Er hinterlasse "Spuren, die bleiben"

Frühere ZdK-Vize Mock verteidigt Bätzing gegen FAZ-Kritik

Veröffentlicht am 26.01.2026 um 11:37 Uhr – Lesedauer: 

Frankfurt ‐ Eine "kleine Lücke": So kommentierte die FAZ den Rückzug von Bischof Bätzing vom Amt des DBK-Vorsitzenden. Eine "kurzsichtige und polemische" Bewertung, hält die frühere ZdK-Vizepräsidentin Birgit Mock dagegen.

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Die frühere Vizepräsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Birgit Mock, widerspricht der Kritik der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" am scheidenden Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Bischof Georg Bätzing. Bätzing habe auf dem Synodalen Weg "viele Fäden zusammen- und Spannungen ausgehalten" und "mit klarer Orientierung und Positionierung Reformvorhaben vorangebracht", schreibt Mock in einem Leserbrief, den die FAZ am Montag veröffentlichte.

Bei der Vollversammlung der deutschen Bischöfe Ende Februar in Würzburg steht turnusgemäß die Wahl des DBK-Vorsitzenden an. Bätzing, 2020 zum Vorsitzenden gewählt, hatte Anfang vergangener Woche angekündigt, für eine weitere Amtszeit nicht zur Verfügung zu stehen. FAZ-Redakteur Daniel Deckers schrieb in einem Kommentar, dass die Lücke, die Bätzing mit seinem Rückzug hinterlasse, klein sei. Während frührere DBK-Vorsitzende für eine "theologisch anspruchsvolle Kirche" gestanden hätten, habe sich Bätzing "in Deutschland wie im Vatikan Seite an Seite mit Aktivisten" aus den Reihen des ZdK "für eine innerkirchliche Reformagenda verkämpft, deren theologischer Gehalt ebenso dürftig ist wie ihre gesellschaftliche Relevanz".

Kulturwandel

Mock kritisierte, zu "welch kurzsichtiger und polemischer Bewertung" Deckers über Bätzings Amtszeit komme. Die Reformvorhaben habe die Kirche in Deutschland nicht um ihrer selbst willen initiiert, sondern um systemische Ursachen von sexualisierter Gewalt zu bekämpfen. Bätzing habe mit seinem Einsatz einen Kulturwandel begründet, der in Deutschland und weltweit hohe Achtung genieße. "Mit diesem großen Verdienst hinterlässt Georg Bätzing Spuren, die bleiben und in die Zukunft tragen", so Mock.

Birgit Mock war von 2021 bis 2025 Vizepräsidentin des ZdK. Sie war Co-Vorsitzende der Kommission "Monitoring und Evaluation" im Synodalen Ausschuss und Co-Vorsitzende Forums "Sexualität und Partnerschaft" des Synodalen Wegs. (mal)