Enzyklika als Anlass

Papst Leo XIV. telefoniert mit Kanadas Regierungschef

Veröffentlicht am 29.05.2026 um 20:04 Uhr – Lesedauer: 

Vatikanstadt ‐ Kanadas Premier Mark Carney profiliert sich in der zweiten Präsidentschaft von Donald Trump im Nachbarland USA immer mehr als Sprecher eines anderen Nordamerika. Nun hat er mit Papst Leo XIV. telefoniert.

  • Teilen:

Kanadas Premierminister Mark Carney hat mit Papst Leo XIV. telefoniert. Wie das vatikanische Presseamt am Freitagabend erklärte, war die Veröffentlichung der Enzyklika "Magnifica humanitas" am Pfingstmontag Anlass des Gesprächs, das demnach am Freitagnachmittag europäischer Zeit geführt wurde. In der Enzyklika hatte sich Papst Leo XIV. grundsätzlich zur Zukunft der Menschheit im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz geäußert.

In der Erklärung des Vatikans zu dem Telefonat heißt es, Carney und der Papst hätten darüber gesprochen, dass es wichtig sei, Künstliche Intelligenz von einem ethischen Standpunkt her zu entwickeln und dabei den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen.

Ferner habe man über regionale und internationale Fragen von beiderseitigem Interesse gesprochen und dabei besonderen Wert auf die Bemühungen um Frieden insbesondere im Nahen Osten und in der Ukraine gelegt.

Auch JD Vance lobt die Enzyklika

Zuvor hatte bereits US-Vizepräsident JD Vance am Dienstag in einem Interview des Fernsehsenders NBC die Enzyklika des Papstes als die richtige Antwort auf drängende Fragen der Zeit gelobt.

Am Donnerstag betonte Vance dann in einer Ansprache an Absolventen der US Air Force Academy in Colorado Springs, dass Entscheidungen über Leben und Tod im Krieg weiterhin von Menschen und nicht von Maschinen getroffen werden müssten. Dies war auch eine der zentralen Forderungen des Papstes in seiner Enzyklika. (KNA)