +
als Stamm dir zu Eigen erkauft, *
an den Berg Zion, den du zur Wohnung erwählt hast.

Erheb deine Schritte zu den uralten Trümmern! *
Der Feind hat im Heiligtum alles verwüstet.

Deine Widersacher lärmten an deiner heiligen Stätte, *
stellten ihre Banner auf als Zeichen des Sieges.

Wie einer die Axt schwingt im Dickicht des Waldes, *
so zerschlugen sie all das Schnitzwerk mit Beil und Hammer.

Sie legten an dein Heiligtum Feuer, *
entweihten die Wohnung deines Namens bis auf den Grund.

Sie sagten in ihrem Herzen: «Wir zerstören alles.» *
Und sie verbrannten alle Gottesstätten ringsum im Land.

Zeichen für uns sehen wir nicht, +
es ist kein Prophet mehr da, *
niemand von uns weiß, wie lange noch.

Wie lange, Gott, darf der Bedränger noch schmähen, *
darf der Feind ewig deinen Namen lästern?

Warum ziehst du die Hand von uns ab, *
hältst deine Rechte im Gewand verborgen?

Antiphon

So wahr ich lebe, spricht der Herr, ich will nicht den Tod des Sünders, ich will, dass er umkehrt und lebt.

3. Antiphon

So wahr ich lebe, spricht der Herr, ich will nicht den Tod des Sünders, ich will, dass er umkehrt und lebt.

III

Gott ist mein König von alters her, *
Taten des Heils vollbringt er auf Erden.

Mit deiner Macht hast du das Meer zerspalten, *
die Häupter der Drachen über den Wassern zerschmettert.

Du hast die Köpfe des Levíatan zermalmt, *
ihn zum Fraß gegeben den Ungeheuern der See.

Hervorbrechen ließest du Quellen und Bäche, *
austrocknen Ströme, die sonst nie versiegen.

Dein ist der Tag, dein auch die Nacht, *
hingestellt hast du Sonne und Mond.

Du hast die Grenzen der Erde festgesetzt, *
hast Sommer und Winter geschaffen.

Denk daran: Der Feind schmäht den Herrn, *
ein Volk ohne Einsicht lästert deinen Namen.

Gib dem Raubtier das Leben deiner Taube nicht preis; *
das Leben deiner Armen vergiss nicht für immer!

Blick hin auf deinen Bund! *
Denn voll von Schlupfwinkeln der Gewalt ist unser Land.

Lass den Bedrückten nicht beschämt von dir weggehn! *
Arme und Gebeugte sollen deinen Namen rühmen.

Erheb dich, Gott, und führe deine Sache! *
Bedenke, wie die Toren dich täglich schmähen.

Vergiss nicht das Geschrei deiner Gegner, *
das Toben deiner Widersacher, das ständig emporsteigt.

Antiphon

So wahr ich lebe, spricht der Herr, ich will nicht den Tod des Sünders, ich will, dass er umkehrt und lebt.

KURZLESUNG Jer 3,25b

Wir haben gesündigt gegen den Herrn, unsern Gott, wir selbst und unsere Väter, von Jugend an bis auf den heutigen Tag. Wir haben nicht gehört auf die Stimme des Herrn, unseres Gottes.

RESPONSORIUM

V Verbirg dein Angesicht vor meinen Sünden.
R Tilge alle meine Frevel.

Oration

Herr, unser Gott, verlass uns nicht in diesen Tagen der Buße. Steh uns mit deiner Gnade bei, damit wir mit ganzer Bereitschaft den Dienst vollziehen, den du uns aufgetragen hast. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

ABSCHLUSS

V:Singet Lob und Preis.
R:Dank sei Gott, dem Herrn.

NON

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater. Wie im Anfang. Halleluja.

HYMNUS

Du starker Gott, der diese Welt
im Innersten zusammenhält,
du Angelpunkt, der unbewegt
den Wandel aller Zeiten trägt.

Geht unser Erdentag zu End’,
schenk Leben, das kein Ende kennt:
führ uns, dank Jesu Todesleid,
ins Licht der ew’gen Herrlichkeit.

Vollenden wir den Lebenslauf,
nimm uns in deine Liebe auf,
dass unser Herz dich ewig preist,
Gott Vater, Sohn und Heil'ger Geist. Amen.

PSALMODIE

1. Antiphon

Mit den Waffen der Gerechtigkeit und durch Gottes Kraft halten wir stand in großer Geduld.

Psalm Ps 119,97-104

Freude an Gottes Weisung
Die Liebe zu Gott besteht darin, dass wir seine Gebote halten. (1 Joh 5,3)

I

Wie lieb ist mir deine Weisung; *
ich sinne über sie nach den ganzen Tag.

