Auseinandersetzung mit AfD-Positionen

Katholischer Verband will Rechtsextremisten kein Forum bieten

Veröffentlicht am 11.06.2026 um 11:40 Uhr – Lesedauer: 

Ludwigshafen ‐ Die Katholische Erwachsenenbildung Deutschland will Rechtsextremisten weiter kein Forum bieten. Zugleich sollen neue Formate zur Auseinandersetzung mit AfD-Positionen und christlichen Grundwerten entstehen.

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Die Katholische Erwachsenenbildung Deutschland (KEB Deutschland) grenzt sich von rechtsextremistischen Positionen ab. Die Mitgliederversammlung beschloss bei ihrer Tagung in Ludwigshafen, Funktionsträgerinnen und Funktionsträger rechtsextremistischer, völkischer und nationalistischer Parteien und Gruppen nicht zu Veranstaltungen der Mitgliedsorganisationen einzuladen.

"Als Katholische Erwachsenenbildung sind wir überzeugt von der Unantastbarkeit der Würde aller Menschen. Wo politische Kräfte Ausgrenzung, Nationalismus und die Abwertung einzelner Gruppen fördern, werden wir nicht neutral bleiben. Unsere Bildungsarbeit lebt vom Dialog, aber sie findet ihre Grenze dort, wo die Menschenwürde infrage gestellt wird", sagte die Bundesvorsitzende Elisabeth Vanderheiden am Mittwoch.

Bei Gesprächs- und Begegnungsformaten solle ihnen kein Podium geboten werden. Kontroverse Debatten sollten weiterhin möglich bleiben. Bildungsangebote dürften aber nicht zur Verbreitung oder Legitimierung rechtsextremistischer Positionen genutzt werden, so der Verband. Zugleich will die KEB Formate zur Auseinandersetzung mit Positionen der AfD und deren Verhältnis zu christlichen Grundwerten entwickeln. Einrichtungen, die wegen ihres Engagements für Demokratie und Menschenwürde unter Druck geraten, sollen Unterstützung erhalten. (KNA)