Bewährungsstrafe und Geldstrafe für Priester aus Bistum Erfurt

Wegen Besitzes und der Weitergabe kinder- und jugendpornografischer Dateien ist ein Priester des Bistums Erfurt verurteilt worden. Das teilte die Diözese mit. Demnach wurde der Geistliche am Dienstag vom Amtsgericht Duderstadt zu einem Jahr Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt sowie zur Zahlung von 3.000 Euro an den Kinderschutzbund Göttingen und zur Fortsetzung seiner Therapie. Sofern keine Berufung eingelegt werde, sei das Urteil in einer Woche rechtskräftig.
Nachdem die Polizeiinspektion Göttingen die Bistumsleitung am 30. März 2022 über die Beschlagnahmung elektronischer Geräte des Angeklagten informiert habe, sei dieser umgehend bis zur Klärung der Vorwürfe von Bischof Ulrich Neymeyr vom geistlichen Dienst freigestellt worden. Außerdem sei ihm jegliche kirchliche Amtshandlung untersagt worden.
Laut dem Bistum beginnt nach Feststehen des Gerichtsurteils durch das Amtsgericht das kirchenrechtliche Verfahren, das bereits im Mai 2022 eingeleitet worden sei. Sobald die Untersuchungen auf Bistumsebene abgeschlossen seien, würden die Akten an den Vatikan übermittelt, wo eine endgültige kirchenrechtliche Entscheidung getroffen werde. (KNA)