Neuer Präsident oder neue Präsidentin gesucht

Caritaspräsident Peter Neher hört 2021 auf

Veröffentlicht am 09.07.2020 um 13:00 Uhr – Lesedauer: 

Freiburg ‐ Der Präsident des Deutschen Caritasverbandes, Peter Neher, kandidiert nicht für eine weitere Amtszeit. Seit 2003 leitete er den Sozialverband. 2021 soll es einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin geben. Zudem steht im Jahr darauf eine weitere Personaländerung an.

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Peter Neher (65), Präsident des Deutschen Caritasverbandes (DCV), kandidiert nicht für eine vierte Amtszeit an der Spitze des größten deutschen Sozialverbands. Das teilte die Caritas am Donnerstag in Freiburg mit. Ein Nachfolger oder eine Nachfolgerin soll zum Ende der laufenden Amtszeit Nehers bei der Caritas-Delegiertenversammlung im Oktober 2021 in Freiburg gewählt werden.

Der Caritaspräsident repräsentiert rund 660.000 hauptamtliche und mehrere Hunderttausend ehrenamtliche Mitarbeiter in rund 25.000 katholischen Gesundheits- und Sozialeinrichtungen unter dem Dach des DCV.

Zugleich teilte der Verband mit, dass Finanz- und Personalvorstand Hans-Jörg Millies Anfang 2022 sein Mandat "aus persönlichen Gründen" niederlegen werde. Millies ist seit Juli 2017 auch Generalsekretär der Caritas.

Seit 2003 Präsident

Neher leitete den Deutschen Caritasverband seit 2003. Zuvor studierte er nach einer Banklehre Theologie und wurde Priester. Vom Augsburger Caritasverband führte sein Weg in die Chefetage der Freiburger Caritaszentrale. Zugleich baute er den Berliner Caritas-Standort aus. Der promovierte Pastoraltheologe ließ sich auch zum Krankenhausseelsorger und Supervisor ausbilden.

Aktuell bestimmt die Corona-Krise die Arbeit des Sozialverbands. Neher fordert zugleich, auch andere soziale Fragen weiter zu bearbeiten, beispielsweise im Bereich der Integration und Flüchtlingspolitik oder das Problem der sozialen Gerechtigkeit im Kampf gegen den Klimawandel. (KNA)