Er weiht am Samstag seinen Nachfolger

Kardinal Schönborn ist vor Amtsübergabe in Wien zuversichtlich

Veröffentlicht am 23.01.2026 um 11:56 Uhr – Lesedauer: 

Wien ‐ Kirche im Wandel: Kardinal Christoph Schönborn weiht am Samstag seinen Nachfolger Josef Grünwidl zum Erzbischof von Wien. Der langjährige Amtsinhaber blickt optimistisch in die kirchliche Zukunft.

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Vor der Weihe seines Nachfolgers Josef Grünwidl zum Erzbischof von Wien blickt Kardinal Christoph Schönborn optimistisch in die Zukunft. In seiner Freitagskolumne in der Gratiszeitung "Heute" und in Sozialen Medien schrieb er: "Viele sind pessimistisch über die Zukunft der Kirche, ich nicht." Dass er Grünwidl am Samstag zum Bischof weihen dürfe, sei für ihn ein "Grund zu Freude und Dankbarkeit". Der langjährige Erzbischof von Wien wünschte Grünwidl alles Gute für seine Aufgabe.

Seit 2.000 Jahren gebe es eine ununterbrochene Folge von Bischöfen, angefangen bei den zwölf Aposteln, die Jesus ausgewählt habe. "Die Bischöfe sind die Nachfolger der Apostel, von Generation zu Generation." Die Kirche habe viele Höhen und Tiefen erlebt und habe sich immer wieder erneuert. "Der Glaube ist nie gestorben", schreibt der Kardinal.

Gute Bischöfe wie Franz von Sales (1567–1622) hätten viel dazu beigetragen. Sales habe in schwieriger Zeit auf Güte und Liebe gesetzt. Seine Predigten und seine Flugblätter hätten die Menschen begeistert. Der Heilige gilt auch als Patron der Journalisten. So betonte Schönborn: "Die Medien müssen die schlechten Nachrichten ehrlich berichten. Sie sollen uns berühren und aufrütteln." Doch braucht es laut Schönborn dringend auch gute Nachrichten: "Sie stärken unseren Glauben an das Gute, über das wir zu wenig reden." (KNA)