Caritas-Präsidentin berät Bundesregierung bei Verteilung von Hilfen

Gaspreisbremse: Welskop-Deffaa fordert solidarische Lösung

Aktualisiert am 08.10.2022  –  Lesedauer: 

Berlin ‐ Am Wochenende berät die zuständige Kommission über die konkrete Gestaltung der Gaspreisbremse. Mitglied dieses Gremiums ist Caritas-Präsidentin Eva Maria Welskop-Deffaa. Sie mahnt eine Lösung an, die "niemanden im Regen stehen" lässt.

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Caritas-Präsidentin Eva Maria Welskop-Deffaa hat als Mitglied der Kommission zur Ausgestaltung der Gaspreisbremse eine solidarische Lösung bei den Beratungen des Gremiums an diesem Wochenende angemahnt. "Es ist jetzt eine Summe von 200 Milliarden Euro im Raum, die verteilt wird. Da darf am Ende niemand im Regen stehen", sagte Welskop-Deffaa der "taz am Wochenende": "Erst recht nicht die Menschen, die in Einrichtungen der Altenhilfe, der Eingliederungshilfe oder der Kinder- und Jugendhilfe leben."

"In einer Altenhilfeeinrichtung kann man den Begegnungsraum aber nicht einfach auf 16 Grad runterkühlen – nicht bei älteren Menschen, die ohnehin schneller frieren", sagte die Caritas-Präsidentin. Wenn die Energie wirklich knapp werde, "dann wäre es vielleicht sinnvoller, man würde gezielt einige produzierende Unternehmen für den Winter vom Netz nehmen". Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) habe für diesen Vorschlag zu Unrecht viel Prügel bekommen.

Am Wochenende wollte die von der Bundesregierung eingesetzte "Unabhängige Kommission Erdgas und Wärme", deren Mitglied die Caritas-Präsidentin ist, weiter über die konkrete Ausgestaltung der geplanten Gaspreisbremse beraten. Diese ist Teil eines von der Ampel-Koalition beschlossenen Abwehrschirms, für den bis zu 200 Milliarden Euro bereitgestellt werden sollen. (epd)