Dein Gebot macht mich weiser als all meine Feinde; *
denn immer ist es mir nahe.

Ich wurde klüger als all meine Lehrer; *
denn über deine Vorschriften sinne ich nach.

Mehr Einsicht habe ich als die Alten; *
denn ich beachte deine Befehle.

Von jedem bösen Weg halte ich meinen Fuß zurück; *
denn ich will dein Wort befolgen.

Ich weiche nicht ab von deinen Entscheiden, *
du hast mich ja selbst unterwiesen.

Wie köstlich ist für meinen Gaumen deine Verheißung, *
süßer als Honig für meinen Mund.

Aus deinen Befehlen gewinne ich Einsicht, *
darum hasse ich alle Pfade der Lüge.

Antiphon

Mit den Waffen der Gerechtigkeit und durch Gottes Kraft halten wir stand in großer Geduld.

2. Antiphon

Mit den Waffen der Gerechtigkeit und durch Gottes Kraft halten wir stand in großer Geduld.

II

Warum, Gott, hast du uns für immer verstoßen? *
Warum ist dein Zorn gegen die Herde deiner Weide entbrannt?

Denk an deine Gemeinde, die du vorzeiten erworben, +
als Stamm dir zu Eigen erkauft, *
an den Berg Zion, den du zur Wohnung erwählt hast.

Erheb deine Schritte zu den uralten Trümmern! *
Der Feind hat im Heiligtum alles verwüstet.

Deine Widersacher lärmten an deiner heiligen Stätte, *
stellten ihre Banner auf als Zeichen des Sieges.

Wie einer die Axt schwingt im Dickicht des Waldes, *
so zerschlugen sie all das Schnitzwerk mit Beil und Hammer.

Sie legten an dein Heiligtum Feuer, *
entweihten die Wohnung deines Namens bis auf den Grund.

Sie sagten in ihrem Herzen: «Wir zerstören alles.» *
Und sie verbrannten alle Gottesstätten ringsum im Land.

Zeichen für uns sehen wir nicht, +
es ist kein Prophet mehr da, *
niemand von uns weiß, wie lange noch.

Wie lange, Gott, darf der Bedränger noch schmähen, *
darf der Feind ewig deinen Namen lästern?

Warum ziehst du die Hand von uns ab, *
hältst deine Rechte im Gewand verborgen?

Antiphon

Mit den Waffen der Gerechtigkeit und durch Gottes Kraft halten wir stand in großer Geduld.

3. Antiphon

Mit den Waffen der Gerechtigkeit und durch Gottes Kraft halten wir stand in großer Geduld.

III

Gott ist mein König von alters her, *
Taten des Heils vollbringt er auf Erden.

Mit deiner Macht hast du das Meer zerspalten, *
die Häupter der Drachen über den Wassern zerschmettert.

Du hast die Köpfe des Levíatan zermalmt, *
ihn zum Fraß gegeben den Ungeheuern der See.

Hervorbrechen ließest du Quellen und Bäche, *
austrocknen Ströme, die sonst nie versiegen.

Dein ist der Tag, dein auch die Nacht, *
hingestellt hast du Sonne und Mond.

Du hast die Grenzen der Erde festgesetzt, *
hast Sommer und Winter geschaffen.

Denk daran: Der Feind schmäht den Herrn, *
ein Volk ohne Einsicht lästert deinen Namen.

Gib dem Raubtier das Leben deiner Taube nicht preis; *
das Leben deiner Armen vergiss nicht für immer!

Blick hin auf deinen Bund! *
Denn voll von Schlupfwinkeln der Gewalt ist unser Land.

Lass den Bedrückten nicht beschämt von dir weggehn! *
Arme und Gebeugte sollen deinen Namen rühmen.

Erheb dich, Gott, und führe deine Sache! *
Bedenke, wie die Toren dich täglich schmähen.

Vergiss nicht das Geschrei deiner Gegner, *
das Toben deiner Widersacher, das ständig emporsteigt.

Antiphon

Mit den Waffen der Gerechtigkeit und durch Gottes Kraft halten wir stand in großer Geduld.

KURZLESUNG Jes 58,1-2

Rufe aus voller Kehle, halte dich nicht zurück! Lass deine Stimme ertönen wie eine Posaune! Halte meinem Volk seine Vergehen vor und dem Haus Jakob seine Sünden!
Sie suchen mich Tag für Tag; denn sie wollen meine Wege erkennen. Wie ein Volk, das Gerechtigkeit übt und das vom Recht seines Gottes nicht ablässt, so fordern sie von mir ein gerechtes Urteil und möchten, dass Gott ihnen nah ist.

