Bischof Feige würdigt seinen Vorgänger

Magdeburger Altbischof Leo Nowak feierlich beigesetzt

Veröffentlicht am 25.04.2026 um 12:29 Uhr – Lesedauer: 

Magdeburg ‐ Im Innenhof der Magdeburger Kathedrale hat Altbischof Leo Nowak seine letzte Ruhestätte gefunden. Er wurde 97 Jahre alt. Was von seinem Wirken in dem Requiem besonders hervorgehoben wurde.

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Unter großer Anteilnahme ist der katholische Magdeburger Altbischof Leo Nowak am Samstag beerdigt worden. Die Beisetzung erfolgte auf dem Kapitelsfriedhof im Innenhof der Magdeburger Kathedrale. Im vorangegangenen Requiem würdigte Bischof Gerhard Feige seinen Vorgänger als beherzten Seelsorger, der sich unermüdlich dafür eingesetzt habe, den christlichen Glauben im Hier und Heute verständlich zu machen. "Dabei war er kein harmoniebedürftiger Leisetreter oder kleinkarierter Systemwächter, sondern ein Mann des klaren Wortes und des geschwisterlichen Dialogs."

Nowak war am 12. April im Alter von 97 Jahren gestorben. Er war von 1994 bis zum Beginn seines Ruhestands 2004 erster Bischof des 1994 im Zuge der Wiedervereinigung neu gegründeten Bistums Magdeburg in Sachsen-Anhalt. Zuvor stand er bereits vier Jahre als Bischof dem sogenannten Bischöflichen Amt Magdeburg vor, das zum Erzbistum Paderborn gehörte.

Herausforderungen der Nachwendezeit

Feige sagte, auf die großen Herausforderungen der Nachwendezeit habe Bischof Nowak unter anderem mit der Förderung von sozial-karitativen Angeboten und der Gründung von sieben Schulen reagiert. Er habe sowohl die Stiftung "Netzwerk Leben" für Schwangere und junge Mütter in schwierigen Situationen gegründet als auch ein Hilfswerk zur Unterstützung von Menschen in Ost- und Südosteuropa. Nowak sei jemand gewesen, der anderen Menschen "mit großer Offenheit und aufrichtigem Interesse begegnete, bescheiden und klug, authentisch und überzeugend, herzlich und oftmals verschmitzt, mit aufheiternden Bemerkungen auf den Lippen."

An der Messe in der vollbesetzten Kathedrale nahmen unter anderen der stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Michael Gerber, die Erzbischöfe Udo Markus Bentz (Paderborn) und Heiner Koch (Berlin), der evangelische Landesbischof Friedrich Kramer sowie weitere Bischöfe aus Deutschland und Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) teil.

Fit bis ins hohe Alter

Nowak kam am 17. März 1929 in Magdeburg zur Welt und wurde dort 1956 zum Priester geweiht. Papst Johannes Paul II. ernannte ihn 1990 zum Bischof "in" Magdeburg. Mit der Errichtung des Bistums Magdeburg 1994 wurde Nowak dann Bischof von Magdeburg. Von 1991 bis 1996 leitete er zudem die Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz. Seit 2004 war Nowak im Ruhestand und erfreute sich bis ins hohe Alter körperlicher und geistiger Fitness. (KNA)