Ordensleute kommen bei Digitalkonferenz "Republica" gut an
Kirchliche Influencer sind bei der Berliner Digitalkonferenz "Republica" als reichweitenstarke Vorbilder unterwegs. Ordensleute seien bei der Veranstaltung in keiner Weise als Störfaktoren wahrgenommen worden, sagte der Pressesprecher des Bistums Essen, Jens Albers, am Dienstag dem Kölner Portal "domradio.de". "Sie passten da rein, sie gehörten dazu."
Schwester Josefine Schwitalla, Benediktinerin aus Osnabrück, war zu Beginn der Konferenz skeptisch, wie sie dem Portal "Kirche und Leben" am Dienstag berichtete: "Als wir reinkamen, hatte ich das Gefühl, dass ich gar nicht hier reinpasse." Doch das habe sich schnell geändert, sagte die Nonne, der auf dem TikTok-Kanal des Bistums Osnabrück knapp 55.000 Menschen folgen. Inzwischen sei sie ein echter Fan der Diversität unter den "Republica"-Besuchern.
Glaubwürdigkeit auf Social Media
Albers analysiert, die jüngere Generation vertraue Personen mehr als Nachrichten. Ordensleute verkörpern seiner Meinung nach "sehr ehrlich und sehr authentisch die Frohe Botschaft". Deswegen könne man mit ihnen digital punkten. Generell findet Albers es wichtig, dass die Kirche bei der "Republica" präsent ist: "Wenn wir uns als Kirche, als Teil der Gesellschaft und damit auch als Teil der digitalen Gesellschaft verstehen wollen, dann ist es gut, hier zu sein." Denn hier bekomme man einen Blick auf anstehende Themen und könne sich mit spannenden Menschen austauschen.
Schwester Josefine kam durch eine Anfrage des Bistums Osnabrück eher zufällig in die Sozialen Medien. Bruder Lukas Boving entschied bewusst, junge Menschen über Soziale Medien ansprechen zu wollen. Er ist überzeugt: "Wir haben die beste Botschaft der Welt, und zwar: Jesus liebt dich." Damit erreicht er inzwischen auf Instagram 14.200 Follower. Schwester Josefine und Bruder Lukas wollen weiterhin dort über ihren Glauben und ihr Leben reden, wo sie viele Menschen erreichen können, die nicht jeden Sonntag in die Kirche gehen. (KNA)