RESPONSORIUM

V Das Opfer, das Gott gefällt, ist ein zerknirschter Geist.
R Ein zerschlagenes Herz wird er nicht verschmähen.

Oration

Herr, unser Gott, verlass uns nicht in diesen Tagen der Buße. Steh uns mit deiner Gnade bei, damit wir mit ganzer Bereitschaft den Dienst vollziehen, den du uns aufgetragen hast. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

ABSCHLUSS

V:Singet Lob und Preis.
R:Dank sei Gott, dem Herrn.

VESPER

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen. Halleluja.

HYMNUS

Nun ist sie da, die rechte Zeit,
die Gottes Huld uns wieder schenkt,
nun ist er da, der Tag des Heils,
erfüllt von Christi hellem Licht.

Jetzt soll sich unser ganzes Herz
durch Fasten und Gebet erneun,
und durch Entsagung werde stark,
was müde ist und schwach und krank.

Lass uns, o Herr, mit Geist und Leib
das Werk der Buße freudig tun,
dass wir den Übergang bestehn
zum Pascha, das kein Ende kennt.

Dir, höchster Gott, Dreifaltigkeit,
lobsinge alles, was da lebt.
Lass uns, durch deine Gnade neu,
dich preisen durch ein neues Lied.

PSALMODIE

Wie Berge Jerusalem rings umgeben, so ist der Herr um sein Volk, von nun an auf ewig.

1. Antiphon

Psalm Ps 125 (124),1-5

Gott wacht über sein Volk
Friede und Erbarmen komme über alle: sie sind das Israel Gottes. (Gal 6,16)

Wer auf den Herrn vertraut, steht fest wie der Zionsberg, *
der niemals wankt, der ewig bleibt.

Wie Berge Jerusalem rings umgeben, *
so ist der Herr um sein Volk, von nun an auf ewig.

Das Zepter des Frevlers soll nicht auf dem Erbland der Gerechten lasten, *
damit die Hand der Gerechten nicht nach Unrecht greift.

Herr, tu Gutes den Guten, *
den Menschen mit redlichem Herzen!

Doch wer auf krumme Wege abbiegt, +
den jage, Herr, samt den Frevlern davon! *
Frieden über Israel!

Antiphon

Wie Berge Jerusalem rings umgeben, so ist der Herr um sein Volk, von nun an auf ewig.

2. Antiphon

Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder, kommt ihr nicht in das Himmelreich.

Psalm Ps 131 (130),1-3

Wie ein Kind bei der Mutter
Lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig. (Mt 11,29)

Herr, mein Herz ist nicht stolz, *
nicht hochmütig blicken meine Augen.

Ich gehe nicht um mit Dingen, *
die mir zu wunderbar und zu hoch sind.

Ich ließ meine Seele ruhig werden und still; *
wie ein kleines Kind bei der Mutter ist meine Seele still in mir.

Israel, harre auf den Herrn *
von nun an bis in Ewigkeit.

Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder, kommt ihr nicht in das Himmelreich.

Antiphon

Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder, kommt ihr nicht in das Himmelreich.

3. Antiphon

Du hast uns, Herr, zu Königen gemacht und zu Priestern für unseren Gott.

Canticum Offb 4,11; 5,9-10.12

Danklied der Erlösten

Würdig bist du, Herr, unser Gott, *
Herrlichkeit zu empfangen und Ehre und Macht.

Denn du bist es, der die Welt erschaffen hat, *
durch deinen Willen war sie und wurde durch ihn erschaffen.

Herr, du bist würdig, *
das Buch zu nehmen und seine Siegel zu öffnen;

denn du wurdest geschlachtet +
und hast mit deinem Blut Menschen für Gott erworben *
aus allen Stämmen und Sprachen, aus allen Nationen und Völkern,

und du hast sie zu Königen und Priestern gemacht für unseren Gott; *
und sie werden auf der Erde herrschen.

Würdig ist das Lamm, das geschlachtet ist, +
Macht zu empfangen, Reichtum und Weisheit, *
Kraft und Ehre, Lob und Herrlichkeit.

Antiphon

Du hast uns, Herr, zu Königen gemacht und zu Priestern für unseren Gott.

KURZLESUNG Jak 2,14.17.18b

Meine Brüder, was nützt es, wenn einer sagt, er habe Glauben, aber es fehlen die Werke? Kann etwa der Glaube ihn retten?
Der Glaube für sich allein ist tot, wenn er nicht Werke vorzuweisen hat.
Zeig mir deinen Glauben ohne die Werke, und ich zeige dir meinen Glauben aufgrund der Werke.

