Fasten besonders bei jungen Menschen beliebt

Fasten stößt in Deutschland einer Umfrage zufolge vor allem bei jungen Menschen auf große Zustimmung. Wie die Krankenkasse DAK-Gesundheit am Montag in Hamburg mitteilte, halten 85 Prozent der 18- bis 29-Jährigen einen bewussten Verzicht auf Genussmittel oder Konsumgüter für sinnvoll. Der Wert ist in den vergangenen Jahren gestiegen – 2025 lag er bei 84 Prozent, 2024 noch bei 76 Prozent.
Insgesamt bewerten 70 Prozent der Befragten Fasten aus gesundheitlicher Sicht als sinnvoll. Im langfristigen Vergleich ist die Zustimmung damit deutlich gestiegen. 2013 lag der Anteil derjenigen, die einen gezielten Verzicht befürworten, noch bei 51 Prozent. Gegenüber dem Vorjahr blieben die Werte weitgehend stabil. Am geringsten ist die Bereitschaft bei den über 60-Jährigen, von denen sich 62 Prozent vorstellen können zu fasten.
Alkohol und Süßigkeiten an erster Stelle
Drei Viertel der Befragten, für die Fasten grundsätzlich infrage kommt, würden während der Fastenzeit vor allem auf Alkohol verzichten, 71 Prozent auf Süßigkeiten. Rund die Hälfte nannte Fleisch (52 Prozent) oder Rauchen (48 Prozent). Bei den unter 30-Jährigen steht der Fleischverzicht besonders hoch im Kurs: 66 Prozent dieser Altersgruppe können sich vorstellen, während der Fastenzeit kein Fleisch zu essen. Zudem zeigt die Umfrage Unterschiede nach Bildungsgrad: Während 75 Prozent der Menschen mit Abitur oder Hochschulabschluss Fasten für sinnvoll halten, sind es bei Befragten mit Hauptschulabschluss 51 Prozent.
Für die Online-Umfrage hat das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag der DAK-Gesundheit Anfang Februar bundesweit 1.001 Menschen ab 18 Jahren befragt. Die christliche Fastenzeit beginnt 2026 am Aschermittwoch, dem 18. Februar, und dauert bis Ostern. Der muslimische Fastenmonat Ramadan startet am Donnerstag (19. Februar). (KNA)