Besucheransturm wird erwartet

Gebeine des Heiligen Franz von Assisi werden erstmals gezeigt

Veröffentlicht am 21.02.2026 um 09:12 Uhr – Lesedauer: 

Assisi ‐ Der heilige Franz von Assisi gilt als einer der bekanntesten Heiligen der Kirche. Nun werden seine Gebeine erstmals seit seinem Tod gezeigt – und viele Menschen wollen nach Mittelitalien kommen, um sie zu sehen.

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In der Stadt Assisi in Mittelitalien werden ab diesem Samstag erstmals die Gebeine des Heiligen Franz von Assisi gezeigt. Der populärste Heilige Italiens starb vor 800 Jahren, seine sterblichen Reste ruhen seit Jahrhunderten in einem Sarkophag aus Stein. Für die vier Wochen dauernde Ausstellung der haben sich bereits mehr als 370.000 Menschen angemeldet, wie die Franziskaner in Assisi auf Anfrage mitteilten. Die maximale Besucherzahl während der 29 Tage dauernden "Ostensione" liegt demnach bei 400.000.

Am Samstag, 21. Februar, findet um 16 Uhr die Überführung des Sarges mit den sterblichen Überresten des Franziskus (1181/82-1226) von der Krypta der Basilika San Francesco in die darüber liegende Unterkirche statt. Geleitet wird die Zeremonie anlässlich des 800. Todestags des populären Heiligen vom Päpstlichen Beauftragten, Kardinal Ángel Fernández Artime. Die Messe zum Abschluss der Reliquien-Ausstellung leitet am Sonntag, 22. März, um 17 Uhr der Vorsitzende der Italienischen Bischofskonferenz, Kardinal Matteo Zuppi.

Viele Veranstaltungen im Festjahr

Während der Reliquien-Schau finden zahlreiche liturgische, kulturelle und spirituelle Veranstaltungen statt. Neben mehreren Bistums-Wallfahrten steht am 14. und 15. März ein Franziskanisches Jugendtreffen unter dem Titel "Schwester Tod" auf dem Programm. Dazu haben sich laut den Ordensleuten bereits mehr als 400 junge Frauen und Männer angemeldet.

Das ganze Festjahr über bietet die Geburtsstadt des populären Heiligen zahlreiche Veranstaltungen, insbesondere um den Gedenktag des Schutzpatrons der Tiere am 4. Oktober. Papst Leo XIV. wird am 6. August nach Assisi reisen, wie der Vatikan am Donnerstag beanntgab. (cph/KNA)