RESPONSORIUM

R Sei mir gnädig und heile mich, * ich habe vor dir gesündigt. - R
V Verschließe mir nicht dein Erbarmen; Herr, eile mir zu Hilfe. * Ich habe vor dir gesündigt.
Ehre sei dem Vater. - R

Magnificat-Antiphon

Der Herr sagte zum Knecht: Deine ganze Schuld habe ich dir erlassen. Musst nicht auch du deines Mitknechtes dich erbarmen, so wie ich mich deiner erbarmte?

Magnificat Lk 1,46-55

Mein Geist jubelt über Gott

Meine Seele preist die Größe des Herrn, *
und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.

Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. *
Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter!

Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, *
und sein Name ist heilig.

Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht *
über alle, die ihn fürchten.

Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten; *
er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind;

er stürzt die Mächtigen vom Thron *
und erhöht die Niedrigen.

Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben *
und lässt die Reichen leer ausgehn.

Er nimmt sich seines Knechtes Israel an *
und denkt an sein Erbarmen,

das er unsern Vätern verheißen hat, *
Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist.

Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Magnificat-Antiphon

Der Herr sagte zum Knecht: Deine ganze Schuld habe ich dir erlassen. Musst nicht auch du deines Mitknechtes dich erbarmen, so wie ich mich deiner erbarmte?

FÜRBITTEN

Lasst uns beten zu Jesus Christus, der uns geboten hat, zu wachen, damit wir in der Versuchung standhalten:

R Herr, erbarme dich unser.

Du bist bei allen, die sich in deinem Namen versammeln;
- stärke in unseren Gemeinden den Geist des Gebetes.

Du willst deine Kirche von jedem Makel reinigen;
- heile in deinen Gläubigen die Wunden der Sünde.

Du hast deine Jünger beauftragt, einander zu dienen;
- lass die Männer und Frauen nicht müde werden, die im Dienst der kirchlichen Liebeswerke stehen.

Du hast die Menschen gelehrt, Böses mit Gutem zu vergelten;
- lass unter den Völkern Brüderlichkeit und Frieden wachsen.

(Fürbitten in besonderen Anliegen)

Du hast durch dein Leiden und Sterben Sünde und Tod überwunden;
- führe unsere Verstorbenen in deine Herrlichkeit.

Hier können Fürbitten in besonderen Anliegen eingefügt werden.

Offenbare dich unseren Verstorbenen;
- schenke ewiges Leben allen, die auf deine Stimme hörten.

ÜBERLEITUNG ZUM VATER UNSER

Herr, erbarme dich (unser).
Christus, erbarme dich (unser).
Herr, erbarme dich (unser).

VATER UNSER

Vater unser im Himmel,
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.

Unmittelbar anschließend an die letzte Bitte des Vaterunsers:

Oration

Herr, unser Gott, verlass uns nicht in diesen Tagen der Buße. Steh uns mit deiner Gnade bei, damit wir mit ganzer Bereitschaft den Dienst vollziehen, den du uns aufgetragen hast. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

R:Amen.

ABSCHLUSS

Wenn ein Priester oder ein Diakon der Feier vorsteht, grüßt und segnet er die Gemeinde mit folgenden Worten:

Der Herr sei mit euch.
R:Und mit deinem Geiste.
Es segne euch der allmächtige Gott, + der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
R:Amen.

Wenn die Gemeinde zu entlassen ist, geschieht dies mit folgenden Worten:

Gehet hin in Frieden.
R:Dank sei Gott, dem Herrn.

Wenn kein Priester oder Diakon der Feier vorsteht, und beim Gebet des einzelnen, erfolgt keine Entlassung. In diesem Falle lautet der Schlusssegen:

Der Herr segne uns,
er bewahre uns vor Unheil
und führe uns zum ewigen Leben.
R:Amen.

KOMPLET

V:O Gott, komm mir zu Hilfe.
R:Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater. Wie im Anfang. Halleluja.
An dieser Stelle wird eine Gewissenserforschung empfohlen.

SCHULDBEKENNTNIS

Ich bekenne Gott, dem Allmächtigen, und allen Brüdern und Schwestern, dass ich Gutes unterlassen und Böses getan habe - ich habe gesündigt in Gedanken, Worten und Werken - [alle schlagen an die Brust] durch meine Schuld, durch meine Schuld, durch meine große Schuld. Darum bitte ich die selige Jungfrau Maria, alle Engel und Heiligen und euch, Brüder und Schwestern, für mich zu beten bei Gott, unserem Herrn.

