Erzbischof Heße für Olympische Spiele in Hamburg

Hamburgs Erzbischof Stefan Heße hat kurz vor dem Referendum über eine mögliche Bewerbung der Hansestadt für Olympische und Paralympische Spiele für das Projekt geworben. Sport könne Menschen verbinden und gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken, sagte Heße am Freitag in Hamburg, wie das katholische Kölner Internetportal domradio.de berichtete. Die mögliche Bewerbung gilt grundsätzlich für die Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044.
Die Olympischen und Paralympischen Spiele seien weit mehr als große Sportereignisse, so der Erzbischof. Sie schafften Begegnungen über Grenzen hinweg und stärkten ein faires Miteinander. Besonders die Paralympics erinnerten daran, wie wichtig Teilhabe, Respekt und Inklusion seien. In einer Zeit, in der vieles auseinanderzudriften scheine, könnten die Spiele "richtig was bewegen".
"Spiele hier sehr gut aufgehoben"
Mit Blick auf Hamburg als möglichen Austragungsort verwies Heße auf die Offenheit und Gastfreundschaft der beteiligten Städte. Hamburg, Kiel und im Falle einer Berliner Austragung auch Rostock-Warnemünde stünden für ein vielfältiges Miteinander. "Ich bin mir sicher, die Spiele wären hier sehr gut aufgehoben", sagte Heße.
Zum Erzbistum Hamburg gehören neben Hamburg auch Schleswig-Holstein sowie Mecklenburg als Teil Mecklenburg-Vorpommerns. Sollte Berlin Austragungsort werden, würde das Segeln im mecklenburgischen Rostock-Warnemünde stattfinden.
Für die Abstimmung am Sonntag wünschte Heße den Hamburgerinnen und Hamburgern, ihre Entscheidung "mit Zuversicht und Hoffnung im Herzen" zu treffen. Eine Olympia-Bewerbung könne eine Chance für den Zusammenhalt in der Region und für eine Kultur des Miteinanders sein, die über den Sport hinausreiche. (KNA)