Kommission liefert Vorschläge für das Sozialsystem

ZdK begrüßt Bündelung von Sozialleistungen

Veröffentlicht am 27.01.2026 um 19:07 Uhr – Lesedauer: 

Berlin ‐ Die Rede ist von einem "bürgernahen, zukunftsfähigen" Sozialstaat – so das Zentralkomitee der deutschen Katholiken mit Blick auf die Vorschläge der Kommission zur Reform des Sozialsystems.

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Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) begrüßt die Vorschläge zur Reform des Sozialsystems als wichtigen Schritt in Richtung eines "bürgernahen, zukunftsfähigen" Sozialstaats. "Für das ZdK sind soziale Gerechtigkeit, Solidarität und das Miteinander der Generationen als Grundprinzipien der katholischen Soziallehre die Maßstäbe für jede Sozialstaatsreform", erklärte ZdK-Präsidentin Irme Stetter-Karp am Dienstag in Berlin. "Wenn diese Reformen konsequent und menschennah umgesetzt werden, könnte das manche Hürden kleiner machen und viele Prozesse beschleunigen. Das gelingt aber nur mit ausreichenden Ressourcen."

Leistungen des Sozialstaats sollen nach den Empfehlungen einer Kommission künftig gebündelt werden und einfacher erhältlich sein. Unter anderem soll die künftige neue Grundsicherung – das bisherige Bürgergeld – mit Wohngeld und Kinderzuschlag zu einer Leistung vereint werden. Damit könnte Leistungsempfängern erspart werden, mehrere Anträge bei verschiedenen Behörden stellen zu müssen. Die mit Vertretern aus Bund, Ländern und Kommunen besetzte Kommission zur Reform des Sozialstaats hatte ihre Vorschläge am selben Tag an Bundessozialministerin Bärbel Bas (SPD) übergeben.

Aus Sicht des ZdK könnte vor allem die geplante Zusammenführung mehrerer Grundsicherungsleistungen und die Digitalisierung der Verwaltung den Zugang zu staatlicher Unterstützung erheblich vereinfachen. "Gleichzeitig muss dafür gesorgt werden, dass vulnerable Gruppen dabei nicht durchs Raster fallen", mahnte Stetter-Karp. (KNA)