VERGEBUNGSBITTE

Der allmächtige Gott erbarme sich unser. Er lasse uns die Sünden nach und führe uns zum ewigen Leben.
R:Amen.

HYMNUS

Tod und Vergehen
waltet in allem,
steht über Menschen,
Pflanzen und Tieren,
Sternbild und Zeit.

Du hast ins Leben
alles gerufen,
Herr, deine Schöpfung
neigt sich zum Tode:
Hole sie heim.

Schenke im Ende
auch die Vollendung.
Nicht in die Leere
falle die Vielfalt
irdischen Seins.

Herr, deine Pläne
bleiben uns dunkel. -
Doch singen Lob wir
dir, dem dreieinen,
ewigen Gott. Amen.

PSALMODIE

Antiphon

Verbirg dein Antlitz nicht vor mir; auf dich, o Herr, vertraue ich.

Psalm Ps 143,1-11

Psalm Bitte um Kraft und Hilfe
Der Mensch wird nicht durch Werke des Gesetzes gerecht, sondern durch den Glauben an Jesus Christus. (Vgl. Gal 2,16)

Herr, höre mein Gebet, vernimm mein Flehen; *
in deiner Treue erhöre mich, in deiner Gerechtigkeit!

Geh mit deinem Knecht nicht ins Gericht; *
denn keiner, der lebt, ist gerecht vor dir.

Der Feind verfolgt mich, tritt mein Leben zu Boden, *
er lässt mich in der Finsternis wohnen wie längst Verstorbene.

Mein Geist verzagt in mir, *
mir erstarrt das Herz in der Brust.

Ich denke an die vergangenen Tage, +
sinne nach über all deine Taten, *
erwäge das Werk deiner Hände.

Ich breite die Hände aus und bete zu dir: *
meine Seele dürstet nach dir wie lechzendes Land.

Herr, erhöre mich bald, *
denn mein Geist wird müde;

verbirg dein Antlitz nicht vor mir, *
damit ich nicht werde wie Menschen, die längst begraben sind.

Lass mich deine Huld erfahren am frühen Morgen; *
denn ich vertraue auf dich.

Zeig mir den Weg, den ich gehen soll; *
denn ich erhebe meine Seele zu dir.

Herr, entreiß mich den Feinden! *
Zu dir nehme ich meine Zuflucht.

Lehre mich, deinen Willen zu tun; denn du bist mein Gott. *
Dein guter Geist leite mich auf ebenem Pfad.

Um deines Namens willen, Herr, erhalt mich am Leben, *
führe mich heraus aus der Not in deiner Gerechtigkeit!

Antiphon

Verbirg dein Antlitz nicht vor mir; auf dich, o Herr, vertraue ich.

KURZLESUNG 1 Petr 5,8-9

Seid nüchtern und wachsam! Euer Widersacher, der Teufel, geht wie ein brüllender Löwe umher und sucht, wen er verschlingen kann.
Leistet ihm Widerstand in der Kraft des Glaubens!

RESPONSORIUM

R Herr, auf dich vertraue ich, * in deine Hände lege ich mein Leben. - R
V Lass leuchten über deinem Knecht dein Antlitz, hilf mir in deiner Güte. * In deine Hände lege ich mein Leben.
Ehre sei dem Vater. - R

Antiphon

Sei unser Heil, o Herr, wenn wir wachen, und unser Schutz, wenn wir schlafen; damit wir wachen mit Christus und ruhen in seinem Frieden. (O: Halleluja.)

NUNC DIMITTIS Lk 2,29-32

Nun lässt du, Herr, deinen Knecht, *
wie du gesagt hast, in Frieden scheiden.

Denn meine Augen haben das Heil gesehen, *
das du vor allen Völkern bereitet hast,

ein Licht, das die Heiden erleuchtet, *
und Herrlichkeit für dein Volk Israel.

Antiphon

Sei unser Heil, o Herr, wenn wir wachen, und unser Schutz, wenn wir schlafen; damit wir wachen mit Christus und ruhen in seinem Frieden. (O: Halleluja.)

Oration

Herr, gütiger Vater, sei du unsere Leuchte im Dunkel der Nacht. Gib, dass wir in Frieden schlafen, damit wir uns beim Anbruch des neuen Tages in deinem Namen freudig erheben. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

Eine ruhige Nacht und ein gutes Ende gewähre uns der allmächtige Herr. R Amen.

Eine ruhige Nacht und ein gutes Ende gewähre uns der allmächtige Herr.
R:Amen.

Dienstag, 10. März 2026

Das Stundenbuch wird Ihnen hier online in Kooperation mit dem Deutschen Liturgischen Institut zur Verfügung gestellt.