Bischof habe in sechs Jahren viel geleistet

ZdK-Chefin bedauert Bätzings Abgabe des Bischofskonferenz-Vorsitzes

Veröffentlicht am 19.01.2026 um 15:54 Uhr – Lesedauer: 

Berlin ‐ Georg Bätzing strebt keine zweite Amtszeit als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz an. Die Chefin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken reagiert mit Bedauern darauf – und hat eine klare Hoffnung für die Nachfolge.

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Die Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Irme Stetter-Karp, bedauert die geplante Abgabe des Vorsitzes der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) durch Bischof Georg Bätzing. "Zugleich hat dieser Schritt meinen vollen Respekt", sagte sie am Montag auf Anfrage der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Bätzing habe als Vorsitzender für die katholische Kirche in Deutschland in sechs Jahren viel geleistet. "Dem ZdK war er ein kollegiales, wahrhaftiges und hochengagiertes Gegenüber", so Stetter-Karp.

Den Limburger Bischof zeichne eine integre, herzliche Persönlichkeit aus, meinte die Präsidentin des höchsten katholischen Laiengremiums in Deutschland. "Insbesondere auf dem Synodalen Weg war Georg Bätzing ein mit Augenmaß agierender, zugleich zukunftsorientiert vorangehender Vorsitzender, mit dem ich im Co-Vorsitz der Synodalversammlungen und im Synodalen Ausschuss sehr gern zusammengearbeitet habe", sagte Stetter-Karp mit Blick auf den Reformprozess in der katholischen Kirche in Deutschland. Sie hoffe zugleich, dass sein Nachfolger in ähnlicher Weise zukunftsorientiert sein werde.

Auch die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Kirsten Fehrs, hat den Verzicht Bätzings auf eine erneute Kandidatur bedauert. "Die Entscheidung von Bischof Bätzing, nicht erneut zur Wiederwahl anzutreten, bedaure ich persönlich", erklärte Fehrs am Dienstag auf Anfrage der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Zugleich würdigte die Hamburger Bischöfin die gemeinsame Arbeit: "Uns verbindet eine lange, vertrauensvolle Zusammenarbeit, in der wir gemeinsam an unterschiedlichen Orten Verantwortung getragen und wichtige Fragen von Kirche und Gesellschaft im guten ökumenischen Miteinander beraten haben", so Fehrs weiter. "Für diese Zusammenarbeit bin ich sehr dankbar." (mtr/KNA)

Hinweis: 19.01., 19:13 Uhr: Ergänzt um Stellungnahme der Ratsvorsitzenden der EKD, Kirsten Fehrs.