Pontifex verteidigte die Kindertaufe

Papst Leo XIV. tauft in der Sixtinischen Kapelle 20 Kinder

Veröffentlicht am 11.01.2026 um 11:27 Uhr – Lesedauer: 

Vatikanstadt ‐ Vor acht Monaten wurde Leo XIV. in der Sixtinischen Kapelle zum Papst gewählt. Nun hat er am selben Ort 20 Kinder zu Christen gemacht. Bei der Tauffeier verteidigte er die kirchliche Tradition der Kindertaufe.

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In einem feierlichen Gottesdienst in der Sixtinischen Kapelle im Vatikan hat Papst Leo XIV. am Sonntag 20 Kinder getauft. Einige von ihnen sind Kinder von Vatikanangestellten. Während der Feier am Sonntagmorgen erfüllte immer wieder Säuglingsgeschrei den Kirchenraum unter den weltberühmten Michelangelo-Fresken.

In seiner Predigt verteidigte der Papst die von manchen kritisierte kirchliche Tradition der Taufe unmündiger Kinder. Er sagte: "Wenn wir wissen, dass ein Gut notwendig ist, wollen wir es sogleich jenen geben, die wir lieben. Wer von uns würde die Neugeborenen ohne Kleidung oder ohne Nahrung lassen und darauf warten, dass sie erst als Erwachsene Kleidung und Nahrung wählen? Wenn aber Nahrung und Kleidung lebensnotwendig sind, dann ist der Glaube mehr als notwendig, denn mit Gott findet das Leben zum Heil."

Kindertaufe durch Papst hat Tradition

Die Kindertaufe durch den Papst findet alljährlich in der ersten Januarhälfte am ersten Sonntag nach dem Hochfest Epiphanie statt. Früher tauften die Päpste im Petersdom, 1983 verlegte Papst Johannes Paul II. diese Zeremonie dauerhaft in die Sixtinische Kapelle.

Die Taufe ist die rituelle Aufnahme eines Menschen in die Glaubensgemeinschaft der Kirche. Alljährlich werden weltweit rund 15 Millionen Menschen katholisch getauft, die meisten von ihnen sind kleine Kinder. (KNA)