Großpfarreien sollen zentralen Kommunikationskanal bekommen

Zur Strukturreform: Neue Pfarreimagazine starten im Erzbistum Freiburg

Veröffentlicht am 18.01.2026 um 12:30 Uhr – Lesedauer: 

Karlsruhe ‐ Das klassische Pfarrblatt im Kirchenschaukasten soll bald ausgedient haben: Im Erzbistum Freiburg starten anlässlich der Strukturreform neue Pfarreimagazine. Was sie bieten sollen – und was sich die Macher erhoffen.

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Das klassische Pfarrblatt im Kirchenschaukasten war gestern – im Erzbistum Freiburg starten nun die neuen, redaktionell gestalteten Pfarreimagazine. Entwickelt wurden sie von der Kirchenzeitung "Konradsblatt" und dem Badenia Medienhaus der Erzdiözese Freiburg. Die 32-seitigen Magazine sollen zu einem neuen, zentralen Kommunikationskanal für die nach einer Strukturreform zum Jahreswechsel entstandenen Großpfarreien des Erzbistums zwischen Odenwald und Bodensee werden.

Die Pfarreimagazine verbinden demnach Informationen zu Gottesdiensten, Veranstaltungen und kirchlichen Angeboten mit Porträts der in der Pfarrei aktiven Ehrenamtlichen und Seelsorger. Hinzu können nachrichtliche oder spirituelle Inhalte kommen. Das "Konradsblatt" bietet eigene Artikel an. Vorgestellt werden auch besondere Aktionen und Angebote in den Kirchengemeinden.

"Wir verstehen uns als Dienstleister für die Pfarreien vor Ort, die ihr persönliches Magazin sehr frei gestalten können. Natürlich auch mit einem eigenen Titelbild", beschreibt Projektleiter Marc Dietz vom "Konradsblatt".

Print im Briefkasten – E-Paper in der App

Die Pfarreihefte erscheinen als Printausgabe und als digitales E-Paper. Abrufbar sind sie kostenfrei über die eigens vom "Konradsblatt" entwickelte App "Meine Kirche". Die Pfarreien entscheiden auch über die Höhe der Auflage und den Erscheinungsrhythmus. Bislang ist das jeweils individuell gestaltete Magazin in fünf Pfarreien mit einer Gesamtauflage von 115.000 Exemplaren erschienen. Das Erzbistum gibt für Pfarreien eine Anschubfinanzierung.

"Zwei weitere Ausgaben sind in der Planung – und wir haben weitere Interessenten", sagt Dietz. Wenn sich eine neue Pfarrei für das Magazin interessiert, bietet das Entwicklerteam Workshops mit den Personen vor Ort an, um gemeinsam Inhalte und Layouts zu entwickeln. Auch die Vertriebswege sind unterschiedlich: Einige Pfarreien entschieden sich, die Erstausgaben per Post an alle katholischen Haushalte zu verschicken. Andere setzen auch auf eine eigene Verteilung und das Auslegen in Kirchen und kirchlichen Einrichtungen. Nach aktueller Planung erscheinen die Magazine mit drei bis fünf Ausgaben pro Jahr. "Aber auch da sind die Pfarreien frei", heißt es beim "Konradsblatt". (KNA)