Stabwechsel nach fast zehn Jahren

Neuer Trierer Generalvikar: Datum der Amtsübernahme steht fest

Veröffentlicht am 13.04.2026 um 11:24 Uhr – Lesedauer: 

Trier ‐ Nach knapp zehn Jahren wechselt der Trierer Generalvikar Ulrich Graf von Plettenberg zurück in die Pfarrseelsorge – sein Nachfolger steht schon eine Weile fest. Nun ist bekannt, wann der Wechsel stattfindet.

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Der neue Trierer Generalvikar Tim Sturm tritt sein Amt am Mittwoch an. Sturm löst Ulrich Graf von Plettenberg ab, teilte das Bistum Trier am Montag mit. Der Wechsel wurde bereits Anfang Dezember angekündigt. Die feierliche Amtsübergabe findet mit einem Festakt am Freitag auf dem Domfreihof statt.

Der 1986 geborene Domvikar Sturm war bisher Leiter des Bischöflichen Priesterseminars. Er stammt aus Sommerloch bei Bad Kreuznach und ist seit 2012 Priester. Nach seiner Kaplanszeit wechselte er ins bischöfliche Generalvikariat, wo er in der Abteilung Jugend für die Berufepastoral zuständig war, seit 2023 war er stellvertretender Leiter der Abteilung. "Mit Tim Sturm kommt in dieses Amt ein junger Priester, der sich in seinen bisherigen Aufgaben in der Pfarrseelsorge, der Jugend- und Berufepastoral und als Leiter der Priesterausbildung offen, gut strukturiert und innovativ gezeigt hat", sagte Bischof Stephan Ackermann anlässlich Sturms Ernennung. "Er übernimmt auf meine Bitte hin die Aufgabe des Generalvikars in einer Zeit, in der die katholische Kirche in unserem Land eine neue Gestalt gewinnt", so der Bischof weiter.

Vorgänger von der Bistumssynode geprägt

Sein Vorgänger Plettenberg gibt sein Amt nach Angaben des Bistums auf eigenen Wunsch auf. Er war seit 2016 Generalvikar. Nach einer Auszeit wird er im Sommer Pfarrer der Pfarrei St. Ludwig Saarlouis. Auf Bitten Ackermanns bleibt er Bischofsvikar für das Saarland. Außerdem gehört er weiter dem Domkapitel an. Der Bischof würdigte Plettenberg anlässlich der Ernennung Sturms als von der Bistumssynode und deren Stil geprägten Generalvikar. "Er hat wesentliche Umsetzungsschritte der Synode angestoßen und erheblich dazu beigetragen, dass unser Bistum mehr und mehr zu einer synodalen Kirche wird, etwa durch die Gründung des Diözesanrates", so der Bischof.

Das Bistum Trier ist die älteste Diözese Deutschlands. Es umfasst Teile der Bundesländer Rheinland-Pfalz und des Saarlandes, außerdem gibt es eine Exklave in Nordrhein-Westfalen. 1,1 Millionen Katholiken in 324 Pfarreien gehören zum Bistum. Stephan Ackermann ist seit 2009 Bischof von Trier. Seit 2023 wird das Trierer Generalvikariat von einer Doppelspitze geführt. (fxn)