"Schwere Beleidigung des christlichen Glaubens"

Katholische Kirche in Israel entsetzt über Kreuzschändung

Veröffentlicht am 21.04.2026 um 09:44 Uhr – Lesedauer: 

Jerusalem ‐ Die Tat löst Entsetzen aus: Ein israelischer Soldat hat im Libanon auf eine Jesusfigur eingeschlagen. Die Armee bestätigte den Vorfall – und die katholische Kirche fordert nun Konsequenzen.

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Die katholische Kirche in Israel hat die Kreuzschändung durch einen israelischen Soldaten im Libanon scharf verurteilt. "Diese Tat stellt eine schwere Beleidigung des christlichen Glaubens dar und reiht sich ein in weitere gemeldete Vorfälle der Schändung christlicher Symbole durch Soldaten der israelischen Verteidigungsstreitkräfte im Südlibanon", heißt es in einer Mitteilung der Versammlung der Bischöfe des Heiligen Landes von Montag.

Das Gremium fordert von Israels Armee Disziplinarmaßnahmen gegen den Beschuldigten und die Garantie, "dass ein solches Verhalten weder toleriert wird noch sich wiederholt". Für Christen sei das Kreuz ein Symbol der Würde und der Hoffnung, heißt es in der vom Lateinischen Patriarchen von Jerusalem, Kardinal Pierbattista Pizzaballa, unterzeichneten Erklärung.

Krieg gegen Iran und Libanon beenden

"Genau in diesem Licht verkündet die Kirche weiterhin, dass wahrer Frieden nicht aus Gewalt entstehen kann, sondern, in den Worten von Papst Leo XIV., 'unbewaffnet' bleiben muss", so die Erklärung. Die Kirchenvertreter rufen Israel auf, den Krieg gegen Iran und die Hisbollah im Libanon zu beenden und den Dialog zu suchen.

Am Sonntag kursierte ein Bild in den Sozialen Medien, das einen israelischen Soldaten zeigt, der im Libanon einer gestürzten Jesusfigur am Kreuz mit einer Axt auf den Kopf schlägt. Israels Armee bestätigte die Echtheit des Materials. Eine interne Untersuchung habe ergeben, dass es sich bei dem abgebildeten Soldaten tatsächlich um ein Mitglied der Armee handelt, teilten die Streitkräfte am späten Sonntagabend mit. Man betrachte den Vorfall "mit großer Ernsthaftigkeit und betont, dass das Verhalten des Soldaten vollkommen unvereinbar mit den von den Truppen erwarteten Werten ist". Die zuständige Einheit werde Untersuchungen einleiten. (KNA)