Neue Umfrage zu Umgang mit Missbrauch im Bistum Eichstätt
Die unabhängige Aufarbeitungskommission im Bistum Eichstätt startet eine Umfrage zum Umgang mit sexuellem Missbrauch. Sie richtet sich laut einer Mitteilung vom Donnerstag gezielt an Menschen, die hauptberuflich oder ehrenamtlich in der Diözese mit diesem Thema beschäftigt sind. Diese werden demnach direkt angeschrieben. Erfasst werden sollen dadurch etwa etwaige Hürden, die Zeuginnen und Zeugen daran hindern, sexuellen Missbrauch zu melden.
Die vollständig anonyme Umfrage wird von einem Meinungsforschungsinstitut vorgenommen, wie es hieß. Die Auswertung werde als Teilgutachten in die geplante Missbrauchsstudie der unabhängigen Aufarbeitungskommission (UAK) einfließen. Diese solle dem Bistum konkrete Empfehlungen geben, um die Interessen der Betroffenen stärker in den Blick zu nehmen.
Studie ohne Vorab-Hypothese geplant
Die UAK plant nach eigenen Angaben für Anfang 2027 die Veröffentlichung einer explorativen Studie zum Thema Missbrauch. "Explorativ bedeutet: erforschend, ohne vorab eine zu prüfende Hypothese aufzustellen; zunächst werden Informationen zu Gegenstand und Umfeld gesammelt", so die Kommission.
Peter Grimm, Vorsitzender der UAK im Bistum Eichstätt, sagte: "Eine Studie kann nur dann wirklich tragfähig sein, wenn sie sich nicht allein auf Akten oder theoretische Überlegungen stützt." Die Erfahrungen und Einschätzungen der diözesanen Hauptberuflichen und Ehrenamtlichen seien daher von unschätzbarem Wert. (KNA)
