Mindestens 39 Tote und rund 70 Verletzte

Nach Zugunglück in Spanien – Pfarrkirche Anlaufstelle für Opfer

Veröffentlicht am 19.01.2026 um 11:50 Uhr – Lesedauer: 

Madrid ‐ Mindestens 39 Tote und rund 70 Verletzte – das ist die Bilanz des schweren Zugunglücks am Sonntag in Spanien. Viele Betroffene wurden in einer nahegelegenen Pfarrei versorgt. Auch Bischöfe spenden Trost.

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Nach dem schweren Zugunglück im südspanischen Andalusien ist die Pfarrkirche der nahen Ortschaft Adamuz zur zentralen Anlaufstelle für die Opfer geworden. "Nach Bekanntwerden des Zugunglücks kamen viele Gläubige zur Kirche, um alles für die Ankunft der teils verletzten Zugpassagiere vorzubereiten", sagte Pfarrer Rafael Prados Godoy am Montag dem Radiosender RNE. Gemeindemitglieder hätten Decken, Heizkörper, Wasser und Essen gebracht.

Wenig später kamen laut Bericht die ersten Menschen mit Bussen an. Die Andreas-Pfarrei hielt ihre Türen die ganze Nacht für die Betroffenen offen. Unterdessen wurde auch das Gemeindehaus geöffnet, um dort den Menschen Lebensmittel der Caritas zur Verfügung zu stellen, wie Pfarrer Prados Godoy berichtet.

Bischöfe spenden Trost

Auch der für die Region zuständige Bischof Jesús Fernández begab sich nach Adamuz, um vor allem den Hinterbliebenen von Opfern Trost zu spenden. Am Sonntagnachmittag war ein Schnellzug entgleist und geriet in den Gegenverkehr, wo er mit einem anderen Schnellzug kollidierte. Bislang wurden 39 Todesopfer gezählt; 70 Verletzte wurden in nahe Krankenhäuser gebracht.

Der Generalsekretär der Spanischen Bischofskonferenz, Weihbischof César García Magán, drückte über die Sozialen Medien tiefes Mitgefühl aus. Ministerpräsident Pedro Sánchez sicherte schnelle Hilfe zu. Das Königshaus in Madrid und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sprachen den Familien und Angehörigen der Opfer sowie dem spanischen Volk ihr Beileid aus. (KNA)