Franziskaner: Lage in Gaza und Westbank weiter katastrophal
Auch nach Ende des Gaza-Krieges ist die Lage nach Ansicht des Franziskaner-Oberen Ibrahim Faltas im Gazastreifen und im Westjordanland "katastrophal". "Die Bewegungsfreiheit ist eingeschränkt, die Menschen sind verzweifelt", zitiert ihn das christlich-arabische Nachrichtenportal Abouna am Freitag. "Christen fliehen, sie verlassen das Heilige Land, über 200 Familien haben Bethlehem verlassen und werden nie zurückkehren." Viele andere seien bereit zu gehen, weil sie keine Zukunft für ihre Kinder sehen. "Jetzt fürchten sie sich auch vor dem Krieg zwischen Amerika und dem Iran", so der Franziskaner, der für die 18 katholischen Schulen seines Ordens im Heiligen Land zuständig ist.
Nach dem Waffenstillstand seien im Gazastreifen "etwa 700 Menschen getötet worden, die meisten von ihnen Kinder, ältere Menschen und Frauen". Medikamente und humanitäre Hilfe kämen nicht an. Insgesamt habe der Krieg 350.000 Tote und Verletzte gefordert, so Faltas, "über 10.000 Palästinenser liegen noch immer unter den Trümmern". Und er resümiert, Gaza sei zu einem Friedhof geworden. "Viele Israelis sind gegen das Geschehene und leiden darunter. Nicht jeder akzeptiert das, weil sie wissen, dass es die Kinder sind, die die Folgen dieses verfluchten Krieges tragen." (KNA)
