Bischof Gerber würdigt Bätzing als erfolgreichen Krisenmanager
Der stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Michael Gerber, hat den scheidenden Vorsitzenden Georg Bätzing als erfolgreichen Krisenmanager gewürdigt. "Dein Stil und Deine Fähigkeit, Dialog zu fördern, haben Deine Amtszeit geprägt", sagte der Fuldaer Bischof Gerber am Montagabend in Würzburg. "Du warst ein Vorsitzender, der moderierend gesteuert hat – anders wäre unsere Konferenz auch gar nicht zusammenzuhalten."
Zu Beginn seiner sechsjährigen Amtszeit hatte Bätzing die katholische Kirche in Deutschland durch die Corona-Krise geführt. Hinzu kam die Spaltung der Bischofskonferenz beim Umgang mit dem Synodalen Weg. Vier Bischöfe hatten sich zurückgezogen aus dem Projekt, bei dem es etwa um innerkirchliche Gewaltenteilung, mehr Beteiligung von Frauen und eine neue Sexualmoral ging. Bätzing unterstützte den Reformkurs und verteidigte ihn auch gegen Widerstand im Vatikan.
"Dir ist wachsendes Vertrauen in der Römischen Kurie gelungen", betonte Gerber. "Du warst dort gut vernetzt, auf Deine Art und Weise, aber Du warst präsent." Indirekt wies Gerber damit Vorwürfe zurück, wonach der Limburger Bischof Bätzing im Vatikan zu wenig vernetzt gewesen sei. – Am Dienstag wählt die Bischofskonferenz einen neuen Vorsitzenden. Bätzing hatte angekündigt, nicht erneut für das Amt zur Verfügung zu stehen. (KNA)
