Elke Büdenbender hält Kanzelrede

Deutsche First Lady predigt in Brandenburg für das Zuhören

Veröffentlicht am 07.06.2026 um 11:06 Uhr – Lesedauer: 

Brandenburg ‐ Themen wie Neuanfang, Schöpfungsverantwortung, Demokratie und Frieden stehen im Mittelpunkt einer Predigtreihe im Brandenburger Dom. Am Sonntag predigte Elke Büdenbender, Frau des Bundespräsidenten.

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Die Juristin Elke Büdenbender hat vor dem Hintergrund zunehmender Polarisierung in der Gesellschaft für intensiveres Zuhören und eine respektvolle Sprache plädiert. Die Frau von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sagte am Sonntag im Brandenburger Dom, Andere sollten stets so behandelt und respektiert werden, wie man dies für sich selbst erwartet. Das halte sie "für eine ganz grundlegende Regel in einer Gesellschaft, in der wir alle miteinander leben wollen und in der Streit konstruktiv und nicht gewaltsam ausgefochten wird".

Büdenbender hielt im evangelischen Brandenburger Dom eine Kanzelrede zum Thema "Demokratie erneuern – wie sprechen wir neu?". In der Predigtreihe geben Persönlichkeiten aus Kirche, öffentlichem Leben und Wissenschaft Impulse zu zentralen gesellschaftlichen Fragen.

Gefühl für den richtigen Tonfall

Die Frau des Bundespräsidenten beklagte, Menschen verlören "das Gefühl für den richtigen Tonfall": "Kritik geht nahtlos über in hemmungslose Anfeindungen, Hass, Hetze und Gewalt folgen nicht selten." Dies sei nicht nur in der Anonymität des Internets so, es greife auch im täglichen Miteinander um sich.

"Demokratie beginnt nicht erst im Parlament. Sie beginnt am Küchentisch, in der Kita, in den Schulen, an unseren Arbeitsplätzen, in unseren Universitäten. Und: Sie beginnt im Tonfall", sagte die Juristin. Demokratie lebe nicht nur von Gesetzen und Wahlen. Sie lebe davon, dass Menschen einander als Menschen ansähen. Die im März gestartete Predigtreihe mit sieben Gottesdiensten endet am 11. Oktober. (epd)