Generalvikar lässt Ämter ruhen – Voruntersuchung eingeleitet
Aufgrund von nicht näher genannten Vorwürfen gegen ihn lässt der Innsbrucker Generalvikar und Regens Roland Buemberger seine Ämter vorerst ruhen. Bischof Hermann Glettler habe dem Ersuchen des Geistlichen entsprochen, teilte die Diözese am Wochenende mit. "Diese Entscheidung erfolgt vor dem Hintergrund von Vorwürfen, die die Person Buemberger betreffen und zeitlich vor seiner Tätigkeit als Generalvikar und Regens liegen", so die Diözese. Sie stünden daher nicht im Zusammenhang mit seiner Amtsführung als Generalvikar. "Ausgangspunkt war eine Meldung an die diözesane Ombudsstelle." Die unabhängige Ombudsstelle ist nach eigenen Angaben eine Anlaufstelle für Betroffene von Gewalt und sexuellem Missbrauch in der Diözese und für Personen, die Vorwürfe von Gewalt oder sexuellem Missbrauch gegen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kirchlicher Einrichtungen erheben.
Die vorgesehenen kirchlichen Verfahrensschritte seien eingeleitet worden, eine abschließende Klärung steht jedoch aus, betonte die Diözese. Glettler habe zudem eine kirchenrechtliche Voruntersuchung veranlasst. In einem Schreiben an die Mitarbeitenden der Diözese habe Buemberger erklärt, das Ruhen der Ämter solle dazu dienen, "die laufende Klärung unbeeinflusst zu ermöglichen", wie es in der Pressemitteilung heißt. "Zugleich stellt er klar, dass dieser Schritt kein Schuldeingeständnis sei und weist die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zurück." Es gelte die Unschuldsvermutung.
Der diözesane Offizial, Norbert Zur, werde die Aufgaben des Generalvikars stellvertretend übernehmen. Die Leitung des Priesterseminars sei Pater Markus Schmidt übertragen worden. (cbr)
