Bitte um Gebete für Afrikareise

Papst erinnert an Kriege in der Ukraine, im Sudan und Libanon

Veröffentlicht am 12.04.2026 um 15:48 Uhr – Lesedauer: 

Vatikanstadt ‐ Am Samstag hielt Leo XIV. im Petersdom ein Friedensgebet, dem sich weltweit zahlreiche Gemeinden anschlossen. Ein Anlass war der Irankrieg – doch Konflikte gibt es viele. Sie dürfen nicht vergessen werden, so der Papst.

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Papst Leo XIV. hat seinen Appell zur Beendigung der Kriege weltweit erneuert. Beim Mittagsgebet am Sonntag auf dem Petersplatz erinnerte er insbesondere an die leidenden Menschen in der Ukraine, im Libanon und im Sudan. "Möge die Aufmerksamkeit der internationalen Gemeinschaft gegenüber der Tragödie dieses Krieges nicht nachlassen", sagte er mit Blick auf den vor über vier Jahren begonnenen Angriff Russlands gegen die Ukraine.

Zur Situation im Libanon, der vom Krieg der USA und Israels gegen den Iran betroffen ist, pochte er auf die im Völkerrecht anerkannte moralische Verpflichtung, die Zivilbevölkerung "vor den grausamen Folgen des Krieges" zu schützen. "Ich appelliere an die Konfliktparteien, das Feuer einzustellen und dringend eine friedliche Lösung anzustreben", bekräftigte der Papst vor Tausenden auf dem Petersplatz.

Drei Jahre "Bruderkrieg" im Sudan

Weiter erinnerte er an den Beginn des "Bruderkriegs" im Sudan vor drei Jahren (15. April). "Wie sehr leidet das sudanesische Volk, unschuldige Opfer dieser unmenschlichen Tragödie!", so Leo XIV. Er appellierte an die Kriegsparteien, die Waffen niederzulegen und einen aufrichtigen Friedensdialog ohne Vorbedingungen zu beginnen.

Ebenso wünschte er vielen Ostkirchen, die gemäß dem Julianischen Kalender erst an diesem Sonntag Ostern feiern, Gottes Segen und Frieden zum Fest der Auferstehung.

Schließlich erinnerte der Papst an seine zehntägige Afrikareise, die ihn ab Montag nach Algerien, Kamerun, Angola und Äquatorialguinea führt. "Ich bitte euch, mich mit euren Gebeten zu begleiten", sagte Leo XIV. beim Regina Caeli, das er wie gewohnt vom Fenster seiner Wohnung im Apostolischen Palast aus hielt. Das Mariengebet Regina Caeli tritt in der katholischen Kirche traditionell zwischen Ostern und Pfingsten an die Stelle des mittäglichen Angelusgebets. (KNA)