300.000 katholische Schützen haben eine neue Leitung
Max Freiherr Spies von Büllesheim ist neuer Hochmeister des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften. Der 54-jährige Betriebswirt aus Hückelhoven-Ratheim folgt auf Emanuel Fürst zu Salm-Salm (64), wie Deutschlands größter historischer Schützenverband am Sonntag in Leverkusen mitteilte. Das Votum auf der Bundesvertreterversammlung, dem Schützenparlament des in sechs westdeutschen Bistümern vertretenen Schützenbundes, fiel demnach einmütig aus.
Spies von Büllesheim ist der sechste Hochmeister der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften. Dem 1928 in Köln als Erzbruderschaft vom heiligen Sebastianus gegründeten Schützenbund gehören 1.300 Bruderschaften und Vereine mit insgesamt 300.000 Schützen an. Traditionell steht ein Vertreter des Uradels an der Spitze der Schützen.
Spies von Büllesheim hob die Bedeutung des Schützenwesens hervor und betonte die Bedeutung des Brauchtums. "Wer einmal erlebt hat, wie eine Bruderschaft hinter ihrem König steht, wer einmal erlebt hat, wie Menschen zusammenkommen, feiern, beten und Verantwortung übernehmen - der versteht sehr schnell, was unser Schützenwesen im Kern ausmacht." (KNA)
