Woelki ruft zu mehr Verständnis der Konfessionen untereinander auf

Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki ruft zu einem besseren Verständnis der Konfessionen untereinander auf. Zum Start der Gebetswoche für die Einheit der Christen am Wochenende wünschte er sich mehr Gespräche auf Augenhöhe in der Ökumene.
Die Spaltung der Christenheit sei eine schmerzliche Wunde, sagte er in seinem wöchentlichen Video-Impuls. Die Überwindung der Spaltung sei eine Aufgabe für alle, "die sich Christen nennen".
Unterschiede ehrlich benennen
Die Ökumene mache seit Jahrzehnten große Fortschritte, viele Vorurteile seien bereits abgebaut worden, fügte er hinzu: "Die weltweite Christenheit lernt immer besser, vor allem auf das Verbindende der Konfessionen zu schauen." Je besser das gelinge, desto genauer könne man auch das in den Blick nehmen, was einer vollen Einheit aller Christen noch im Weg stehe und wie diese Gegensätze überwunden werden könnten.
"Für die Ökumene sind Ehrlichkeit und Gespräche auf Augenhöhe wichtig", ergänzte der Kölner Erzbischof: "Dazu gehört auch, dass wir klar benennen, was uns trennt – oder noch trennt. Nicht, um die bestehende Trennung zu festigen, sondern um unsere ökumenischen Schwestern und Brüder immer besser zu verstehen und mit ihnen darüber sprechen zu können, warum wir glauben, was wir glauben."
Die Gebetswoche für die Einheit der Christen steht in diesem Jahr unter dem biblischen Motto "Ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen seid zu einer Hoffnung in eurer Berufung". Bis zum kommenden Sonntag laden Kirchengemeinden weltweit zu Gottesdiensten ein. Ziel der Gebetswoche ist es, Kirchen, Konfessionen und Kulturen über alle Grenzen hinweg zu verbinden. (KNA)