Zentrale Internetseite

Neues Portal macht Arbeit der Aufarbeitungskommissionen sichtbar

Veröffentlicht am 02.06.2026 um 13:15 Uhr – Lesedauer: 

Bonn ‐ Die Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs in der Kirche erhält ein zentrales Onlineportal: Hier wird die Arbeit der Unabhängigen Aufarbeitungskommissionen sichtbar. Welche Rolle Betroffene dabei spielen.

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Eine zentrale Internetseite mit Informationen über die Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs in den deutschen (Erz-)Bistümern steht Interessierten ab sofort zur Verfügung. Darüber informierte die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) am Dienstag per Mitteilung. Die neue Internetseite des Bundesvorstands der Unabhängigen Aufarbeitungskommissionen (UAKen) informiert unter www.bundesvorstand-uaken.de über die Tätigkeit der regionalen Kommissionen. Diese untersuchen bundesweit die Strukturen, die sexuellen Missbrauch an Kindern und Jugendlichen ermöglicht haben, und den Umgang der Verantwortlichen mit Betroffenen und Tätern.

Der Aachener Bischof Helmut Dieser würdigte als Vorsitzender der DBK-Fachgruppe für Fragen des sexuellen Missbrauchs und von Gewalterfahrungen die "wichtige Arbeit und die Leistung der vielen in der Aufarbeitung Engagierten" und hob insbesondere die Ehrenamtlichen hervor. Diese werde durch die neue Internetseite für eine breite Öffentlichkeit sichtbar gemacht.

Betroffene tragen zur Aufarbeitung bei

Einen besonderen Dank richtete Dieser laut Mitteilung an die Betroffenen des sexuellen Missbrauchs, "die ihre eigenen leidvollen Erfahrungen mitteilen und so in ganz persönlicher und oft sehr schmerzhafter Weise zur Aufarbeitung der Verbrechen beitragen, indem sie aus dem Dunkelfeld heraustreten und andere ebenfalls dazu ermutigen".

Grundlage für die Tätigkeit der UAKen ist die "Gemeinsame Erklärung über verbindliche Kriterien und Standards für eine unabhängige Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche in Deutschland", die im Jahr 2020 vom damaligen Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs der Bundesregierung und der Deutschen Bischofskonferenz unterzeichnet wurde. Daraufhin wurden in allen deutschen (Erz-)Bistümern UAKen eingesetzt, zwei davon als interdiözesane Kommissionen. Die DBK weist darauf hin, dass nach der UAK Fulda, die ihre Arbeit im vergangenen Jahr beendet hatte, in diesem Jahr weitere Aufarbeitungskommissionen ihre Abschlussberichte vorlegen werden. (KNA)