Erzbistum Bamberg rechnet mit Minus von fünf Millionen Euro
Das Erzbistum Bamberg hat seinen Haushalt für das laufende Jahr verabschiedet. Dabei plant die oberfränkische Erzdiözese mit einem Minus von rund fünf Millionen Euro, wie es in einer am Montag veröffentlichten Mitteilung heißt. Der Haushalt sehe Erträge von 229,8 Millionen Euro und Aufwendungen von 234,8 Millionen Euro vor.
Der größte Teil der Einnahmen kommt demnach nach wie vor aus Kirchensteuermitteln: Das Erzbistum erwartet Einnahmen in Höhe von 176,3 Millionen Euro, ein leichtes Plus gegenüber dem Vorjahr (176,2 Millionen Euro). Hinzu kämen weitere 35,5 Millionen Euro an Zuschüssen und Zuweisungen, darunter 10,6 Millionen Euro an Staatsleistungen. Weitere 18 Millionen Euro fielen auf sonstige Erträge, darunter Miet- und Pachteinnahmen.
Ausgaben für Seelsorge und Personal
Auf der Ausgabenseite flössen 40,6 Prozent in die Seelsorge und 45,5 Prozent in die Personalkosten, heißt es weiter. Der Bauetat umfasse 16 Millionen Euro. Berücksichtige man die Finanzgewinne von etwa 10 Millionen Euro und ziehe Verlustübernahmen von 2,4 Millionen Euro ab, komme man auf eine ausgeglichene Bilanz.
"Die aktuellen Rahmenbedingungen und absehbaren Entwicklungen erfordern einen sehr sorgfältigen und vorausschauenden Umgang mit den zur Verfügung stehenden finanziellen Ressourcen", sagte Finanzdirektor Mathias Vetter. Durch Sparmaßnahmen und Prioritätensetzung würden Voraussetzungen geschaffen, um das Betriebsergebnis wieder auszugleichen und die wirtschaftliche Stabilität des Erzbistums langfristig zu sichern. Generalvikar Georg Kestel, Stellvertreter von Erzbischof Herwig Gössl, sagte: "Auch unter veränderten finanziellen Bedingungen wollen wir eine Kirche bleiben, die aus dem Glauben lebt, Verantwortung übernimmt und den Menschen nahe ist." (KNA)
