Ehemaliger Heiligenkreuzer Abt Hradil gestorben
Altabt Gerhard Hradil vom Zisterzienserstift Heiligenkreuz ist im Alter von 97 Jahren gestorben. Er starb "in den frühen Morgenstunden des Barmherzigkeitssonntags nach kurzer Krankheit, gestärkt durch die heiligen Sakramente", wie das Stift am Sonntag mitteilte. Das Pontifikalrequiem soll am Samstag, 18. April stattfinden.
"Bis vor wenigen Tagen konnte Abt Gerhard an unserem Gemeinschaftsleben aktiv teilnehmen", teilte das Stift mit. Täglich habe er in der Krankenmesse konzelebriert, an den Kapiteln und den Mahlzeiten des Konvents im Refektorium teilgenommen. "Seine stille Präsenz im Alter war ein beredtes Zeugnis seiner Liebe zur Gemeinschaft von Heiligenkreuz. Er gab uns täglich das Vorbild eines demütigen Mönches, der Gott aus ganzem Herzen suchte."
"Vorbild eines demütigen Mönches"
Hradil wurde am 28. Oktober 1928 in Wien geboren und trat 1947 in das Noviziat des Stiftes Heiligenkreuz ein. Die Priesterweihe empfing er 1952. 1977 wurde Hradil laut Mitteilung zum Prior des Stiftes ernannt, 1983 wählten ihn die Mitbrüder demnach zum 66. Abt des Stiftes Heiligenkreuz. 1999 habe er das Amt aus gesundheitlichen Gründen abgegeben.
Zu den Höhepunkten der Amtszeit zählten laut Angaben das 850-Jahr-Jubiläum des Stiftes 1983, der Besuch des damaligen deutschen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker 1986 sowie 1988 das Kommen der inzwischen heiliggesprochenen Mutter Teresa aus Kalkutta. Ebenfalls 1988 gründete er auf Wunsch des Essener Kardinals Franz Hengsbach das Priorat Bochum-Stiepel. (cbr)
