Kloster bekam zuletzt Innovationspreis

Reuter Franziskanerinnen wählen erneut Generaloberin Löhlein

Veröffentlicht am 20.03.2026 um 16:11 Uhr – Lesedauer: 

Bad Waldsee-Reute  ‐ Die Franziskanerinnen von Reute setzen weiter auf ihre bisherige Leitung. Für Aufmerksamkeit sorgte das Kloster zuletzt mit einem Wohnprojekt – ein Beispiel, wie Kirche mit Leerstand umgehen kann.

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Die Franziskanerinnen von Reute haben Schwester Maria Hanna Löhlein für weitere fünf Jahre zur Generaloberin gewählt. Der Rottenburger Bischof Klaus Krämer bestätigte die Wahl, wie die Ordensgemeinschaft am Donnerstagabend mitteilte. Das Kloster, das kürzlich für ein innovatives Wohnkonzept ausgezeichnet und durch Aktivitäten in Sozialen Medien bekannt wurde, befindet sich im Ortsteil Reute der Stadt Bad Waldsee. Sie liegt im Landkreis Ravensburg.

Löhlein wurde 1966 geboren und trat 1989 in die Gemeinschaft ein. Bis zu ihrem Gelübde auf Lebenszeit studierte die gelernte Bankkauffrau aus dem hohenlohischen Pfedelbach Sozialpädagogik an der katholischen Stiftungshochschule Benediktbeuern. Anschließend arbeitete sie unter anderem in den Heggbacher Einrichtungen zur Pflege, Betreuung sowie Förderung von Behinderten. Es folgten Aufgaben in der Jugendarbeit und der Bildungsarbeit im ordenseigenen Maximilian-Kolbe-Haus.

Wahlfrau bei Steinmeier-Wahl

Im September 2008 wurde Löhlein als Generalrätin erstmals in die Ordensleitung gewählt. 2022 nahm sie als Wahlfrau bei der Bundesversammlung an der Wahl des Bundespräsidenten teil. Frank-Walter Steinmeier wurde damals als Bundespräsident wiedergewählt. Die Schwesterngemeinschaft ist auch auf Instagram vertreten und wurde an Weihnachten 2025 mit einem kurzen Video aus der Hostienbäckerei des Klosters Reute zum Social-Media-Renner.

2023 feierten die Franziskanerinnen von Reute ihr 175-jähriges Bestehen. Im "Klosterbergprojekt" wird das Mutterhaus im Franziskanerinnen-Kloster umfassend saniert und modernisiert. Die kleiner werdende Ordensgemeinschaft wurde kürzlich für ihr Konzept des "klosternahen Wohnens" ausgezeichnet. In einem Teil des Mutterhauses werden nicht mehr benötigte Räume zu Wohnungen umgebaut.

Dieses klosternahe Wohnen in Reute stehe "stellvertretend für das große Potenzial kirchlicher Akteure, Verantwortung für die Wohnraumversorgung zu übernehmen", hieß es in der Begründung zur Verleihung des Innovationspreises "Kirche und bezahlbares Wohnen". Damit zeichnete das baden-württembergische Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen im Februar erstmals zehn kirchliche Projekte, Konzepte und Initiativen im Land aus. (KNA)